Jetzt entscheiden und Rechnungszins von 0,9% für die Zukunft sichern!

Der richtige Zeitpunkt, finanziell für Ihr Alter vorzusorgen, ist jetzt! Der Höchstrechnungszins wird zum 1. Januar 2022 von 0,9 % auf 0,25 % gesenkt. Das hat negative Auswirkungen auf Ihre Renditechancen!

Je niedriger der Rechnungszins, desto höher ist der anteilige Betrag, den Sie für die Finanzierung Ihrer gewünschten Garantie in sichere Anlagen aufwenden müssen. Das bedeutet: Ein geringerer Anteil Ihres Beitrags steht für die freie Anlage (z. B. Investition in Fondsanlagen) zur Verfügung.

Das heißt für Sie: Bei einem gleichbleibenden Sparbetrag würde das Kapital voraussichtlich wesentlich geringer ausfallen. Daher ist es klug, sich jetzt zu entscheiden.

Auswirkungen des Rechnungszins auf Ihre Vorsorge

Anna Dieseldorff, Mitarbeiterin der Bayerischen, erklärt, warum Sie sich noch dieses Jahr um Ihre Vorsorge kümmern sollten.

Das bedeutet es in Euro und Cent:

Beispielrechnung Berufsunfähigkeitsversicherung

Diebayerische Berechnungsbeispiel Rechnungszins

Marie (25 Jahre) möchte ihr Einkommen absichern und entscheidet sich für eine Berufsunfähigkeitsversicherung mit einer Absicherung von 1.000€ monatlich.
Wenn Marie sich bereits 2021 entscheidet, kann sie bis zum vereinbarten Endezitpunkt ihrer Berufsunfähigkeitsversicherung eine große Summe einsparen.

Beispielrechnung klassische Rentenversicherung

Diebayerische Berechnungsbeispiel Rechnungszins

Daniel (25 Jahre) möchte für sein Alter vorsorgen und entscheidet sich für eine klassische Rentenversicherung. Er zahlt über die Laufzeit von 40 Jahren monatlich 100 € ein.
Wenn Daniel sich bereits 2021 entscheidet, hat er die Chance, zum Renteneintritt über deutlich mehr Kapital zu verfügen.

FAQ: Senkung des Höchstrechnungszinses

Sie fragen, wir antworten. 

Was ist der Garantiezins?

Der Garantiezins, in der Fachsprache Höchstrechnungszins genannt, ist Teil der Gesamtverzinsung klassischer, kapitalbildender Renten- und Lebensversicherungen. Er steht zu Vertragsbeginn fest und gilt für die gesamte Laufzeit. Der Rechnungszins wird benötigt, um bei klassischen Rentenversicherungen die garantierte Leistung oder bei Fondspolicen den Rentenfaktor zu ermitteln. 

Der Höchstrechnungszins betrifft aber auch weitere Versicherungssparten, so auch die Berufsunfähigkeits- und Grundfähigkeitsversicherung. Auch hier gibt es einen Sparanteil, der mit dem Höchstrechnungszins verzinst wird. 

Ist der Garantiezins gleichbedeutend mit der Gesamtverzinsung einer Lebensversicherung?

Nein. Die gesamte Rendite einer Lebens- bzw. Rentenversicherung setzt sich aus mehreren Bausteinen zusammen: Garantiezins + laufende Überschüsse + Schlussüberschuss + Anteil an den Bewertungsreserven. 
 

Wer bestimmt den Garantiezins?

Das Bundesministerium für Finanzen (BMF) entscheidet über eine Veränderung des Garantiezinses, wobei das BMF die Empfehlungen der Finanzaufsicht BaFin berücksichtigt. Der vorgegebene Höchstzinssatz von aktuell 0,9 % darf von Versicherungsunternehmen nicht überschritten werden. Ab 01.01.2022 liegt dieser Wert bei 0,25%.

Warum sinkt der Garantiezins?

Die Senkung des Garantiezinses dient dem Verbraucherschutz und soll verhindern, dass sich Versicherungsgesellschaften mit ihren Garantieversprechen für Ihre Altersvorsorgeprodukte übernehmen. Die Finanzaufsicht BaFin dringt wegen anhaltenden Niedrigzinsphase seit längerem auf diese Senkung. 

Was bedeutet die Senkung des Garantiezinses?

Die geplante Senkung des Garantiezinses bedeutet, dass Lebensversicherer ihren Kunden vom 1. Januar 2022 an bei Neuverträgen maximal noch eine jährliche Verzinsung von 0,25% über die gesamte Laufzeit der Verträge garantieren dürfen. Aktuell liegt der Garantiezins bei 0,9 %.  

Was ändert sich zum 01.01.2022 für bestehende Verträge?

Für bestehende Verträge ändert sich nichts. Die zum Abschluss der Versicherung versprochene Mindestverzinsung gilt für die gesamte Vertragslaufzeit. Wer zum Beispiel 2011 eine klassische Lebensversicherung abgeschlossen hat, erhält den damals vereinbarten Zins von 2,25 % auch heute noch auf seinen Sparanteil gutgeschrieben. Lediglich neue Verträge sind von der Absenkung betroffen.

Wo wirkt sich die Absenkung des Garantiezinses aus?

Der Garantiezins wirkt sich unter anderem auf den Bereich der Altersvorsorge und der Einkommenssicherung aus. Er dient in erster Linie zur Kalkulation von Garantien, zur Ermittlung der Rentenhöhe und des Risikobeitrages. 

  • Altersvorsorge: Konkret bedeutet die Senkung des Garantiezinses, dass Garantien teurer werden und zum Beispiel eine 100%-Bruttobeitragsgarantie bei Produkten wie der Riesterrente kaum mehr dargestellt werden können. Auch bei Produkten ohne Garantie wirkt sich die Senkung negativ bei der Kalkulation der Rentenfaktoren aus. 

    Im Klartext: Alle Rententarife sind betroffen. In den meisten Fällen sind höhere Sparbeiträge für die gleiche nominale Rente notwendig. 
  • Einkommenssicherung: Betroffen sind zum Beispiel die Berufs-, und Erwerbsunfähigkeitsversicherung sowie die Grundfähigkeitsversicherung. Bei diesen Produkten setzen Versicherer auf eine durchschnittliche Beitragskalkulation. Das bedeutet, dass Kunden anfangs mehr für den Versicherungsschutz zahlen müssen. So können zum Ende der Vertragslaufzeit hohe Beitragssteigerungen vermieden werden. Dieses Guthaben wird mit dem Rechnungszins vermehrt. Durch die Senkung des Höchstrechnungszinses muss dieser Aufwand erhöht werden. Das hat zur Folge, dass die Beiträge für Neuabschlüsse steigen. 

Warum ist die Riesterrente besonders betroffen? 

Bei der Riesterrente müssen die Beiträge und staatliche Zulagen zu 100 % garantiert werden. Diese gesetzlich vorgeschriebene Beitragsgarantie ist im Umfeld anhaltender Niedrigzinsen zunehmend problematisch, da das Geld der Sparer fast ausschließlich in kaum rentierende Anleihen investiert werden muss. Für chancenreiche Anlagen bleibt somit kein Spielraum. Für Versicherungsunternehmen ist diese Garantie mit einem Höchstrechnungszinses von 0,25 % Zins eine große Herausforderung, da sie kaum mehr erwirtschaftet werden kann.

Bleiben Sie am Ball!

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