Valentinstag weltweit: So feiern Verliebte in Italien, China, Japan und… Wales!

Bald ist es soweit: Der Valentinstag sorgt wieder für eine Extra-Portion Bauchkribbeln bei allen Verliebten. Schließlich stehen am 14. Februar bei den meisten Pärchen kleine Aufmerksamkeiten, romantische Unternehmungen oder einfach etwas Zeit zu zweit auf dem Plan. Warum wir Ihnen das hier erzählen – und sogar einen ganzen Beitrag dazu verfasst haben? Ganz einfach: Der Valentinstag wird (wie übrigens auch Weihnachten) überall auf der Welt mit ein wenig anderen Bräuchen gefeiert. 

Denn nicht an jedem Ort sorgen verliebte Partner – wie hierzulande - mit roten Rosen, Pralinen und einem schicken Essen für besonders viel Romantik in trauter Zweisamkeit. Kurzum: Andere Länder, andere Bräuche. Oder haben Sie etwa schon einmal von einem traditionellen Liebesbrief-Wettbewerb oder dem Qixi-Fest gehört? Sehen Sie, weiterlesen lohnt sich!

Wir stellen Ihnen nämlich in den nächsten Zeilen die spannendsten Traditionen zum Tag der Liebe vor!

Ursprung des Valentinstags reicht weit zurück

Obwohl er auf der ganzen Welt verbreitet ist, sorgt der Valentinstag nicht bei jedem Paar für Begeisterung. Echte Valentinstags-Gegner unterstellen dem Tag der Liebenden sogar, gar nur eine verkaufsfördernde Erfindung der Blumenindustrie zu sein oder durch teure Geschenke den wahren Sinn der Liebe zu entstellen. 

Und tatsächlich: Auf den ersten Blick könnte an diesem Vorwurf sogar etwas dran sein. Schließlich machen Floristen am 14. Februar traditionell (fast) überall auf der Welt ein besonders gutes Geschäft.

Tatsächlich reicht die Tradition des Valentinstags jedoch bis in das dritte Jahrhundert zurück: Weil zu dieser Zeit ausschließlich ledige Männer zum Kriegsdienst aufgerufen wurden, entschied der römische Kaiser Claudius Gothicus kurzerhand, Hochzeiten zu verbieten. Dieses Verbot gefiel dem Bischof der italienischen Stadt Terni, dem Heiligen Valentin von Terni, jedoch so gar nicht. Deshalb widersetzte er sich den kaiserlichen Anweisungen aus Rom: Er führte weiterhin Trauungen durch und beschenkte die frisch vermählten Paare mit Blumen aus seinem eigenen Garten.

Als Claudius Gothicus davon Wind bekam, ließ er den Heiligen Valentin am 14. Februar 269 nach Christus hinrichten. Um seinen Dienst an der Liebe in Ehre zu halten, feierten Liebespaare an seinem Todesdatum von nun an den Valentinstag.

Valentinstag in Italien: Romantische Gedichte an San Valentino

Weil der Valentinstag in Italien seinen Ursprung hat, beginnen wir unsere romantische Weltreise mit dem „San Valentino“. Vor dem italienischen Valentinstag glühen im ganzen Land die Stifte. Der Grund: Jedes Jahr zum 14. Februar veranstaltet der Club die Giulietta, übersetzt Julias Club, einen Schreibwettbewerb zu Ehren des wohl berühmtesten Liebespärchens Romeo und Julia.

Passend zum Fest der Liebe werden Italiener dazu aufgerufen, romantische Liebesbriefe an den Club zu senden – und sich dabei ordentlich Mühe zu geben. Denn zum Valentinstag kürt die Jury des Clubs einen der eingesendeten Briefe zum schönsten Liebesbrief und damit zum Gewinner des Wettbewerbs.

Valentinstag in Japan: Kleine und liebe Aufmerksamkeiten am "White Day"

Auf den 14. Februar können sich in Japan besonders die Männer freuen. Traditionell verschenken am japanischen Valentinstag nämlich nur die Frauen kleine Aufmerksamkeiten. Das klingt somit für viele Männer tatsächlich nach einem beliebten "kleinen Feiertag". Bei den Beschenkten muss es sich jedoch nicht zwangsläufig um romantische Partner handeln. Auch Kollegen, Freunde oder männliche Familienmitglieder werden am 14. Februar beschenkt – und zwar mit Süßigkeiten wie dunkler Schokolade!

Damit der Unterschied zwischen der romantischen Liebeserklärung und dem nett gemeinten Freundschaftsbeweis deutlich wird, gibt es in Japan allerdings genaue Geschenk-Regeln: Wer etwa seinem Chef oder Bruder eine Schokolade zukommen lassen will, schenkt die sogenannte „Giri-Schokolade“. Diese wird in der Regel im Supermarkt gekauft und stellt keine besondere oder teure Nascherei dar.

Für den Liebesbeweis zum Valentinstag geben sich Japanerinnen hingegen mehr Mühe. An romantische Partner verschenken sie die „Honmei-Schokolade“. Diese ist entweder selbst gemacht oder zumindest von teurerer und edlerer Natur als die „Giri-Schokolade“. Schließlich soll der Unterschied zwischen Freundschaft und Liebe am Valentinstag durchaus deutlich werden.

Doch auch die Japanerinnen gehen zum Fest der Liebe nicht leer aus. Denn einen Monat später, am 14. März, feiert Japan den „White Day“. An diesem Tag revanchieren sich die zuvor beschenkten Männer mit einem schokoladigen Geschenk an die Frauen. Passend zum Namen wird an diesem Tag jedoch ausschließlich weiße Schokolade verschenkt.

Valentinstag in China: Verliebte feiern das Qixi-Fest

Auch in China wird ein Tag im Jahr den Liebenden gewidmet. Das ist jedoch nicht wie in den meisten Ländern der 14. Februar. Nach dem chinesischen Mondkalender gerechnet feiert man das chinesische Fest der Liebe am siebten Tag des siebten Mondes, dieses Jahr also am 14. August.

Der chinesische Liebestag basiert auf einem landesweit bekannten Märchen, das sich um einen armen Kuhhirten und eine Weberin dreht, die sich unsterblich ineinander verlieben. Hieraus entstand auch eine typische chinesische Tradition zum Liebestag: Um der talentierten Weberin in der bekannten Geschichte zu ähneln, bitten Chinesinnen am Abend des Qixi-Festes um verschiedene Fähigkeiten.

Das geschieht auf unterschiedliche Weise. So kommen in einigen Teilen des Landes genau sieben Freundinnen zusammen, um Knödel zuzubereiten. In jeweils einen Knödel wird dann ein Stück Kupfer, eine Nadel und ein auf Papier aufgeschriebenes Datum eingearbeitet. Wer beim Essen den Kupfer-Knödel erhascht, wird mit der „Fähigkeit“ ausgestatten, finanziell erfolgreich zu sein. Wer die Nadel im Knödel findet, wird mit besonderer Geschicklichkeit beschenkt. Der mit dem Datum ausgestattete Knödel bedeutet hingegen, dass die Finderin schon bald heiraten wird.

Wales feiert den „St. Dwynwen’s Day“

Auch die Waliser lassen den Valentinstag am 14. Februar aus. Denn das Fest der Liebe findet in Wales zu Ehren der Schutzpatronin der LiebeSt. Dwynwen“ und damit am „St. Dwynwen’s Day“, dem 25. Januar, statt.

Um der Schutzpatronin gerecht zu werden, beschenken sich walisische Liebespartner reichlich. Und zwar mit einem ganz besonderen Präsent: Den so genannten „Love Spoons“. Hinter den walisischen Liebeslöffeln stecken filigran geschnitzte Holzlöffel, die oft mit aufwendigen Mustern verziert sind.

Während die „Love Spoons“ im 17. Jahrhundert noch von angehenden Schwiegersöhnen genutzt wurden, um den zukünftigen Schwiegervater mit besonders imposanten Schnitzereien zu beeindrucken, sind die Löffel heute nur noch ein Zeichen der Zuneigung für den Liebsten oder die Liebste. 

Valentinstag weltweit: Das "Fest der Verliebten"

Sie sehen: Nicht nur bei uns feiern viele glückliche Liebespaare den Valentinstag! Auch in Italien, China, Wales und Japan ist der Tag beliebt, obwohl sein Ursprung bis weit vor das Mittelalter reicht. Egal ob und wie Sie nun feiern – wir wünschen Ihnen einen wunderbaren 14. Februar und viel Glück mit Ihrem oder Ihrer Liebsten!