Die Riester-Rentenversicherung ist eine staatlich geförderte Rentenversicherung. Das Geld aus einer Riester-Rentenversicherung kann bei Tod des Versicherten weitervererbt werden. Die staatliche Förderung, die sich aus Zulagen und Steuererleichterungen zusammensetzt, ist aber in manchen Fällen an den Staat zurückzuzahlen.

Was passiert beim Todesfall in der Ansparphase?

Stirbt der Riester-Sparer, während er noch in den Vertrag einzahlt, kann das angesparte Vorsorgekapital auf eine Riester-Rentenversicherung des Bezugsberechtigten übertragen werden, sofern es sich hierbei um den Ehepartner oder den eingetragenen Lebenspartner handelt. Besteht beim  Bezugsberechtigten kein eigener Riester-Vertrag, kann dieser noch binnen zwölf Monaten nachträglich für den Übertrag abgeschlossen werden. Wird im Todesfall eine Kapitalzahlung gewünscht, muss die staatliche Förderung zurückgezahlt werden. Ist der Bezugsberechtigte nicht der Ehepartner oder der eingetragene Lebenspartner, muss die staatliche Förderung in jedem Fall zurückgezahlt werden.

Was passiert beim Todesfall in der Auszahlphase?

Stirbt der Versicherte im Rentenbezug und ist eine Rentengarantiezeit vereinbart, wird die Rente bis zum Ende der vertraglich festgelegten Zeit an den Bezugsberechtigten ausgezahlt. Aber auch hier gilt: Die staatliche Förderung muss anteilig zurückgezahlt werden. Nur der Ehepartner oder der eingetragene Lebenspartner profitiert abzugsfrei, wenn das verbleibende Altersvorsorgekapital auf einen eigenen Riester-Vertrag überschrieben wird.