Finanzen 2016

Geld & Leben: Was ändert sich 2016?

Fragen und Antworten

Änderungen bei Bankgeschäften

  • IBAN als Muss: Ab 1.Februar muss die IBAN bei Überweisungen zwingend benutzt werden. Bei bereits bestehenden Daueraufträgen müssen Sie jedoch nichts unternehmen.
  • BIC entfällt: Der Bank Identifier Code entfällt ab 1.Februar auch bei internationalen Zahlungen innerhalb des SEPA-Raums.
  • Konto für alle: Das Recht auf ein Bankkonto gilt spätestens ab Mitte 2016 für jeden Menschen, der sich legal in einem EU-Land aufhält. Bisher gab es in Deutschland nur eine freiwillige Selbstverpflichtung für Banken dies beispielsweise Flüchtlingen oder Obdachlosen zu ermöglichen.

Schutz vor zu hohen Zinsen:

  • Banken und Sparkassen müssen künftig ein Gespräch über kostengünstigere Alternativen anbieten:
    1. Bei sechs monatiger Ausschöfung von durchschnittlich mehr als 75 Prozent seines Kontos oder bei 2. Einem Überzug (über 3 Monate) mindestens in Höhe der Hälfte des monatlichen Geldeingangs.
  • Die aktuellen Zinssätze müssen im Internet transparent gemacht werden.
  • Kreditinstitute werden verpflichtet sein, die Bonität der Kunden bei der Vergabe von Krediten für den Kauf von Immobilien stärker zu prüfen und dies auch entsprechend nachzuweisen.

Änderungen zum Thema Geldanlage

  • Tagesgeld: Für Kurzzeit-Sparer sieht es schlecht aus. Die EZB hält die Leitzinsen noch längere Zeit niedrig und erhöht sogar den Strafzins, den die Banken bei der EZB bezahlen müssen.
  • Festgeld: Um das Festgeld steht es auch nicht viel besser. Sein Geld für ein Jahr fest anzulegen kann man sich im Grunde sparen – lediglich 0,05 Prozentpunkte mehr Zins als beim Tagesgeld würden dabei herausspringen
  • Die einzige rentable Ausnahme sind sogenannte Kombimodelle, die einige Banken inzwischen anbieten. Sie gewähren Zinssätze von bis zu 1,3 Prozent für zwei Jahre.

Änderungen zum Thema Steuern

  • Der Grundfreibetrag bei der Einkommenssteuer steigt für Arbeitnehmer um 180 Euro auf 8652 Euro.
  • Die Berechnungsgrenze des Spitzensteuersatzes von 42 Prozent wird angehoben. Dementsprechend ist dieser Prozentsatz erst ab einem Jahressteuersatz von 53 666 Euro fällig. Der bisherige Betrag belief sich auf 52 882 Euro.
  • Unterhaltszahlungen können nun bis zu 13 802 Euro pro Jahr abgesetzt werden.
  • Vorsorgeaufwendungen für das Alter können seit diesem Jahr mit 82 Prozent statt der bisherigen 80 Prozent berücksichtigt werden.

Änderungen in der Privaten Krankenversicherung

  • Tarifwechsel: Privatversicherten wird ein Tarifwechsel ihrer Krankenkasse erleichtert. Wechselanfragen sollen schneller beantwortet und dem Versicherten möglichst viele Tarifmöglichkeiten aufgezeigt werden. Dies soll der zum Jahresbeginn eingeführte Leitfaden des Verbands der Privaten Krankenversicherung gewährleisten.

Änderungen zum Thema Familie

  • Kindergeld: Für Familien mit Kindern steigt 2016 das Kindergeld um Zwei Euro. Familien mit bis zu zwei Kindern erhalten 190 Euro, für das dritte Kind werden 196 Euro und für das vierte und jedes weitere Kind werden jeweils 221 Euro ausgezahlt. Allerdings muss ab sofort die Steuer-ID des Kindes sowie des Elternteils, das Kindergeld erhält, angegeben werden.
  • Außerdem erhöht sich der Kinderfreibetrag um 96 Euro pro Kind.
  • Hundehalter in Schleswig-Holstein müssen seit diesem Jahr ihre Vierbeiner Haftpflicht versichern.

Änderungen zum Thema Bildung

  • Meister-Bafög: Handwerker dürfen sich über mehr Geld freuen. Das Meister-Bafög erhöht sich ab dem 1. August ziemlich deutlich. Statt dem bisherigen Höchstbetrag von 697 Euro im Monat für Alleinstehende wächst der Betrag auf 760 Euro.
  • Bafög: Zum Wintersemester 2016/17 wird das Bafög um über sieben Prozent angehoben. Da auch die Freibeträge auf das Elterneinkommen um sieben Prozent steigen, sind sogar mehr Schüler und Studenten anspruchsberechtigt.

Änderungen für Geringverdiener

  • Hartz IV: Der Regelsatz für Alleinstehende steigt von derzeit 399 Euro auf 404 Euro. Leben zwei Erwachsene als Ehepaar oder Partner in einem Haushalt, einer sogenannten Bedarfsgemeinschaft, sollen sie jeweils 364 statt wie bisher 360 Euro erhalten.
  • Wohngeld: Haushalte mit geringem Einkommen erhalten seit Anfang des Jahres mehr Mietzuschuss.

Änderungen zum Thema Rente

  • Rekord-Erhöhung: 2016 gibt es um bis zu fünf Prozent mehr Rente.Dafür steigt der steuerpflichtige Rentenanteil von 70 auf 72 Prozent.
  • Rentner sollen außerdem im Rahmen flexibler Teilzeitmodelle länger arbeiten können und mehr von ihrem Zuverdienst behalten.

Änderungen zum Thema Post und Telekommunikation

  • Höheres Briefporto: Das Briefporto steigt um fast 13 Prozent von 62 auf 70 Cent.Das Porto für Postkarten sowie Groß- und Kompaktbriefe im Inland bleibt zwar gleich, Standardbriefe und Postkarten ins Ausland werden jedoch auch drastisch teurer und kosten jetzt 90 statt 80 Cent.
  • Günstigeres Roaming: Telefonieren und Surfen im europäischen Ausland wird ab dem 30. April 2016 aufgrund von EU-Vorschriften günstiger.

Änderungen zum Thema Energie und Wohnen

  • Rauchmelderpflicht: Seit Anfang 2016 werden in fast allen Bundesländern auch für Bestandsimmobilien Rauchmelder Pflicht.
  • Strom-Umlagen (EEG und KWK)
    Die Strom-Umlagen erhöhen sich bis zu 0,6 Cent pro Kilowattstunde auf Rekord-Niveau.

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