Kunst meets Gleichberechtigung
Kunst Kickt - Für mehr Frauen im (Fußball-)Sport
Frauen im Sport sind weiterhin unterrepräsentiert - die Bayerische greift das Problem mit einem künstlerischen Ansatz auf.
Für die Gestaltung konnten die Künstlerinnen Silke Teschke (oberes Bild) und Miriam Frank (unteres Bild) gewonnen werden.
Gleichberechtigung hört nicht an der Seitenlinie auf
Für uns von der Bayerischen ist das Thema Gleichberechtigung ein ernsthaftes Anliegen und nicht nur eine Floskel, deshalb verzahnen wir das Thema intensiv mit unseren Sponsoring-Anstrengungen. Unserer Ansicht nach reicht es nicht, nur Sportlerinnen zu unterstützen, es muss nachhaltig auf die herrschende Ungerechtigkeit zwischen Männer- und Frauensport aufmerksam gemacht werden. Dieses Anliegen versuchen wir nun auf künstlerische Art und Weise zu transportieren. Dafür haben wir die Pachtung von zwei Zugaufgängen der Deutschen Bahn in München Sendling übernommen und tragen die Schirmherrschaft für die beiden entstandenen Kunstwerke an den Aufgängen. In enger Abstimmung mit den Künstlerinnen entstanden so zwei Kunstwerke, die auf spielerische Art und Weise aktuelle Herausforderungen im Sport thematisieren.
Die Kunstwerke
In über 8 Monaten der Entstehung formten sich die beiden Kunstwerke auf den über 600 Quadratmetern Fläche. Aus grauen, einengenden Aufgängen wird ein Kunstwerk, was spielerisch das Thema der Gleichberechtigung behandelt.
Auf Silkes Kunstwerk passiert viel, ein wahrer Hingucker ist die Torhüterin auf der ersten Wand, welche sich über zehn Meter streckt.
Vor Miriam lagen drei lange sowie drei kurze Wände um ihre Botschaft rüberzubringen. In langwieriger Arbeit mit Pinseln, Schwämmen und Tupfern entstanden unter anderem elf Frauen, die alle auf ihre eigene Art und Weise einzigartig sind und doch einem gemeinsamen Team angehören.
Wir freuen uns, diesem wichtigen Thema durch die Symbiose von Sport und Kunst weitere Aufmerksamkeit zu geben.
Die beiden Kunstwerke sind an der Thalkirchener Straße 112, sowie Thalkirchener Straße/Ecke Tumblinger Straße zu bestaunen.
Silke Teschke
Unter dem Künstlernamen f3000 malt die gebürtige Krefelderin bereits seit 25 Jahren in und um München. Im Prozess der Entstehung begibt sich Silke in den “Tanz mit den Wänden” und widmet sich insbesondere abstrakten Figuren und fantastischen Wesen. 2024 gründete Silke das Frauen Streetart Kollektiv “Munich Wallflowers” womit sie sich insbesondere für weibliche Streetart Künstlerinnen einsetzt.
Miriam Frank
Die wahrscheinlich bekannteste Münchner Streetart-Künstlerin nutzt urbane Räume als Bühne für gesellschaftliche Visionen. Ihre Werke sind geprägt von starken Bildwelten die Gleichberechtigung und Gemeinschaft feiern. Ihre Murals erzählen Geschichten und Vielfalt, Menschlichkeit und Hoffnung. Miriam verwandelt Wände in emotionale Erinnerungsorte mit Tiefe. Für Miriam ist Streetart ein kollektives Gedächnits und Medium sozialer Botschaften, das Menschen verbindet und Perspektiven öffnet.
Die Geschichte des Frauenfußballs *
Als in den 1950er-Jahren in Deutschland immer mehr Frauen begannen, Fußball zu spielen, galt das für viele noch als Tabu. Fußball war ein „Männersport“: laut, körperlich und angeblich nichts für Frauen. Doch die Begeisterung der Spielerinnen ließ sich nicht stoppen.
Heute gehört Deutschland zu den wichtigsten Nationen im Frauenfußball. Die Frauen-Bundesliga wächst stetig, Stadien füllen sich immer häufiger, und junge Spielerinnen haben Vorbilder, die früher kaum sichtbar waren.
Die Geschichte des Frauenfußballs in Deutschland ist deshalb vor allem eine Geschichte von Mut und Durchhaltevermögen. Von Frauen, die trotz Widerständen ihren Platz auf dem Spielfeld erkämpft haben.
* Darstellung gekürzt
Offizielles Verbot für Frauenfußball
1955 sprach der Deutscher Fußball-Bund (DFB) ein offizielles Verbot für Frauenfußball aus. Vereine durften keine Frauenmannschaften gründen oder ihre Plätze zur Verfügung stellen. Als Begründung nannte man gesundheitliche Risiken und traditionelle Rollenbilder. Trotzdem spielten viele Frauen weiter. Auf improvisierten Plätzen, organisiert aus eigener Leidenschaft.
DFB hebt das Verbot wieder auf
Erst 1970 hob der DFB das Verbot wieder auf. Damit begann langsam der Aufbau offizieller Strukturen. Frauenmannschaften entstanden im ganzen Land, erste Wettbewerbe wurden organisiert, und immer mehr Mädchen fanden ihren Weg auf den Fußballplatz.
FIFA Women's World Cup
Ein besonderer Moment war die FIFA Women's World Cup 2003, als Deutschland Weltmeister wurde. Spätestens jetzt erhielt der Frauenfußball große öffentliche Aufmerksamkeit. Der Triumph zeigte, dass Frauenfußball nicht nur mithalten konnte, sondern Menschen im ganzen Land begeisterte.
Unsere Motivation
Ungleichheiten zwischen den Geschlechtern sind überall zu finden. Für uns als Unternehmen, welches sich in verschiedenen Sportarten engagiert und sowohl weibliche wie auch männliche Athletinnen und Athleten unterstützt, bietet der Sport eine Plattform, wie sie seinesgleichen sucht.
Der Sport bringt generationsübergreifende Vorbilder hervor und positioniert sich immer klarer zu gewissen Themen. Wir erkennen eine Entwicklung im Sport Richtung Chancengleichheit, Richtung Emanzipation und Richtung Gerechtigkeit. Dabei ist der Stein gerade erst ins Rollen gekommen und es liegt noch ein weiter Weg vor dem Sport. Ob in den Vereinen, den Führungsetagen oder in der Öffentlichkeit. Frauen drängen immer mehr in den Sport und das mit jedem Recht!
Wir möchten diese Entwicklung unterstützen und hoffen mit dem Projekt “Kunst Kickt”, den beiden Kunstwerken und dem damit einhergehenden öffentlichen Interesse einen Teil zum öffentlichen Diskurs beizutragen.