In blau gehaltenes Bild eines aufgeklappten Laptops, daneben ein Notizblock und Unterlagen

Reform der geförderten Altersvorsorge

Alle wichtigen Änderungen, Chancen und Argumente für Ihre Kundengespräche auf einen Blick.

Neue Chancen für Ihre Beratung

Die staatlich geförderte Altersvorsorge wird umfassend reformiert.
Neue Fördermechaniken, neue Produkte und vereinfachte Regeln schaffen neue Möglichkeiten für Beratung, Bestandsentwicklung und Kundengewinnung.

Nutzen Sie die Reform als strategischen Beratungsanlass, um Förderlücken zu schließen und die Altersvorsorge Ihrer Kunden zu optimieren.

Grafische Darstellung zur Förderung in Höhe von 480 Euro

Maximale staatliche Förderung

Die neue Förderung zur Altersvorsorge funktioniert künftig einfacher.
Der Staat zahlt 30 % Zuschuss auf Beiträge bis 1.200 € und 20 % auf weitere 600 €.

Dadurch sind bis zu 480 € Förderung pro Jahr möglich.

Grafische Darstellung zur Kostenquote 1,5

Kosten werden begrenzt

Beim neuen Standardprodukt der geförderten Altersvorsorge dürfen die Effektivkosten maximal 1,5 % pro Jahr betragen.

Ziel ist eine kostengünstigere und transparentere Altersvorsorge für Sparerinnen und Sparer.

Grafische Darstellung zur Anzahl der 3 Vorsorgebausteine

Mehr Flexibilität in der Vorsorge

Die Reform stärkt drei zentrale Vorsorgebausteine:
Bestehende Riester-Verträge
Steuerlich geförderte Basisrenten
Neues staatlich gefördertes Vorsorgedepot

Je nach Einkommen, Familienstand und Steuersatz kann die optimale Kombination unterschiedlich aussehen.

Grafische Darstellung der Anzahl von 15 Mio Verträgen

Private Altersvorsorge ist weit verbreitet

In Deutschland gibt es bereits rund 15 Millionen private Altersvorsorgeverträge.

Die Reform soll dafür sorgen, dass mehr Menschen wieder zusätzlich fürs Alter vorsorgen.

Die drei zentralen Vorsorgebausteine

Die optimale Strategie für die private Altersvorsorge

Riester (Bestandsverträge)

Neues Reformmodell

Basisrente

Riester-Verträge bleiben vor allem dort stark, wo eine hohe staatliche Förderung auf einen vergleichsweise geringen Eigenbeitrag trifft. Das neue Reformmodell setzt auf eine einfachere, klarere und für viele Kundinnen und Kunden besser verständliche Förderlogik. Die Basisrente ist vor allem dann besonders interessant, wenn der steuerliche Effekt eine zentrale Rolle spielt.

Besonders attraktiv für:

  • Familien mit Kindern
  • Haushalte mit mittlerem Einkommen

Besonders attraktiv für:

  • Singles
  • Kinderlose
  • Arbeitnehmer mit mittlerem Einkommen

Besonders geeignet für:

  • Selbständige
  • Gutverdiener

Förderung:

  • 175 € Grundzulage
  • Bis zu 300 € Kinderzulage je Kind

Förderung:

  • Bis zu 480 € jährlich
  • Perspektivisch bis zu 540 € jährlich

Steuerlicher Vorteil:

  • Beiträge können steuerlich bis zu rund 30.000 € pro Jahr geltend gemacht werden.

Riester-Verträge strategisch prüfen statt vorschnell kündigen

In blau gehaltenes Bild einer großen Kalkulationstabelle auf einem Schreibtisch mit Händen darüber, die einen Stift halten

Die Reform macht bestehende Riester-Verträge nicht automatisch schlechter.

Im Gegenteil: In vielen Fällen ist eine Kündigung die falsche Entscheidung.

Entscheidend ist eine saubere Prüfung von Förderung, Beitrag, Laufzeit und persönlicher Situation.

Unser Grundsatz in der Beratung: Kündigung nur in Ausnahmefällen – Optimierung immer zuerst prüfen.

Beratungsstrategie für Vermittlerinnen und Vermittler

Mit dem richtigen Beratungsansatz wird aus der Reform echte Vertriebschance

Die Reform der privaten Altersvorsorge ist weit mehr als eine gesetzliche Änderung. Sie ist ein konkreter Anlass, um Bestände zu aktivieren, Förderlücken aufzudecken und Kunden neu für das Thema Vorsorge zu sensibilisieren. Entscheidend ist dabei eine klare Beratungsstruktur, die Orientierung schafft und den konkreten Mehrwert für den Kunden sichtbar macht.

1. Fördercheck

Verborgenes Potenzial sichtbar machen

Am Anfang steht die einfache, aber entscheidende Frage: Nutzen Ihre Kundinnen und Kunden ihre staatliche Förderung wirklich vollständig aus?

Genau hier liegt in der Praxis oft ungenutztes Potenzial. Denn bei vielen Verträgen wurden Beiträge über Jahre nicht angepasst. Einkommen haben sich verändert, Kinderzulagen wurden nicht mehr optimal berücksichtigt oder die Förderlogik passt nicht mehr zur aktuellen Lebenssituation.

Geprüft werden dabei insbesondere:

  • Volle Zulagen
  • Der passende Beitrag zur Ausschöpfung der Förderung
  • Die aktuelle Einkommensbasis

Das Ergebnis ist oft überraschend: Viele Kundinnen und Kunden verlieren Jahr für Jahr 100 bis 300 Euro staatliche Förderung, ohne es zu wissen.

2. Vergleich der Fördermodelle

Alt, neu oder kombiniert: Welche Lösung bringt wirklich den größten Vorteil?

Im nächsten Schritt geht es nicht um Bauchgefühl, sondern um einen sauberen wirtschaftlichen Vergleich. Denn nicht jede Förderung ist automatisch die beste Lösung. Entscheidend ist, welches Modell im konkreten Fall den größten Nutzen bringt.

Im Fokus stehen dabei:

  • die tatsächliche Förderquote

  • die Kosten

  • die verbleibende Laufzeit

  • das Renditepotenzial

So entsteht eine belastbare Entscheidungsgrundlage, mit der sich bestehende Verträge, neue Förderwege und mögliche Kombinationen klar bewerten lassen.

3. Steuerstrategie

Nicht nur die Zulage, sondern die gesamte Förderwirkung betrachten: die steuerliche Perspektive gehört zwingend dazu.

Berücksichtigt werden insbesondere

  • die Einbindung einer Basisrente,
  • mögliche Vorteile über den Sonderausgabenabzug,
  • der individuelle Grenzsteuersatz.

Gerade bei Selbständigen, Gutverdienern und einkommensstärkeren Haushalten kann die steuerliche Förderung ein entscheidender Hebel sein, um Vorsorge noch effizienter aufzubauen.

4. Strategische Entscheidung

Am Ende zählt nicht das Produkt, sondern die beste Lösung.

Ist die Förder- und Steuerlogik sauber analysiert, folgt die strategische Entscheidung. Nicht ideologisch. Nicht nach Schema F. Sondern danach, was für den Kunden wirtschaftlich wirklich sinnvoll ist.

In der Praxis führen die Ergebnisse meist zu drei klaren Handlungsoptionen:

  1. Den bestehenden Vertrag optimieren 
  2. Das neue Fördermodell gezielt nutzen 
  3. Die Vorsorge mit einer Basisrente sinnvoll ergänzen

So wird aus der Reform kein abstraktes Gesetzesthema, sondern ein konkreter Beratungsansatz mit echtem Mehrwert.

Einfach ins Gespräch kommen: Ansprachekonzepte für Vermittler

Die Reform schafft neue Beratungsanlässe. Unsere praxiserprobten Ansprachekonzepte unterstützen Sie dabei, Kunden gezielt anzusprechen, Förderpotenziale aufzuzeigen und Beratungsgespräche erfolgreich zu starten.