Ein Pärchen mit kleinem Hund packt Umzugskartons aus.

Ratgeber

Wie gelingt ein nachhaltiger Umzug?

Was gilt für einen umweltbewussten Umzug, wie kommt man ressourcenschonend in die neue Wohnung? Lesen Sie, was einen nachhaltigen Umzug wirklich ausmacht.

Kurz zusammengefasst

  • Weniger transportieren bringt am meisten: Was Sie vor dem Umzug verkaufen, verschenken oder spenden, spart Verpackung, Platz im Transporter und oft eine ganze Fahrt.
  • Leihen statt neu kaufen: Gebrauchte Kartons aus dem Umfeld oder gemietete Umzugsboxen ersetzen neues Material; Decken und Handtücher ersetzen Luftpolsterfolie.
  • Fahrten bündeln: Ein ausreichend großer Transporter, der möglichst alles in einer Fahrt mitnimmt, spart Kraftstoff, Zeit und Geld.
  • Hausratversicherung rechtzeitig informieren: Bei einem Umzug innerhalb Deutschlands geht der Schutz auf die neue Wohnung über; melden Sie neue Adresse und Wohnfläche, sobald der Termin feststeht.

Hinweis: Dieser Ratgeber wurde mit Hilfe von KI erstellt.

Was macht einen Umzug nachhaltig?

Nachhaltig ist ein Umzug dann, wenn möglichst wenig neues Material verbraucht und möglichst wenig gefahren wird. In Deutschland ziehen jedes Jahr mehr als acht Millionen Menschen um, rund zehn Prozent der Bevölkerung (Quelle: Deutsche Post Adress, Umzugsstudie 2024). Entsprechend groß ist der Materialbedarf und entsprechend groß der Hebel, wenn Kartons, Polstermaterial und Transportkapazität mehrfach genutzt statt neu gekauft werden.

Fast alle Maßnahmen, die Ressourcen schonen, senken übrigens auch die Kosten. Wer leiht statt kauft und in einer Fahrt statt in fünf umzieht, spart Geld und Zeit gleichermaßen.

Wann sollte man mit der Planung beginnen?

Am besten acht bis zwölf Wochen vor dem Umzugstermin. Das klingt nach viel, ist aber der eigentliche Unterschied zwischen einem gut organisierten und einem improvisierten Umzug. Wer Kartons leihen, Möbel verkaufen und einen passenden Transporter reservieren will, braucht Vorlauf. Wer erst wenige Tage vorher anfängt, kauft meist neu und fährt mehrfach.

So kann ein realistischer Zeitplan aussehen:

  • Acht bis zwölf Wochen vorher: ausmisten, Verkaufsanzeigen schalten, Spenden organisieren
  • Vier bis sechs Wochen vorher: Transporter und gegebenenfalls Mietboxen reservieren, Verpackungsmaterial sammeln, Hausratversicherung über neue Adresse und Wohnfläche informieren
  • Zwei Wochen vorher: packen, beginnend mit selten genutzten Dingen
  • Nach dem Umzug: Mietboxen zurückgeben, Kartons und Restmaterial weitergeben statt entsorgen
Ein junges Paar steht mit Müslischalen in der Hand steht lachend in der Küche

Hausratversicherung

Mit einer Hausratversicherung sichern Sie persönliche Dinge und Wertgegenstände in Ihrem Haushalt finanziell ab. Die Versicherung leistet z.B. bei Schäden durch einen Brand,  Leitungswasser oder Einbruchdiebstahl. Ihre Vorteile bei der Bayerischen:

  • Schäden durch Feuer, Leitungswasser, Sturm/Hagel, Einbruchdiebstahl u.v.m. versichert
  • Absicherung von Daten aus dem Internet möglich (tarifabhängig)
  • Verzicht auf Einrede wegen grober Fahrlässigkeit

 

Richtig ausmisten vor einem Umzug

Am einfachsten sortieren Sie in vier Kategorien: behalten, verkaufen, spenden, entsorgen. Jeder Gegenstand, der nicht mitzieht, spart Volumen im Transporter und damit unter Umständen eine ganze Fahrt. Was noch brauchbar ist, gehört nicht in den Müll; das wäre eine Verschwendung von Ressourcen und Geld.

Die Kategorie „entsorgen“ sollte am Ende die kleinste sein. Möbel, Küchenzubehör und Kleidung sind meist in einem Zustand, der eine Weitergabe erlaubt.

Was tun mit noch brauchbaren Dingen?

Für gut erhaltene Gegenstände gibt es vier bewährte Wege. Welcher passt, hängt vor allem davon ab, wie viel Zeit Sie investieren möchten.

  • Kleinanzeigenportale: Möbel, Dekoration, Elektrogeräte und Gesellschaftsspiele lassen sich hier verkaufen oder verschenken. Der Aufwand ist überschaubar, die Abholung übernehmen in der Regel die Interessenten.
  • Gebrauchtwarenhäuser und Sozialkaufhäuser: Sie nehmen häufig auch Möbel und Hausrat an und holen größere Stücke teilweise selbst ab.
  • Kleiderspenden: Portale wie fairwertung.de oder altkleiderspenden.de zeigen, wo in Ihrer Nähe Bedarf besteht. In Altkleidercontainer gehört nur saubere, tragbare Kleidung. Daran ändert auch die EU-weite Pflicht zur getrennten Sammlung von Alttextilien seit Januar 2025 nichts; kaputte oder stark verschmutzte Textilien gehören weiterhin in den Restmüll (Quelle: Verbraucherzentrale NRW).
  • Vereine und Einrichtungen vor Ort: Mode aus den achtziger und neunziger Jahren ist bei Theatervereinen, Schulen und Jugendgruppen oft gefragt. Ein Anruf lohnt sich.

Wie entsorgt man kaputte Gegenstände richtig?

Was wirklich defekt ist, gehört zum Sperrmüll oder zum Wertstoffhof, nicht in die Restmülltonne. Regeln, Gebühren und Anmeldung für die Sperrmüllabholung legt jede Kommune selbst fest; manche bieten eine bestimmte Menge pro Jahr kostenfrei an. Auskunft gibt der örtliche Abfallwirtschaftsbetrieb.

Elektrogeräte, Akkus und Batterien gehören nicht in den Sperrmüll. Sie können sie kostenlos am Wertstoffhof oder im Handel abgeben. Zur Rücknahme verpflichtet sind Händler mit mindestens 400 Quadratmetern Verkaufsfläche für Elektrogeräte, Supermärkte und Discounter ab 800 Quadratmetern Verkaufsfläche, die regelmäßig Elektrogeräte anbieten, sowie Onlinehändler mit entsprechend großen Lager- und Versandflächen. Kleine Geräte wie Toaster oder Wasserkocher, bei denen keine Seite länger als 25 Zentimeter ist, nehmen diese Händler auch ohne Neukauf zurück (Quelle: IHK: Rücknahmepflicht von Elektrogeräten im Handel).

Umzugskartons und Verpackungsmaterial

Sind Umzugskartons aus Pappe schlecht für die Umwelt?

Entscheidend ist vor allem, wie oft ein Karton genutzt wird. Ein Karton, der nach einem Umzug im Keller vergessen wird, schneidet schlecht ab; derselbe Karton, der über mehrere Umzüge wandert, deutlich besser. Am besten ist Material, das gar nicht erst neu produziert werden muss. Deshalb gilt: leihen statt neu kaufen (Quelle: BUND: Ökologisch umziehen)

Wo kann man Umzugskartons leihen?

Im eigenen Umfeld, und zwar meist kostenlos. In Kellern und Abstellkammern von Nachbarn, Freunden und Kollegen stehen erfahrungsgemäß viele Umzugskartons, die seit dem letzten Umzug ungenutzt sind. Eine Nachfrage im Treppenhaus oder in einer Nachbarschaftsgruppe ist oft schneller erledigt als der Weg in den Baumarkt.

Weitere Bezugsquellen ohne Neukauf:

  • Kleinanzeigenportale, auf denen gebrauchte Kartons nach Umzügen häufig verschenkt werden
  • Supermärkte und Getränkemärkte, die Transportkartons abgeben
  • Nachbarschaftsplattformen und Umsonstläden

Revanchieren Sie sich mit einer Einladung zum Kaffee in der neuen Wohnung. Das ist die günstigste Lieferbedingung, die es gibt.

Alternativen für Luftpolsterfolie

Decken, Handtücher, Schals und Zeitungspapier ersetzen Luftpolsterfolie in den meisten Fällen. Sie sind ohnehin im Haushalt vorhanden, müssen ohnehin transportiert werden und polstern zerbrechliche Gegenstände zuverlässig. So sparen Sie doppelt, nämlich Verpackungsmaterial und Kartonvolumen, weil die Textilien nicht mehr separat verpackt werden müssen.

Sammeln Sie bereits einige Wochen vor dem Umzug Versandverpackungen und Füllmaterial aus Onlinebestellungen sowie altes Zeitungspapier. Wer das konsequent macht, braucht für einen durchschnittlichen Haushalt meist kaum oder gar kein neues Polstermaterial.

Mietboxen statt Müllberge: Umzug ressourcenschonend planen

Eine lächelnde Frau sitzt neben stapelbaren grauen Umzugsboxen auf Rollen in einem hellen Wohnraum.

[Werbeanzeige] Jährlich ziehen rund 8,4 Millionen Menschen in Deutschland um, und mit ihnen wandern Tonnen von Pappe in den Sperrmüll. Wer nachhaltig umziehen möchte, setzt deshalb auf wiederverwendbare Umzugsboxen statt auf Einwegkartons. Genau hier kommt LeihBOX ins Spiel: stabile Mehrweg-Behälter, die Sie bequem online buchen, geliefert bekommen und nach dem Umzug einfach zurückgeben. Stapelbar, plastikfrei und deutlich robuster als klassische Kartons. 

Als Kundin oder Kunde der Bayerischen profitieren Sie zusätzlich von 15 % Rabatt auf alle Mietpreise. Ein kleiner Klick für Sie, ein großer Schritt für Ihre persönliche Umzugs-Ökobilanz.

Umweltfreundlich transportieren

Beim Transport entscheidet weniger das Fahrzeug als die Planung. Wer die Zahl der Fahrten gering hält und für kurze Wege passende Alternativen nutzt, spart Kraftstoff, Zeit und Geld.

Tipps: So transportieren Sie möglichst umweltfreundlich

  • Alles in möglichst wenigen Fahrten erledigen
    Beim Transport zählt vor allem die Zahl der Fahrten. Mieten Sie deshalb lieber einen ausreichend großen Transporter, als mehrmals mit dem eigenen Auto zu fahren. Planen Sie die Größe eher großzügig, denn passt nicht alles hinein, wird eine zweite Fahrt nötig.
  • Für kurze Strecken ein Lastenrad leihen
    Kisten, Stühle oder ein zerlegtes Bett lassen sich auf kurzen Strecken gut mit dem Lastenrad transportieren. In vielen Städten gibt es Verleihangebote, teilweise sogar kostenlos. Bei einem kleinen Umzug, etwa ins nächste WG-Zimmer, sind auch Bus und Bahn eine Option; sperrige Möbel schließen die meisten Verkehrsverbünde allerdings aus.
  • Bei E-Transportern Reichweite und Zuladung prüfen
    Einige Autovermietungen bieten elektrische Transporter an, die ohne direkte Abgase fahren. Prüfen Sie vor der Buchung, ob Reichweite und Zuladung für Ihren Umzug passen. Weil Umzugsstrecken meist kurz sind, bleibt die Einsparung bei einem einzelnen Umzug allerdings überschaubar.

Nach dem Umzug

Auch nach dem Einzug lassen sich Ressourcen schonen. Beim Renovieren, Einrichten und bei der Versicherung kommt es auf ein paar bewusste Entscheidungen an, die sich meist auch finanziell lohnen.

  • Auf den Blauen Engel achten
    Bei Wandfarben, Lacken und Tapeten bieten der Blaue Engel und das EU-Ecolabel Orientierung, denn sie stellen Anforderungen an Schadstoffgehalt und Emissionen. Begriffe wie „natürlich“ oder „öko“ sind bei Farben dagegen nicht geschützt. Lüften Sie nach dem Streichen gründlich, auch bei emissionsarmen Produkten.
  • Farbe knapp kaufen und Reste richtig entsorgen
    Kaufen Sie Farbe eher knapp als großzügig. Flüssige Farb- und Lackreste gehören nicht in den Abfluss, sondern zur Schadstoffsammlung, etwa am Wertstoffhof. Vollständig eingetrocknete Dispersionsfarbe darf in vielen Kommunen in den Restmüll.
  • Gebraucht kaufen und Werkzeug leihen
    Möbel mit wenigen Gebrauchsspuren finden Sie über dieselben Kleinanzeigenportale und Sozialkaufhäuser, über die Sie ausgemistet haben. Eine Bohrmaschine oder Leiter brauchen Sie nach dem Einzug oft nur wenige Male; fragen Sie in der Nachbarschaft oder nutzen Sie den Geräteverleih von Baumärkten.
  • Beim Einrichten Zeit lassen
    Impulskäufe von heute sind nicht selten der Sperrmüll von morgen. Ein Raum, der einige Wochen leer bleibt, ist günstiger als ein Möbelstück, das nach einem halben Jahr wieder verschwindet.
  • Hausratversicherung auf die neue Wohnung abstimmen
    Melden Sie Ihrem Versicherer neue Adresse und Wohnfläche am besten, sobald der Umzugstermin feststeht. Bei einem Umzug innerhalb Deutschlands geht der Schutz auf die neue Wohnung über; während des Umzugs sind meist beide Wohnungen für höchstens zwei Monate versichert. Hat sich die Wohnfläche deutlich verändert, prüfen Sie die Versicherungssumme, damit keine Unterversicherung entsteht.

Häufige Fragen zu nachhaltig umziehen

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