Elementarschutz kurz erklärt

Abgesichert gegen finanzielle Folgen von Naturereignissen:

  • Starkregen, Überschwemmung, Rückstau, Hochwasser,
  • Schneedruck, Lawinen
  • Erdrutsch, -senkung, -beben und Vulkanausbruch.

Wann sollte ich über Elementarschutz nachdenken?

  • Hat es in Ihrer Gegend in den letzten drei Jahren Starkregen gegeben oder könnte es in Zukunft vorkommen? 
  • Gibt es in Ihrer Nähe ein still gelegtes Bergwerk oder eine Kiesgrube?
  • Liegt Ihre Immobilie in einer Hanglage? 
  • Gibt es bei Ihnen ein fließendes Gewässer, und sei es auch noch so klein (Mini-Bach o. ä.)? 
  • Wurde Ihre direkte Umgebung in der letzten Zeit verändert? Wurden zum Beispiel größere Flächen versiegelt?

Wenn Sie nur eine Frage mit einem „Ja“ beantworten, sollten Sie über einen Elementarschadenschutz nachdenken.

Machen Sie den Naturgefahren-Check!

Erfahren Sie mit dem Naturgefahren-Check des Gesamtverbands Deutscher Versicherer (GDV), wie teuer und schwerwiegend Naturgefahren in Ihrer Region sind.

Staatliche Hilfe nur mit Elementarschutz

Wer auf den Abschluss eines Elementarschutzes verzichtet sollte sich bewusst sein, dass er auch auf staatliche Hilfe verzichtet.
In einigen Bundesländer gibt es generell keine staatlichen finanzielle Unterstützung in Form von Soforthilfen nach Naturkatastrophen, zum Beispiel Bayern.

Jetzt Versicherungsschutz aufrüsten

Der Elementarschutz lässt sich einfach als weiterer Baustein zu Ihrem Wohngebäude- oder Hausratvertrag dazu buchen.
Die Kosten für den Elementarschutz sind im Vergleich zu den Kosten im Schadensfall überschaubar und kalkulierbar.

Teurer Regen oder: Das kostet ein Elementarschaden

Wer aus rein finanziellen Schäden vor dem Elementarschadenschutz zurückschreckt, für den kann es teuer werden.

Beispiel aus einer Schadenmeldung: „15.30 Uhr, heftiger Starkregen, ca. 50 l/qm binnen einer Stunde. Das Wasser floss von den Äckern durch zwei Straßen und drang durch die Lichtschächte in den frisch renovierten Keller ein.“

Beispiel Kosten Gebäudeschaden

   
Trocknung ca. 3.400 Euro
Stromkosten ca. 300 Euro
Erstmaßnahmen ca. 700 Euro
Türen und Zargen ca. 1.500 Euro
Kellerfenster ca. 1.500 Euro
Malerarbeiten ca. 1.200 Euro
Lichtschacht ca. 1.500 Euro
Gesamt:  ca. 9.100 Euro

 

Diese Tipps können Sie sofort berücksichtigen

Wenn die Fluten kommen, ist meist alles zu spät. Durch vorausschauendes Handeln lassen sich aber etliche Schäden vermeiden. Und diese Maßnahmen greifen auch bei denen, deren Immobilie oder Hausrat durch eine ungünstige Risikolage nicht versicherbar sind.

  • Kellerfenster, Türen und Lichtschächte mit Sicherungssystemen ausstatten
  • Gefährdete Räume fliesen – auch im Erdgeschoss
  • Die wichtigsten Wertgegenstände und elektrische Geräte möglichst nur in oberen Stockwerken aufbewahren
  • Öltanks und dazugehörige Rohrleitungen besonders schützen (und sich selbst durch eine zusätzliche Gewässerschaden-Haftpflichtversicherung)

Vorbeugung schafft Sicherheit und erhält Werte

Vorsorgetipps für Ihr Eigenheim

FAQs Elementarschutz

Sie fragen, wir antworten.

Warum ist ein Elementarschutz wichtig?

Der Schutz vor finanziellen Folgen von Naturereignissen ist nicht automatisch in jeder Wohngebäudeversicherung enthalten. Schäden durch Sturm, Hagel bzw. Starkregen nehmen spürbar zu. Auch in Nicht-Risikogebieten sind mittlerweile betroffen. Die Kosten im Schadensfall sind oft enorm.

Gibt es eine Selbstbeteiligung?

Die Selbstbeteiligung für den Elementarschutz beträgt 10% des Schadens.

Die Mindestselbstbeteiligung liegt dabei in der

  • Hausratversicherung bei 250 Euro und kann maximal 1.500 Euro betragen
  • Wohngebäudeversicherung je nach Tarif bei mindestens 500 Euro oder 2.000 Euro und kann maximal 5.000 Euro betragen.

Was ist versichert?

  • Überschwemmung liegt vor, wenn ein Gewässer über das Ufer tritt oder wenn das Grundstück durch Regen überschwemmt wird. Gelangt dabei Grundwasser an die Oberfläche und dann ins Haus, besteht auch dafür Versicherungsschutz. 
    Fairer Hinweis: Nicht versichert sind Schäden durch eine Sturmflut und Schäden durch Grundwasser, wenn es nicht an die Oberfläche gelangt.
  • Rückstau liegt vor, wenn Wasser aus Ableitungsrohren des Gebäudes durch Regen oder Überschwemmung in das Haus gelangt.
    Fairer Hinweis: Nicht versichert sind Schäden durch Rückstau, wenn keine funktionstüchtige Rückstausicherung vorhanden war.
  • Erdbeben, Erdsenkung oder Erdrutsch sofern diese naturbedingte Ereignisse sind.
    Fairer Hinweis: Nicht versichert sind Ereignisse die durch menschliches Handeln herbeigerufen werden z.B. Bautätigkeiten.
  • Schneedruck-Schäden sind z.B. wenn durch das Gewicht von Schnee- oder Eismasse das Dach einstürzt.
    Fairer Hinweis: Nicht versichert ist, wenn Schnee von Bäumen nieder geht
  • Lawinen sind an Berghängen niedergehende Schnee- oder Eismassen.
  • Vulkanausbruch ist eine plötzliche Druckentladung beim Aufreißen der Erdkruste, verbunden mit Lavaergüssen, Asche-Eruptionen oder dem Austritt von sonstigen Materialien und Gasen. 

Was zahlt ein Elementarversicherung?

Wenn mit einer Wohngebäudeversicherung ebenfalls der Baustein Elementar abgeschlossen ist, können im Schadensfall z. B. Haus oder Nebengebäude, wie z. B. Garage repariert oder saniert werden, wenn die Gebäude durch Starkregen Überschwemmungen zerstört oder beschädigt wurden.

Die Gebäude werden beispielsweise trocken gelegt. Müssen sie im schlimmsten Fall abgerissen werden, zahlt das die Elementarversicherung ebenso wie den Bau eines gleichwertigen Objekts. Müssen Sie während der Instandsetzungsphase woanders wohnen, kommt die Versicherung dafür auf. Auch, wenn z.B. ein Verlust von Mieteinnahmen entstehen.

Ein großes Thema ist auch der sogenannte Rückstau. Die Kanalisation kann die Wassermassen nicht abtransportieren und das Wasser sucht sich, wenn keine oder schlechte Vorkehrungen getroffen sind, eigene Wege. Wasser quillt zum Beispiel aus Toiletten oder Waschbecken und richtet Schäden an.

Wer kann eine Elementarschutz abschließen?

Grundsätzlich kann jeder einen Elementarschutz abschließen.

Im Sinne unserer kompletten Versichertengemeinschaft können wir den Elementarschadenschutz in besonders gefährdeten Bereichen nur mit Aufschlägen oder gar nicht anbieten.

Zum Beispiel in der ZÜRS-Zone 4 ist der Elementarschutz nur ohne das Risiko Überschwemmung möglich.

Was ist die ZÜRS Zone?

Mit der Zürs-Zone werden Gebiete nach Risikoregionen eingestuft.

  • Klasse 1 (sehr geringe Gefährdung): statistisch seltener als einmal alle 200 Jahre ein Hochwasser
  • Klasse 2 (geringe Gefährdung): statistisch einmal in 100-200 Jahren ein Hochwasser oder Gebäude, die durch höhere Deiche geschützt sind
  • Klasse 3 (mittlere Gefährdung): statistisch einmal in 10-100 Jahren ein Hochwasser
  • Klasse 4 (hohe Gefährdung): statistisch einmal in 10 Jahren ein Hochwasser

Was müssen Sie für Ihren Versicherungsschutz beachten?

Um Überschwemmung- und Rückstauschäden vorzubeugen müssen wasserführende Anlagen z.B. Rohre auf dem Versicherungsgrundstück und Rückstausicherungen einwandfrei funktionieren.

Wie verhalte ich mich im Schadensfall?

Im Schadenfall sollten Sie uns unverzüglich informieren. Sie erreichen uns jederzeit entweder telefonisch oder per Mail:

Gerne können Sie den Schaden hier auch ganz einfach online melden. 

Um den Schaden so gering wie möglich zu halten, sollten Sie Schadenminderungsmaßnahmen durchführen.

Fairer Hinweis:

Im Sinne unserer kompletten Versichertengemeinschaft können wir den Elementarschadenschutz in besonders gefährdeten Bereichen nur mit Aufschlägen oder gar nicht anbieten.