Ratgeber
Zehn Spartipps für denn Alltag
Mit den richtigen Tricks ist Geldsparen im Alltag leichter als viele denken. Diese alltagstauglichen Spartipps helfen Ihnen dabei, effektiv zu haushalten.
Geld sparen im Alltag – so geht’s günstiger
Steigende Lebenshaltungskosten, hohe Energiepreise und kaum Spielraum am Monatsende: Für viele Verbraucher wird es immer schwieriger, etwas zur Seite zu legen. Die Frage liegt auf der Hand: Wie lässt sich im Alltag Geld sparen ohne ständig auf alles zu verzichten?
Genau hier setzt dieser Ratgeber an. Denn es gibt zahlreiche Spartricks im Alltag, die sich schnell und unkompliziert umsetzen lassen. Wer bewusst konsumiert, seine Ausgaben regelmäßig hinterfragt und mit etwas Planung in den Alltag startet, kann auch mit kleinen Schritten viel erreichen. Und wer besonders knapp kalkulieren muss, findet hier auch Tipps zum extremen Geld sparen.
In diesem Ratgeber erfahren Sie:
- welche Spartipps sich in jedem Alltag anwenden lassen,
- wie Sie gezielt Ihre Ausgaben reduzieren können und
- warum sich kluges Sparen auch langfristig lohnt – etwa für Ihre Altersvorsorge.
1. Ausleihen statt kaufen
Wenn Sie etwas nur kurzfristig benötigen und es selten verwenden, sollten Sie es sich nicht direkt anschaffen. Wer tauscht, statt zu kaufen, spart nicht nur Geld, sondern auch Ressourcen.
Das funktioniert im Alltag so:
- Nachbarschaftlich tauschen: Fragen Sie in Ihrer Hausgemeinschaft, im Bekanntenkreis oder über Plattformen wie nebenan.de nach. Viele verleihen gerne Dinge wie Rasenmäher, Hochdruckreiniger oder Kinderreisebetten – besonders, wenn sie im Gegenzug auch etwas nutzen können.
- Online-Tauschbörsen nutzen: Auch Portale wie Tauschticket helfen dabei, Dinge unkompliziert zu teilen oder zu tauschen – und zwar über Viertel- und Stadtgrenzen hinaus.
Nebeneffekt für den Geldbeutel: Wer auf unnötige Anschaffungen verzichtet, hat mehr finanziellen Spielraum für das, was regelmäßig und langfristig zählt.
2. Verkaufen statt aufheben: Geld verdienen mit Gebrauchtem
Viele Menschen bewahren Dinge auf, die sie schon lange nicht mehr benutzen, oft aus Bequemlichkeit, aus sentimentalen Gründen oder weil man sie ja vielleicht nochmal brauchen könnte. Doch wer ehrlich zu sich selbst ist und rational abwägt, merkt schnell: Viele dieser Gegenstände nehmen nur Platz weg und verursachen unnötigen Ballast. Statt Dinge zu behalten, die seit Monaten oder Jahren ungenutzt im Keller oder auf dem Dachboden liegen, lohnt es sich, regelmäßig auszumisten.
Denn vieles, was bei Ihnen nur verstaubt, kann für andere Menschen durchaus noch einen Wert haben. Ob Kleidung, Technik, Bücher oder Deko – all das lässt sich über Plattformen wie Kleinanzeigen, Vinted oder auf Flohmärkten unkompliziert verkaufen. Das schafft nicht nur Ordnung, sondern bringt auch Geld in die Haushaltskasse.
Die einfache Faustregel lautet: Was Sie nicht mehr nutzen, kann für jemand anderen Gold wert sein und für Sie ein nettes Extra zum Monatsende bedeuten.
3. Weniger Autofahren – mehr sparen
Ein eigenes Auto verursacht laufende Kosten, und das nicht nur beim Fahren, sondern auch, wenn es ungenutzt vor der Tür steht. Tanken, Versicherung, Reparaturen und Wartung schlagen monatlich zu Buche. Wer das Auto im Alltag seltener nutzt oder ganz darauf verzichten kann, spart schnell mehrere hundert Euro im Jahr. Zum Glück gibt es heute viele Alternativen zum eigenen Auto, die nicht nur günstiger, sondern oft auch praktischer sind.
Diese Alternativen helfen beim Sparen:
- Kurze Strecken zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurücklegen: Ideal für Wege zum Supermarkt, zur Schule oder ins Büro. Das spart Sprit, fördert die Gesundheit und geht manchmal sogar schneller als mit dem Auto.
- Fahrgemeinschaften bilden: Ob zur Arbeit, zum Sport oder zum Konzert: Wer sich mit anderen abspricht, teilt nicht nur die Fahrt, sondern auch die Kosten.
- Carsharing nutzen: Besonders in der Stadt lohnt sich Carsharing für alle, die nur gelegentlich ein Auto brauchen. Damit sparen Sie sich laufende Fixkosten oder Reparaturstress.
Auch beim Fahrstil lässt sich sparen: Wer vorausschauend fährt und auf der Autobahn das Tempo reduziert – zum Beispiel auf 120 statt 160 km/h – senkt den Spritverbrauch deutlich und kommt oft entspannter ans Ziel.
4. Meal Prep statt Imbiss: Mit Essensplanung sparen
Spontankäufe im Supermarkt oder der schnelle Coffee to go wirken für sich genommen harmlos, summieren sich aber über Wochen hinweg zu beachtlichen Beträgen. Wer stattdessen seine Mahlzeiten plant und vorbereitet, spart nicht nur bares Geld, sondern lebt oft auch gesünder und strukturierter. Zudem schont es gerade an stressigen Tagen Zeit und Nerven.
So setzen Sie Meal Prepping im Alltag einfach um:
- Wocheneinkauf mit Plan: Erstellen Sie einen Wochenplan mit Frühstück, Mittag- und Abendessen. Auf dieser Grundlage schreiben Sie eine gezielte Einkaufsliste. So landen nur Produkte im Korb, die Sie wirklich brauchen.
- Einmal groß kochen lohnt sich: Größere Mengen auf einmal zu kochen spart nicht nur Zeit, sondern auch Geld – zum Beispiel durch den gezielten Einkauf von Großpackungen. Reste lassen sich bequem in Portionen aufteilen und einfrieren. So haben Sie jederzeit etwas Selbstgemachtes zur Hand, ohne täglich frisch kochen zu müssen.
- Vorkochen und mitnehmen: Bereiten Sie Mahlzeiten vor, die sich gut portionieren und transportieren lassen – zum Beispiel Suppen, Salate oder Ofengerichte. Das Mittagessen am Arbeitsplatz oder unterwegs kostet Sie so deutlich weniger.
- Kaffee aus der Thermoskanne: Statt jeden Morgen einen Coffee to go zu kaufen, lohnt sich die Mitnahme von zuhause. Das spart nicht nur Geld, sondern reduziert auch unnötigen Verpackungsmüll.
Tipp: Auch bei Getränken lässt sich leicht sparen, denn Leitungswasser kostet fast nichts. Es ist überall verfügbar, deutlich gesünder als viele zuckerhaltige und verursacht keinen Plastikmüll. Wem der Geschmack fehlt, kann zu zuckerfreien Sirup greifen.
Lebensmittel retten – und Geld sparen
Wer noch stärker Geld sparen möchte, sollte sich mit dem Thema Lebensmittel retten beschäftigen. Apps wie Too Good To Go vermitteln übrig gebliebene Lebensmittel von Bäckereien, Restaurants oder Supermärkten – oft für ein Drittel des ursprünglichen Preises. Auch Foodsharing-Initiativen bieten oft kostenlos oder günstig hochwertige Lebensmittel an. Das schont Umwelt, Geldbeutel – und zusätzlich auch das Gewissen.
5. Weniger einkaufen – mehr behalten
Sparen im Alltag heißt nicht, sich alles zu verbieten. Vielmehr geht es darum, bewusster zu konsumieren – also nur das zu kaufen, was Sie wirklich brauchen. Wer seine Kaufentscheidungen überdenkt, trifft nicht nur bessere Entscheidungen, sondern vermeidet auch unnötige Ausgaben.
Diese Fragen helfen beim nächsten Einkauf:
- Brauche ich das wirklich – oder ist es nur ein spontaner Impuls?
- Habe ich vielleicht schon etwas Ähnliches zuhause?
- Gibt es das Produkt auch gebraucht oder als B-Ware günstiger?
Vorsicht bei Ratenkäufen: Angebote wie „Jetzt kaufen, später zahlen“ wirken verlockend, führen aber schnell in die Schuldenfalle – vor allem, wenn mehrere Verträge zusammenkommen. Wer wirklich sparen will, sollte größere Anschaffungen erst dann tätigen, wenn das Geld dafür vorhanden ist.
Digitale Haushaltshelfer nutzen
Ob Haushaltsbuch-App, Budgetplaner oder Banking-Tools – digitale Anwendungen helfen dabei, Einnahmen und Ausgaben im Blick zu behalten. So erkennen Sie schnell, wo unnötige Kosten entstehen – und wo sich noch Sparpotenzial versteckt.
6. Sparen beim Lebensmitteleinkauf – mit Planung, Angeboten und Punkten
Mit etwas Planung und einem bewussten Einkaufsverhalten lassen sich die Ausgaben für Lebensmittel spürbar reduzieren. Wer Preise vergleicht, Angebote nutzt und gezielt einkauft, spart bares Geld und vermeidet unnötige Spontankäufe. Mit ein wenig Vorbereitung wird der Lebensmitteleinkauf zur guten Gelegenheit, dauerhaft Geld zu sparen.
So setzen Sie das im Alltag um:
- Angebote im Blick behalten: Nutzen Sie Prospekte oder die App Ihres Supermarkts, um aktuelle Preisaktionen zu finden. Planen Sie Ihre Einkäufe und Mahlzeiten möglichst entlang dieser Angebote.
- Haltbare Produkte auf Vorrat kaufen: Lebensmittel wie Reis, Nudeln, Konserven oder Tiefkühlware eignen sich ideal für Vorratskäufe. Wer solche Produkte in Angebotsphasen besorgt, kann langfristig sparen.
- Punkte sammeln beim Einkauf: Viele Supermärkte bieten Kundenkarten oder Apps wie Payback. Mit den gesammelten Punkten lassen sich Rabatte sichern oder später Einkäufe vergünstigen.
7. Verträge und Abos regelmäßig prüfen
Ob Strom, Handyvertrag, Streamingdienst oder Fitnessstudio: Viele Haushalte zahlen monatlich für Verträge, die zu teuer oder gar nicht mehr nötig sind. Wer seine Ausgaben regelmäßig durchleuchtet, entdeckt oft großes Sparpotenzial.
So gehen Sie am besten vor:
- Verträge prüfen und kündigen, was Sie nicht mehr aktiv nutzen – etwa alte Abos, Clubmitgliedschaften oder kaum genutzte Streamingdienste.
- Tarife vergleichen: Besonders bei Strom, Internet oder Mobilfunk lohnt sich ein Anbieterwechsel, oft winken bessere Konditionen oder Neukundenboni.
- Auch Girokonten, Versicherungen und Mitgliedschaften checken: Einige Banken verlangen hohe Kontoführungsgebühren. Ein Wechsel kann sich lohnen.
- Prüfen Sie auch Ihre Versicherungsverträge. Überlegen Sie, ob Sie bestimmte Policen wirklich brauchen, ob der Schutz noch zu Ihrer Lebenssituation passt und ob es günstigere Angebote mit ähnlichen Leistungen gibt. Verträge zur Altersvorsorge oder zur Berufsunfähigkeit sollten Sie jedoch nicht kündigen, da sie im Ernstfall finanziell absichern und im Falle von Krankheit und Alter unverzichtbar sind.
8. Energie sparen – kleine Änderungen, große Wirkung
Energie sparen gehört zu den effektivsten Spartipps im Alltag. Viele kleine Maßnahmen lassen sich sofort umsetzen und wirken sich direkt auf Ihre Strom- oder Heizkosten aus.
Diese einfachen Änderungen bringen schnell spürbare Ersparnisse:
- Heizung herunterdrehen: Bereits ein Grad weniger spart auf Dauer bis zu sechs Prozent Heizkosten
- Richtig lüften: Mehrmals täglich Stoßlüften statt dauerhaft gekippter Fenster verhindert Wärmeverlust.
- Nicht genutzte Geräte ausstecken: Trennen Sie Elektrogeräte vom Strom und schalten sie ganz aus, wenn Sie sie gerade nicht benutzen. Im Standby-Modus verbrauchen sie sonst unnötig Energie.
- Wasch- und Spülmaschine effizient nutzen: Immer erst einschalten, wenn sie voll beladen sind und dabei möglichst im Energiesparprogramm laufen lassen.
- LED-Lampen einsetzen: Sie verbrauchen deutlich weniger Strom als herkömmliche Glühbirnen und halten außerdem wesentlich länger.
9. Geld zurückholen – mit wenig Aufwand
Wer genau hinschaut, entdeckt oft Sparpotenzial an Stellen, wo bereits Geld geflossen ist. Und das Beste: Viele Rückzahlungen lassen sich mit wenig Aufwand und ganz legal einfordern.
Diese Möglichkeiten sollten Sie kennen:
- Steuererklärung abgeben: Auch bei geringem Einkommen lohnt sich die Abgabe häufig – etwa für Werbungskosten, Homeoffice oder Handwerkerleistungen. Oft gibt’s mehrere hundert Euro zurück.
- Entschädigung bei Verspätungen: Bei Flugausfällen oder langen Verspätungen sind je nach Strecke bis zu 600 EUR pro Person möglich. Auch bei Zugreisen können Sie sich einen Teil oder sogar den gesamten Ticketpreis erstatten lassen, abhängig von der Dauer und den jeweiligen Umständen.
- Abofallen aufdecken: Wer versehentlich ein kostenpflichtiges Abo abgeschlossen hat, kann dieses oft widerrufen, besonders wenn keine klare Zustimmung erteilt wurde. Ein regelmäßiger Blick auf die Kontoauszüge hilft dabei, solche Abbuchungen rechtzeitig zu erkennen.
10. Kreative Alternativen für die großen Kosten
Ob Urlaub, Einrichtung oder Freizeit: Gerade bei den größeren Ausgaben lohnt sich ein Blick auf günstigere Alternativen. Wer bewusst umdenkt, kann mehrere hundert Euro im Jahr sparen.
So schonen Sie Ihr Budget, ohne Lebensfreude einzubüßen:
- Urlaub günstiger planen: Statt teurer Pauschalreisen bieten sich Ferienwohnungen, Reisen in der Nebensaison oder Camping als preiswerte Alternativen an – je nach Reiseziel und Komfortwunsch.
- Gebrauchtes statt Neuanschaffung: Möbel, Kleidung oder Haushaltsgeräte gibt es gebraucht oft in sehr gutem Zustand und das zu einem Bruchteil des Neupreises. Schauen Sie auf Flohmärkten, in Online-Portalen oder Sozialkaufhäusern.
- Freizeit bewusst gestalten: Viele Hobbys wie Joggen, Zeichnen, gemeinsames Kochen oder Veranstaltungen kosten kaum etwas in der Stadt. Auch VHS-Kurse oder Bibliotheken bieten günstige Angebote.
- Gemeinsam statt einzeln konsumieren: Ob Filmabend mit Freunden oder Kochen im Freundeskreis, wer Erlebnisse teilt, spart nicht nur Geld, sondern gewinnt auch an Gemeinschaft.
Wie viel sparen – und wie bleibt es unangetastet?
Ein guter Richtwert zum Sparen ist die 50-30-20-Regel:
- 50 Prozent Ihres Nettogehalts für feste Ausgaben wie Miete, Versicherungen oder Strom
- 30 Prozent für persönliche Wünsche und Freizeit
- 20 Prozent fürs Sparen und den Vermögensaufbau
Wichtig ist, dass das Sparen nicht am Monatsende passiert – sondern gleich am Anfang:
Einnahmen minus Sparbetrag = Ausgaben.
So behalten Sie den Überblick und verlieren das Sparziel nicht aus dem Blick.
Am besten funktioniert das mit einem Dauerauftrag: Überweisen Sie den Sparbetrag direkt nach Gehaltseingang auf ein separates Sparkonto oder Tagesgeldkonto. Auf diese Weise wächst Ihr finanzielles Polster automatisch und bleibt unangetastet, ohne dass Sie in Versuchung kommen, es zwischendurch auszugeben.
Fazit
Geld im Alltag zu sparen, bedeutet nicht, auf Lebensfreude zu verzichten. Es geht darum, bewusst mit dem umzugehen, was man hat – und sich Freiräume zu schaffen, heute wie morgen.
Wer regelmäßig etwas zurücklegt, kann nicht nur kurzfristig entspannter haushalten, sondern auch langfristig vorsorgen. Zum Beispiel mit unserer nachhaltigen Fondsgebundenen Rentenversicherung Blue Invest.