das spricht fuer ein eAuto

Ratgeber

E-Auto-Förderung 2026: Prämie, THG-Quote und Wallbox im Überblick

Seit dem 19. Mai 2026 können Privatpersonen die neue E-Auto-Prämie beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) beantragen. Wir erklären, welche Förderungen es gibt, wie der Antrag funktioniert und wann sich ein Elektroauto rechnet.

Kurz zusammengefasst

  • Bis zu 6.000 EUR E-Auto-Prämie: Der Bund fördert Kauf und Leasing neuer Elektroautos, die ab dem 1. Januar 2026 erstmals zugelassen wurden; die Höhe richtet sich nach Fahrzeugart, Haushaltseinkommen und Zahl der Kinder.
  • Antrag digital und erst nach der Zulassung: Sie stellen den Antrag mit BundID über das Portal der Förderzentrale Deutschland, spätestens zwölf Monate nach der Zulassung.
  • Weitere Vorteile kommen hinzu: Reine Elektroautos sind bis zu zehn Jahre von der Kfz-Steuer befreit, längstens bis Ende 2035, und ihre Halter können jedes Jahr die THG-Prämie erhalten.
  • Der Ladeort entscheidet über die Kosten: Wer überwiegend zu Hause lädt, zahlt für Energie meist deutlich weniger als mit einem Benziner; beim Schnellladen unterwegs schrumpft der Vorteil.

Hinweis: Dieser Ratgebertext ist KI-generiert

Welche Förderungen gibt es 2026 für Elektroautos?

Private Halterinnen und Halter können mehrere Vorteile kombinieren:

FörderungHöheFür wen?Wo und wie?
E-Auto-Prämie (Kaufprämie)1.500 bis 6.000 EUR, einmaligPrivatpersonen bis 80.000 EUR zu versteuerndem Haushaltseinkommen, mit Kindern bis 90.000 EUROnline-Antrag beim BAFA über die Förderzentrale Deutschland
THG-PrämieMarktabhängig, jährlichHalter reiner ElektroautosÜber einen THG-Anbieter
Kfz-SteuerbefreiungBis zu zehn Jahre, längstens bis 31.12.2035Reine Elektroautos mit Erstzulassung bis 31.12.2030Gilt für das Fahrzeug, kein eigener Förderantrag
Laden im MehrparteienhausBis 1.300, 1.500 oder 2.000 EUR je StellplatzUnter anderem Eigentümergemeinschaften und VermieterBundesprogramm, Antrag vor Auftragsvergabe
ParkvorteileRegional unterschiedlichFahrzeuge mit E-KennzeichenRegelung von Land oder Kommune

Wie hoch ist die E-Auto-Prämie 2026?

Die E-Auto-Prämie beträgt zwischen 1.500 und 6.000 EUR. Sie ist sozial gestaffelt und setzt sich aus drei Bausteinen zusammen, die addiert werden.

  • Die Basisförderung liegt bei 3.000 EUR für reine Elektroautos und Brennstoffzellenfahrzeuge. Für förderfähige Plug-in-Hybride und Elektroautos mit Range Extender gibt es 1.500 EUR.
  • Für jedes Kind unter 18 Jahren kommen 500 EUR hinzu, berücksichtigt werden höchstens zwei Kinder.
  • Liegt das zu versteuernde Haushaltsjahreseinkommen unter 60.000 EUR, erhöht sich die Prämie um 1.000 EUR, unter 45.000 EUR um weitere 1.000 EUR.

Für ein rein batterieelektrisches Fahrzeug ergeben sich damit folgende Beträge:

Zu versteuerndes HaushaltsjahreseinkommenKein Kind unter 18 JahreEin Kind unter 18 JahreZwei oder mehr Kinder unter 18 Jahre
bis 45.000 EUR5.000 EUR5.500 EUR6.000 EUR
45.001 bis 60.000 EUR4.000 EUR4.500 EUR5.000 EUR
60.001 bis 80.000 EUR3.000 EUR3.500 EUR4.000 EUR
80.001 bis 85.000 EURnicht förderfähig3.500 EUR4.000 EUR
85.001 bis 90.000 EURnicht förderfähignicht förderfähig4.000 EUR

Bei Plug-in-Hybriden und Fahrzeugen mit Range Extender liegen die Beträge jeweils um 1.500 EUR niedriger, also zwischen 1.500 und 4.500 EUR. Gefördert werden sie nur, wenn sie höchstens 60 Gramm CO2 je Kilometer ausstoßen oder mindestens 80 Kilometer rein elektrisch fahren und bis zum 30. Juni 2027 zugelassen werden.

Wer bekommt die E-Auto-Prämie?

Antragsberechtigt sind ausschließlich Privatpersonen mit Hauptwohnsitz in Deutschland. Außerdem gilt:

  • Sie kaufen oder leasen ein Neufahrzeug der Klasse M1, in der Regel also einen Pkw. Gebrauchtwagen, Tageszulassungen, Werkszulassungen und Vorführwagen sind ausgeschlossen.
  • Das Fahrzeug wurde ab dem 1. Januar 2026 erstmals in Deutschland zugelassen, und zwar auf Sie als Halterin oder Halter.
  • Ihr zu versteuerndes Haushaltsjahreseinkommen liegt bei höchstens 80.000 EUR. Mit einem Kind unter 18 Jahren gilt eine Grenze von 85.000 EUR, mit zwei oder mehr Kindern von 90.000 EUR (Quelle: Bundesumweltministerium).
  • Sie bleiben mindestens 36 Monate als Halterin oder Halter des Fahrzeugs eingetragen. Das gilt für Kauf und Leasing gleichermaßen.

Maßgeblich ist der Durchschnitt Ihrer beiden aktuellsten Einkommensteuerbescheide, die höchstens drei Kalenderjahre alt sein dürfen. Bei Ehe, eingetragener Lebenspartnerschaft oder eheähnlicher Gemeinschaft zählt das Einkommen des Partners mit.

Wie beantrage ich die E-Auto-Prämie?

Den Antrag stellen Sie beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) online über das Portal der Förderzentrale Deutschland. Folgende Schritte sind nötig:

  1. Lassen Sie das Fahrzeug zuerst auf sich zu. Vor der Zulassung ist kein Antrag möglich, auf das Bestelldatum kommt es nicht an.
  2. Richten Sie ein BundID-Konto mit Online-Ausweisfunktion oder ELSTER-Zertifikat ein.
    Stellen Sie den Antrag spätestens zwölf Monate nach der Zulassung und laden Sie unter anderem Zulassungsbescheinigung Teil I und Steuerbescheide hoch, bei Plug-in-Hybriden zusätzlich die EU-Konformitätsbescheinigung (CoC).
  3. Das BAFA prüft die Unterlagen und zahlt nach dem Zuwendungsbescheid aus.

Einen Rechtsanspruch auf die Prämie gibt es nicht; gefördert wird nur, solange Haushaltsmittel verfügbar sind.

Worauf Sie bei THG-Anbietern achten sollten

Prüfen Sie, ob Ihnen ein fester Betrag garantiert wird oder ob die Auszahlung vom späteren Marktpreis abhängt. Achten Sie außerdem auf die Stichtage, denn Anbieter können Anträge nur bis zum 15. November beim Umweltbundesamt einreichen und verlangen die Unterlagen deshalb oft deutlich früher.

Was kostet ein Elektroauto in Anschaffung und Betrieb?

Anschaffungspreis

Die Preise für neue Elektroautos liegen weit auseinander. Kleinwagen gibt es inzwischen für unter 20.000 EUR Listenpreis, größere Modelle der Mittel- und Oberklasse kosten deutlich über 50.000 EUR. Mit der E-Auto-Prämie kann sich der Preis je nach Einkommen und Familiensituation um bis zu 6.000 EUR verringern.

Günstige Einstiegsmodelle sind meist einfach ausgestattet und auf Stadt- und Pendelstrecken ausgelegt. Wer regelmäßig lange Strecken fährt, sollte vor dem Kauf auf Reichweite und Ladeleistung achten, denn beides wirkt sich deutlich auf den Preis aus.

Laufende Kosten

Bei den Energiekosten kommt es vor allem darauf an, wo Sie laden. Wer überwiegend zu Hause lädt, zahlt in der Regel deutlich weniger als für Benzin oder Diesel auf derselben Strecke. Noch günstiger wird es mit Strom aus einer eigenen Photovoltaikanlage oder einem Ladeangebot beim Arbeitgeber. An öffentlichen Ladesäulen, vor allem an Schnellladern, ist Strom dagegen spürbar teurer. Wer keine eigene Lademöglichkeit hat und fast nur unterwegs lädt, kann bei den Energiekosten auf dem Niveau eines sparsamen Verbrenners landen.

Auch in der Werkstatt fallen bei Elektroautos einige Posten weg, etwa Ölwechsel oder Verschleiß an Auspuff und Kupplung. Für einen vollständigen Vergleich gehören neben Energie und Wartung aber auch Wertverlust, Versicherung und gegebenenfalls die Kosten einer Wallbox in die Rechnung. Wie das Ergebnis ausfällt, hängt letztlich von Ihrem eigenen Fahrprofil ab.

Elektroauto richtig versichern

Viele Versicherer bieten für Elektroautos eigene Leistungsbausteine an, etwa für Schäden am Akku, Kurzschlussschäden an der Verkabelung oder den Einschluss von Wallbox und Ladekabel. Welche Leistungen die Bayerische für Elektrofahrzeuge vorsieht, lesen Sie auf unserer Seite zur E-Auto-Versicherung.

Häufige Fragen zur E-Auto-Förderung