Was tun bei… Sturm & Gewitter? Tipps für Hausbesitzer

Wer ein Haus baut oder kauft, macht für gewöhnlich damit die größte und teuerste Anschaffung des eigenen Lebens. Mehr noch: Gerade für junge Familien ist das Eigenheim der absolute Lebensmittelpunkt – und damit ein wichtiges Gut, das es unbedingt zu schützen gilt.

Damit auch die rohen Naturgewalten dem eigenen Heim nichts (Schlimmeres) anhaben können, sollten Hausbesitzer für möglichst viele Eventualitäten vorsorgen. In Deutschland, Österreich und der Schweiz kommt es beispielsweise jedes Jahr zu erheblichen Sturm- und Gewitterschäden, die besonders im Frühling, Sommer und Herbst drohen. Wie man sich und sein Heim vor derartigen Elementarschäden schützt, verraten wir Ihnen in den folgenden Zeilen.

Was tun, wenn es blitzt und donnert?

Wer kennt es nicht: Die Bäume blühen, die frisch gesäte Wiese grünt – doch plötzlich ziehen dunkle Wolken am Himmel auf und die Luft wirkt auf einmal wie elektrisiert. Ein Gewitter ist im Anzug! Wenn es dann blitzt und donnert, ist er sicherste Platz zumeist im Haus. Doch was, wenn dort tatsächlich der Blitz einschlägt? Blitzschutzanlagen sind in Deutschland zwar nicht zwingend vorgeschrieben, können aber Schäden durch Blitzeinschlag am und im Haus vermeiden. Dazu wird ein Blitzableiter auf dem Dach installiert, der den Blitz anzieht und die Energie direkt in den Boden umleitet. Das Problem: Eine solche Installation ist aufgrund der verwendeten Materialien, den zu verlegenden Leitungen und der benötigten Arbeitszeit recht kostspielig. Der Gesamtpreis kann sich schnell auf einige Tausend Euro belaufen.

Dennoch: Die Blitzschutzanlage schützt nicht nur empfindliche Dächer, Dachstühle und Fassaden vor den donnernden und blitzenden Naturgewalten – und sollte daher gerade bei alten, denkmalgeschützten oder besonders „feuerempfindlichen“ Bauweisen (Reetdächer, ältere Holzhäuser etc.) keinesfalls fehlen. Sie bewahrt auch die Elektroinstallation – und damit alle daran angeschlossenen Geräte – in weniger anfälligen Bauten vor kostspieligen Überspannungsschäden.

Wer eine Blitzschutzanlage installiert hat, kann sich jedoch nicht einfach zurücklehnen. Denn dann gilt es, die vorgeschriebenen Wartungsintervalle möglichst genau und penibel einzuhalten. Der Grund liegt auf der Hand: Blitzableiter verfügen nämlich über eine regelrechte Fangeinrichtung, um gefährliche Blitze aus der unmittelbaren Nähe „anzuziehen“. Wird die dabei übertragene Energie nicht ordnungsgemäß, störungsfrei und direkt wie vorgesehen abgeleitet, droht erneut Gefahr.

Gut zu wissen!

Kaputte und schlecht gewartete Blitzableiter sind eine echte Gefahr für Haus, Hof und Leben. Doch nicht nur das: Kommt es nach einem Blitzeinschlag durch die defekte Anlage zu Überspannungs- und Feuerschäden, entfällt auch der Versicherungsschutz.

Überspannungsschäden vermeiden: So geht`s!

Übrigens: Ganz gleich, ob Sie Ihr Eigenheim nun mit einer aufwändigen und kostspieligen Blitzschutzanlage gegen direkte Blitzeinschläge schützen – oder nicht: Überspannungsschäden an Elektroinstallationen und teuren Haushaltsgeräten wie Fernsehern, Computern, Kühlschränken oder Gefriertruhen kann man auch „mechanisch“ vermeiden – indem Sie (ganz klassisch) den Stecker ziehen. Und das sollten Sie im Zweifelsfall auch, denn: Überspannungen entstehen nicht nur durch einen direkten Blitzeinschlag in das betreffende Gebäude. Auch wenn der Blitz in bis zu eineinhalb Kilometern Entfernung einschlägt, besteht die Gefahr von kostspieligen Überspannungsschäden. Er muss nur eine Leitung treffen, die bis zu ihrem Haus führt.

Wer keine Lust hat, bei jedem drohenden Gewitter auf Steckerzieh-Tour durchs ganze Haus zu gehen, hat aber auch noch eine weitaus komfortablere Möglichkeit, das eigene Hab und Gut zu schützen. Denn glücklicherweise lässt sich ein entsprechender Überspannungsschutz recht einfach – und für deutlich weniger Geld als bei einer professionellen Blitzschutzanlage – integrieren. Fragen Sie hierfür am besten einfach den Elektrofachbetrieb Ihres Vertrauens. Alternativ leisten aber auch spezielle Steckdosenleisten mit entsprechender Überspannungs-Schutzfunktion wertvolle Dienste.

Sinnvolle Sturmvorbereitung beginnt schon im Garten

Neben Gewittern geht auch von Stürmen eine nicht zu unterschätzende Gefahr für das eigene Heim aus. Unsere Empfehlung: Gerade im Frühjahr, an extrem „gewitterträchtigen“ Sommertagen und im Herbst sollten Sie den Wetterbericht besonders aufmerksam verfolgen und offensichtliche Schwachpunkte am Haus rechtzeitig beheben. Dazu gehört zum Beispiel alles, was auf dem Balkon oder der Terrasse nicht ausreichend befestigt werden kann.:

  • Garten- und Sonnenliegen, Gartenstühle etc.
  • Sonnenschirme, Sonnensegel, Paravents & Co.
  • Blumentöpfe, Hängematten und Grills
  • Gartengeräte, Gießkannen etc.

Oder anders ausgedrückt: Dinge, die bei genügend Windstärke zu gefährlichen Wurfgeschossen werden können, gehören bei Gewitter- und Sturmwarnungen in die Garage, den Schuppen oder zur Not ins Haus.

Fenster und Türen sollten Sie selbstverständlich schließen, bevor der angekündigte Sturm losbricht – oder bevor Sie für längere Zeit das Haus verlassen. Markisen gehören unbedingt eingefahren und Rollos zum Schutz der Fenster heruntergelassen. Auch den Baumbestand rund um das eigene Heim sollten Sie regelmäßig kritisch begutachten – auch gegenüber und beim Nachbarn. Abgestorbene Äste werden bei Sturmböen nämlich schnell zur Gefahr. Ist ein Baum etwa von einem Pilz befallen, droht er sogar ganz umzustürzen, wenn die rohen Naturgewalten an ihm zerren.

Vorsicht vor losen Dachziegeln & lockeren Regenrinnen

Nicht selten lösen sich bei einem Sturm vereinzelte Dachziegel. Diese müssen dann zwar nicht gleich zu Boden fallen und jemanden verletzen. Eine gelöste Dachpfanne bedeutet aber immer auch eine Schwachstelle im Dach – die sich spätestens beim nächsten Starkregen bemerkbar machen wird. Zudem zieht ein solches Leck ungebetene Gäste wie Mäuse, Vögel oder Insekten an, die bauliche Schäden an der Dämmung verursachen können.

Sie merken schon: Wer frühzeitig die wichtigsten, grundlegenden Vorkehrungen trifft, kann den nächsten Gewittersturm entspannt vorüberziehen lassen. Und sollte doch mal etwas passieren, sind Sie mit unserer bewährten Wohngebäudeversicherung und einer Hausratversicherung von der Bayerischen auch finanziell bestens vor Gewitter- und Sturmschäden geschützt!

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