Sach-Versicherungen
Unfallversicherung bei Kreuzbandriss
Sportunfälle beim Fußballspielen sind nicht selten. Wir erklären, wann die private Unfallversicherung leistet.
- Keine Leistungskürzung bei Vorerkrankungen
- ÄrzteKompass für Ihre Arztsuche
- Budget für Vorsorge & Prävention
Kurz zusammengefasst
- Ein Kreuzbandriss zählt zu den häufigsten und folgenreichsten Knieverletzungen. Besonders häufig tritt er bei Ballsportarten, wie Fußball, Handball oder Basketball auf.
- Ein Kreuzbandriss entsteht oft ganz ohne Fremdeinwirkung, und kann zu einer dauerhaften Beeinträchtigung des Knies führen.
- Die gesetzliche Unfallversicherung und die Unfallversicherung Ihres Sportvereins greifen nur eingeschränkt, z.B. bei Wettkämpfen und im Training, nicht aber, wenn Sie sich privat in der Freizeit verletzen.
- Die private Unfallversicherung zahlt bei einer bleibenden Invalidität eine Kapitalleistung nach Gliedertaxe. Je nach Tarif kommen weitere Leistungen hinzu, etwa eine Sofortleistung bei besonders schweren Verletzungen oder Pflegegeld bei Pflegebedürftigkeit ab Pflegegrad 3.
- Mit dem ExistenzBudget der Bayerischen erhalten Sie einen besonders bedarfsgerechten Schutz: Statt fester Summen werden bei einer unfallbedingten dauerhaften Invalidität die tatsächlich anfallenden Unfallfolgekosten bis zu 10 Millionen EUR erstattet, soweit sie nicht bereits anderweitig gedeckt sind.
Was ist ein Kreuzbandriss und wie entsteht er?
Das Kreuzband ist eines der zentralen Bänder im Kniegelenk und sorgt für dessen Stabilität, insbesondere bei Dreh- und Bremsbewegungen. Man unterscheidet das vordere und das hintere Kreuzband, wobei das vordere Kreuzband deutlich häufiger reißt. Bei einem Kreuzbandriss wird dieses Band durch eine plötzliche, starke Belastung teilweise oder vollständig durchtrennt, wodurch das Knie seine Stabilität verliert.
Wie häufig das vorkommt, zeigen aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamts: 2024 wurden in Deutschland 28.865 Patientinnen und Patienten vollstationär mit der Hauptdiagnose Kreuzbandruptur behandelt, davon 18.154 Männer und 10.711 Frauen (Quelle: DeStatis).
Ein Kreuzbandriss entsteht meist durch eine abrupte Drehbewegung im Knie, während der Fuß fest auf dem Boden steht. Typisch sind ein plötzliches Abbremsen, eine schnelle Richtungsänderung oder ein direkter Schlag von der Seite gegen das gestreckte Knie. Auch ein grobes Foulspiel oder ein unglücklicher Sturz können die Ursache sein. Anders als bei vielen anderen Sportverletzungen braucht es dafür keinen direkten Kontakt zu einer anderen Person (Quelle: DK Sports & Physio).
Welche Symptome treten bei einem Kreuzbandriss auf?
Ein Kreuzbandriss macht sich meist durch einen stechenden Schmerz im Knie bemerkbar, oft begleitet von einem hör- oder spürbaren Knacken im Moment der Verletzung. Kurz danach schwillt das Knie an, da sich häufig ein Gelenkerguss bildet. Viele Betroffene berichten zudem von einem instabilen Gefühl im Knie, als würde es wegknicken. Das Bein normal zu belasten oder das Knie durchzustrecken, ist meist nur eingeschränkt oder gar nicht mehr möglich. Eine gesicherte Diagnose erfolgt durch eine ärztliche Untersuchung, in der Regel ergänzt durch ein MRT.
Die meisten Kreuzbandrisse treten bei Ballsportarten auf
Kreuzbandrisse entstehen oft bei Sportarten mit schnellen Stopp- und Drehbewegungen, dazu zählen insbesondere Fußball, Handball und Basketball. Beim Fußball begünstigen Zweikämpfe, abrupte Richtungswechsel beim Dribbling und Fouls das Verletzungsrisiko zusätzlich. Wer regelmäßig Fußball spielt, sollte das Risiko kennen und sich entsprechend finanziell absichern.
Fairer Hinweis
Die Bayerische versichert keine Profisportler oder Amateurspieler in der 1., 2. oder 3. Liga.
Fußball: Die beliebte Sportart ist nicht ungefährlich
Fußball ist Volkssport Nummer eins in Deutschland: eine faszinierende, aber nicht ungefährliche Sportart. Denn schon eine falsche Bewegung beim Laufen oder ein grobes Foul kann beispielsweise das Kniegelenk verletzen oder sogar zu einem Kreuzbandriss führen. Im schlimmsten Fall kann es zu langfristigen Beeinträchtigungen kommen. Laut dem Gesamtverband der Versicherer (GDV) entfällt etwa jeder dritte Sportunfall auf Fußball.
Verletzungen im Fußball betreffen am häufigsten den Unterkörper; vor allem Oberschenkel, Kniegelenk und Sprunggelenk sind anfällig (Quelle: VBG). Zerrungen, Muskelfaser- oder Bänderrisse kommen oft vor. Knochenbrüche machen knapp ein Drittel aller Verletzungen beim Fußball aus. Auch Verstauchungen, Prellungen und Quetschungen stehen auf der Liste der Unfälle auf dem Spielfeld.
Da so vieles beim Fußball passieren kann, ist die private Unfallversicherung ein sinnvoller Schutz. Sie beteiligt sich je nach Tarif zum Beispiel an den Kosten für Kur- und Reha-Maßnahmen, damit auch Fußballer und Fußballerinnen so schnell wie möglich wieder auf die Beine kommen.
Bin ich über den Fußballverein abgesichert?
Wer im Verein Fußball spielt, ist in der Regel über die Unfallversicherung des Vereins versichert. Der Versicherungsschutz ist allerdings meist auf den Schutz des Sportvereins ausgerichtet und bietet für die Spieler und Spielerinnen nur einen Grundschutz. Dieser enthält neben dem Unfallschutz auch eine Haftpflichtversicherung für den Sportverein.
Die Versicherungssummen der Versicherung sind eher gering und leisten bei einer ernsthaften Verletzung nicht so viel, wie Sie vielleicht für Ihre Genesung oder andere Hilfsmittel benötigen. Außerdem greift die Versicherung nur bei Wettkämpfen und im Training sowie auf den Hin- und Rückwegen zum Vereinsgelände.
Wenn Sie hingegen privat in Ihrer Freizeit Fußball spielen, haben Sie keinen Versicherungsschutz durch die Unfallversicherung Ihres Vereins. Hier leistet nur eine private Unfallversicherung.
Welche Versicherungen brauchen Fußballer und Fußballerinnen?
Wer in der Freizeit Fußball spielt, hat ein erhöhtes Verletzungsrisiko. Auch Haftungsschäden an Dritten oder eine Berufsunfähigkeit können die Folge eines Unfalls beim Fußball sein. Wir erklären, welche Versicherungen Hobbyfußballer und -fußballerinnen in Betracht ziehen sollten und wann sie leisten.
Krankenversicherung
Wenn Sie sich beim Fußballspielen verletzen, übernimmt zunächst die gesetzliche oder private Krankenversicherung die Kosten für die medizinische Versorgung sowie für eine stationäre Behandlung und für Reha-Maßnahmen. Weitere finanzielle Aufwände, die nach einem Unfall beim Fußball auf Sie zukommen können, sind beispielsweise Verdienstausfall, Zuzahlungen bei einem Krankenhausaufenthalt, spezielle Therapien sowie Kosten für kosmetische Operationen. Diese sind jedoch nicht (vollständig) über die Krankenversicherung abgedeckt.
Unfallversicherung
Wenn Sie sich beim Fußballspielen im Rahmen eines Firmenevents verletzen, springt grundsätzlich die gesetzliche Unfallversicherung ein. Denn in diesem Fall gilt der Unfall als Arbeitsunfall während des Betriebssports. Als Mitglied in einem Fußballverein sind Sie während des Trainings oder bei Wettkämpfen in der Regel über die Unfallversicherung Ihres Vereins versichert. Allerdings kann der Versicherungsschutz hierbei stark variieren.
Wenn Sie dagegen privat trainieren oder sich in der Freizeit zum Fußballspiel auf dem Sportplatz verabreden und sich dann verletzen, handelt es sich weder um einen Arbeitsunfall noch übernimmt die Unfallversicherung Ihres Vereins die Folgekosten. Hier kann nur eine private Unfallversicherung Schutz bieten.
Haftpflichtversicherung
Eine Haftpflichtversicherung zählt zu den wichtigsten Versicherungen; diese sollte jede Person haben. Wenn Sie beim Fußballspielen einen Unfall verschulden, bei dem eine Person verletzt wird, kann dies ein Fall für die private Haftpflichtversicherung sein. Dann hat die andere Person gegebenenfalls Anspruch auf Schmerzensgeld. Das kann zum Beispiel bei einem groben Foulspiel der Fall sein.
Was zahlt die Unfallversicherung bei einem Kreuzbandriss?
Nach einem Kreuzbandriss beim Fußball können mehrere Versicherungen ins Spiel kommen, je nachdem, wie und wo sich die Verletzung ereignet hat. Die gesetzliche oder private Krankenversicherung übernimmt die medizinische Erstversorgung, also Operation, Krankenhausaufenthalt und Reha-Maßnahmen. Wer im Verein spielt, ist während Training und Wettkampf zusätzlich über die Unfallversicherung des Vereins abgesichert, allerdings meist nur mit begrenzten Leistungen. Wer sich privat in der Freizeit verletzt, hat über den Verein keinen Schutz.
Genau hier zeigt sich der Wert einer privaten Unfallversicherung: Sie leistet unabhängig davon, ob die Verletzung im Verein oder beim Freizeitkick passiert ist, und deckt auch Folgekosten ab, die von der Krankenversicherung nicht übernommen werden.
Ein Kreuzbandriss kann je nach Schwere und Heilungsverlauf zu einer dauerhaften Beeinträchtigung des Knies führen. In diesem Fall zahlt die private Unfallversicherung eine Invaliditätsleistung: eine einmalige Kapitalzahlung, deren Höhe sich nach dem Grad der Invalidität richtet und über die sogenannte Gliedertaxe ermittelt wird. Über den zusätzlich buchbaren Baustein ProgressionPlus kann diese Leistung weiter erhöht werden, sodass ab einem Invaliditätsgrad von mehr als 25 Prozent überproportional mehr ausgezahlt wird.
Da ein vollständiger Kreuzbandriss medizinisch zu den kompletten Bänderrissen zählt, zahlen wir je nach Tarif zusätzlich Gipsgeld: eine Leistung speziell für vollständige Knochenbrüche und komplette Bänderrisse. Ist im Rahmen der Behandlung ein Krankenhausaufenthalt notwendig, erhöht sich die Zahlung mit der Dauer des Aufenthalts.
Ist die Verletzung schon unmittelbar nach dem Unfall besonders schwer – etwa bei einer Kombination aus mehreren Knochenbrüchen –, zahlt die Bayerische je nach Tarif zusätzlich eine Sofortleistung. Wie hoch diese ausfällt, hängt vom gewählten Tarif ab. Genauere Informationen finden Sie auf der Produktseite zur privaten Unfallversicherung.
Die Leistungen der privaten Unfallversicherung
- Kapitalleistung aufgrund von Invalidität (Invaliditätsleistung)
- Unfallrente bei besonders schweren Beeinträchtigungen
- Krankenhaustagegeld
- Genesungsgeld
- Kostenübernahme für kosmetische Operationen
Je nach Anbieter und Tarif können weitere Leistungen enthalten sein:
- Kostenübernahme für Reha- und Kurmaßnahmen
- Assistance-Leistungen
Individueller Unfallschutz mit dem ExistenzBudget
Die Bayerische bietet mit dem ExistenzBudget einen besonders individuellen Schutz an: Es ist Ihr Sicherheitsbudget nach einer unfallbedingten dauerhaften Invalidität bis zu 10 Millionen Euro, aus dem die tatsächlich anfallenden Unfallfolgekosten gezahlt werden, soweit sie nicht bereits anderweitig gedeckt sind, zum Beispiel Umbaukosten für Kfz und Wohnung oder die Kosten für eine Haushaltshilfe.
Sollten Sie aufgrund des Unfalls nicht mehr arbeiten können, wird daraus auch Ihr tatsächlicher Verdienstausfall bis zu dem in Ihrer Police vereinbarten monatlichen Höchstbetrag gezahlt. Auch ein Schmerzensgeld wird aus diesem Budget geleistet.
Der Unterschied zur privaten Unfallversicherung: Sie leistet besonders bedarfsgerecht nach einem Unfall die kurzzeitigen und langfristigen finanziellen Folgen. Die klassische Unfallversicherung leistet fixe Beträge, die in dem Versicherungsvertrag festgehalten werden.