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Ablaufphase

Die Ablaufphase ist ein zentrales Konzept, besonders wenn es um fondsgebundene Rentenversicherungen geht. Für Versicherte hat dieser Begriff eine immense Bedeutung, da Fondspolicen durch Marktvolatilität geprägt sind und Kursschwankungen zu temporären Verlusten führen können.

In der flexiblen Ablaufphase können Versicherungsnehmer proaktiv auf Marktbewegungen reagieren. Dies bietet den Vorteil, dass sie die Leistungen aus ihrem Versicherungsvertrag entweder vor dem festgelegten Vertragsende in Anspruch nehmen oder diese hinauszögern können. Dies erlaubt den Versicherten, während der Ablaufphase strategisch zu entscheiden, wann die Rente anlaufen soll, um so potenziellen Kursverlusten entgegenzuwirken.

Je nach Vertragsgestaltung kann die Dauer der Ablaufphase bis zu einem Gesamtzeitraum von 10 Jahren reichen, was bedeutet, dass sie beispielsweise 5 Jahre vor und bis zu 5 Jahre nach dem eigentlichen Vertragsende verlängert werden kann. Ein solches Modell verschafft den Versicherungsnehmern Flexibilität und mehr Kontrolle über ihre finanzielle Zukunft.

Abrufoption

Für all jene, die den Wunsch hegen, früher in den Ruhestand zu treten als ursprünglich vorgesehen, bietet die private Renten- oder Kapital-Lebensversicherung eine Lösung. Dabei spielt die Abrufoption eine zentrale Rolle, die zusätzlich zum Hauptvertrag festgelegt wird.

Die Abrufoption tritt in der Regel 5 Jahre vor dem festgesetzten Vertragsende in Kraft. Innerhalb dieses Zeitfensters ermöglicht die Abrufoption den Versicherten, unter bestimmten Bedingungen vorab Zugriff auf ihre vereinbarten Versicherungsleistungen zu nehmen. Bei der Inanspruchnahme dieser Option werden das angesparte Deckungskapital und die im Laufe der Jahre erzielten Überschussbeteiligungen berücksichtigt. Wenn die resultierende Summe – selbst ohne die Schlussüberschussanteile – den garantierten Kapitalbetrag der versicherten Rente oder die Kapitalauszahlung zum ursprünglich festgesetzten Datum übersteigt, kann die Auszahlung vorzeitig beginnen, dank der Abrufoption.

Abschlusskosten

Qualitativ hochwertige Versicherungen zeichnen sich durch eine klare und nachvollziehbare Preisstruktur aus. Ein zentraler Bestandteil dieser Transparenz sind die Abschlusskosten. Hierbei handelt es sich um einmalige Beträge, die beim Zustandekommen eines Versicherungsvertrages entstehen. Zu den Abschlusskosten zählen die Vergütung für den Vermittler, die Gebühren im Zusammenhang mit der Überprüfung des Antrags und den damit verbundenen individuellen Risikobewertungen sowie die administrativen Aufwendungen für die Bearbeitung des Antrags und die Erstellung des Versicherungsscheins. In den Vertragsunterlagen werden diese Abschlusskosten oftmals gesondert aufgeführt. Ein synonymes Wort für Abschlusskosten ist "Erwerbskosten".

Allgemeine Versicherungsbedingungen (AVB)

Die Allgemeinen Versicherungsbedingungen (AVB) bilden das Fundament jedes Versicherungsvertrags und regeln das Verhältnis zwischen Versicherungsnehmer und Versicherungsgesellschaft. Innerhalb der Allgemeinen Versicherungsbedingungen (AVB) sind sämtliche vertraglichen Rechte und Pflichten beider Parteien – sowohl für den Kunden als auch für das Versicherungsunternehmen – festgelegt. Hierin definiert sind Aspekte wie der Geltungsbereich des Versicherungsschutzes, der genaue Umfang der versprochenen Leistungen, die Laufzeit und Dauer des abgeschlossenen Vertrags sowie Details zur Kündigung und zu den jeweiligen Rechten und Pflichten der Vertragspartner.

Altersvorsorge

Die steigende Lebenserwartung verlängert die Phase des Ruhestands und stellt damit auch neue Herausforderungen an die Altersvorsorge. Das System der gesetzlichen Rentenversicherung gerät dadurch zunehmend unter Druck, und die finanzielle Absicherung im Alter durch die gesetzliche Rente allein wird immer unsicherer. Wer sich ausschließlich auf diese staatliche Altersvorsorge verlässt, riskiert im Alter finanzielle Engpässe und muss Einschränkungen in Kauf nehmen. Um diese Versorgungslücke zu schließen, gibt es unterschiedliche Strategien der privaten und betrieblichen Altersvorsorge. Neben dem Erwerb von Eigentum wie Immobilien können betriebliche Altersvorsorgemodelle wie Direktversicherungen oder Pensions- und Unterstützungskassen in Betracht gezogen werden. Private Vorsorgelösungen, etwa in Form von Lebens- oder Rentenversicherungen, bieten ebenfalls Möglichkeiten, sich finanziell für das Alter abzusichern.

Alterungsrückstellung

 

Die Alterungsrückstellung ist ein essenzielles Finanzinstrument in der privaten Krankenversicherung, das dafür sorgt, dass die Beiträge im Alter stabil bleiben, obwohl das gesundheitliche Risiko mit steigendem Alter zunimmt. Um sicherzustellen, dass im höheren Lebensalter keine drastischen Beitragserhöhungen erforderlich werden, zahlt der Versicherte in der Anfangsphase des Vertrags tendenziell höhere Beiträge als für die aktuelle Risikoabdeckung nötig. Diese zusätzlichen Beitragsteile werden verzinslich angelegt, um eine finanzielle Reserve für später aufzubauen, die als Alterungsrückstellung bezeichnet wird.

Angehörigenklausel

Für passionierte Jäger ist es entscheidend, nicht nur für Schäden gegenüber Dritten, sondern auch für sogenannte Eigenschäden abgesichert zu sein. Speziell geht es hier um die Angehörigenklausel in der Jagdhaftpflichtversicherung, die solche Schäden abdeckt, die der Versicherte seinen eigenen Angehörigen zufügt. Ein typisches Beispiel wäre der Fall, dass sich beim Säubern der Jagdwaffe ein Schuss löst und ein Familienmitglied verletzt wird. Nur wenn eine Angehörigenklausel in der Jagdhaftpflichtversicherung integriert ist, sind solche Schäden auch abgedeckt. Es ist daher ratsam, beim Abschluss einer Jagdhaftpflichtversicherung auf das Vorhandensein dieser speziellen Klausel zu achten.

Anlagestock

Wenn es um langfristige finanzielle Sicherheit für das Alter geht, stehen fondsgebundene Lebens- und Rentenversicherungen hoch im Kurs. Diese Versicherungsprodukte sind nicht nur gesetzlich streng geregelt, sondern bieten auch eine zusätzliche Sicherheitsebene durch den sogenannten Anlagestock. In diesem speziellen Bereich des Sicherungsvermögens werden die Anteile aus den jeweiligen Fonds des Einzelvertrags gesondert verwaltet. Der Anlagestock dient so als zusätzliche Absicherung, um das Anlagerisiko zu minimieren.

Sobald die Phase der Rentenzahlung beginnt, werden die hoch abgesicherten Fondsanteile aus dem Anlagestock wieder in das allgemeine Sicherungsvermögen überführt. Dies gewährleistet, dass die Versicherung zuverlässig die vereinbarten Rentenleistungen erbringen kann. So sorgt der Anlagestock für ein Extra-Maß an finanzieller Stabilität, wenn es darum geht, sorglos in den Ruhestand zu gehen.

Anzeigepflicht

Die Anzeigepflicht spielt eine entscheidende Rolle, wenn es um die Berechnung von Versicherungsprämien geht. Diese Pflicht betrifft vor allem den Abschluss oder die Änderung von Versicherungen wie Kranken-, Lebens- und Berufsunfähigkeitsversicherungen. Die Versicherer benötigen genaue Angaben zum Gesundheitszustand des Antragstellers sowie zu weiteren risikorelevanten Faktoren wie Rauchgewohnheiten oder die Ausübung von Extremsportarten.

Verletzt ein Versicherungsnehmer die Anzeigepflicht, also die Pflicht zur vollständigen und wahrheitsgemäßen Angabe aller relevanten Informationen, hat das Versicherungsunternehmen verschiedene Handlungsoptionen. Diese reichen vom Vertragsrücktritt über Kündigung bis hin zur Prämienerhöhung. Im schlimmsten Fall kann die Versicherung Leistungen verweigern. Ein typisches Beispiel: Wer eine Vorerkrankung im Zuge der Anzeigepflicht verschweigt und später berufsunfähig wird, hat keinen Anspruch auf eine BU-Rente vom Versicherer.

Daher ist es entscheidend, die Anzeigepflicht ernst zu nehmen, um späteren Komplikationen vorzubeugen und die Versicherungsleistungen sicherzustellen.

Assistance-Leistungen

Neben der üblichen finanziellen Entschädigung für Schäden oder der Übernahme von Kosten für Dienstleistungen wie Zahnarztbesuche oder Rechtsanwaltshonorare bietet die Bayerische ihren Kunden noch mehr: Assistance-Leistungen im Schadenfall. Diese umfassen beispielsweise die Koordination von Handwerkern sowie die Schadenaufnahme und Abwicklung der Reparaturen bei Autounfällen.

Diese Assistance-Leistungen sind in vielen Tarifen bereits inkludiert oder können als zusätzliche Option zu einem attraktiven Preis hinzugefügt werden. Sie bieten schnelle und effiziente Unterstützung in persönlichen Notlagen – und das oft 24/7 und weltweit. Mit diesen Assistance-Leistungen sind Sie also nicht nur finanziell, sondern auch praktisch bestens abgesichert.

Aufsichtspflicht durch die Eltern

Die Aufsichtspflicht durch die Eltern umfasst die Verantwortung für das Wohl und das Vermögen des Kindes bis es volljährig ist. Eltern, die ihre Aufsichtspflicht verletzen, können sowohl zivil- als auch strafrechtlich zur Rechenschaft gezogen werden, falls durch ihr Versäumnis Dritte zu Schaden kommen.

Es ist jedoch wichtig zu wissen, dass Kinder unter sieben Jahren gesetzlich als deliktunfähig gelten. Im Straßenverkehr verlängert sich diese Regelung sogar bis zum Alter von zehn Jahren. In solchen Fällen haften auch die Eltern nicht für entstandene Schäden. Daher empfiehlt es sich, die Privathaftpflichtversicherung so zu gestalten, dass auch Fälle von Deliktunfähigkeit abgedeckt sind, um möglichen Ärger zu vermeiden.

Bei älteren Kindern trifft die Eltern eine Haftung, wenn sie ihrer Aufsichtspflicht nicht gerecht werden und Schäden entstehen, die vorhersehbar waren. Die Frage, ob die Aufsichtspflicht durch die Eltern verletzt wurde, hängt oft davon ab, ob es wahrscheinlich war oder sogar bekannt, dass das Kind einen Schaden verursachen könnte.

Daher ist es für Eltern entscheidend, ihre Aufsichtspflicht ernst zu nehmen, um rechtliche Konsequenzen und mögliche Haftungsansprüche zu vermeiden.

Autoschutzbrief

Ein Unfall mit dem Auto im Ausland kann sehr stressig und komplex sein. Ein Autoschutzbrief kann hier Abhilfe schaffen und bietet schnelle und effiziente Unterstützung. Über einen Autoschutzbrief stehen Ihnen Service-Mitarbeiter zur Verfügung, die eine Reihe von Assistance-Leistungen koordinieren. Dazu gehören nicht nur Pannenhilfe, sondern auch Krankenrücktransport, Übernachtungen in Hotels oder die Anmietung eines Ersatzfahrzeugs.

Oftmals lässt sich der Autoschutzbrief als Zusatzoption in der Kfz-Versicherung zu einem attraktiven Preis hinzubuchen. Damit sichern Sie sich einen umfassenden Service, der in Notfallsituationen im In- und Ausland wertvoll sein kann. Mit dem Autoschutzbrief sind Sie also bestens vorbereitet, falls es auf der Straße einmal nicht wie geplant läuft.

B

Bagatellschaden (auch: Bagatellunfall)

Um den Versicherten im Schadenfall bürokratische Hürden zu ersparen, setzen Versicherungsunternehmen auf schnelle und unkomplizierte Abwicklung von geringfügigen Schäden. Im Kontext der Kfz-Versicherung spricht man hier oft von Bagatellschäden, wie etwa kleinen Blechschäden am Auto.

Falls bei dem Unfall niemand verletzt wurde, die beteiligten Fahrzeuge fahrtüchtig bleiben und die Schuldfrage unstrittig ist, ist keine ausführliche polizeiliche Unfallaufnahme erforderlich. Trotzdem ist es notwendig, alle relevanten Informationen für die Schadenregulierung bereitzustellen. Dazu gehören das amtliche Kennzeichen des Unfallgegners, die Namen und Adressen der Beteiligten sowie die Kontaktdaten der jeweiligen Versicherungsunternehmen. Zudem sollte klar sein, wann und wo der Unfall stattgefunden hat. Fotos der Fahrzeugschäden und eine kurze Unfallskizze sind ebenfalls hilfreich und machen die Regulierung des Bagatellschadens zumeist zu einer einfachen Angelegenheit.

Bauherren-Haftpflichtversicherung

Auf Baustellen herrscht oftmals ein hektisches und gefährliches Umfeld. In solchen Szenarien ist die Bauherren-Haftpflichtversicherung ein unverzichtbarer Schutz, der vom ersten Spatenstich bis zur Abnahme des Bauvorhabens vor möglichen Haftungsansprüchen schützt. Als Bauherr sind Sie für jegliche Schäden verantwortlich, die Dritte im Zuge der Baumaßnahmen erleiden könnten. Dabei spielt es keine Rolle, ob ein Generalunternehmer die Bauarbeiten leitet oder ein Architekt das Projekt geplant hat. Die Pflicht, die Baustelle sicher zu gestalten und alle daraus resultierenden Gefahren zu minimieren, liegt immer bei Ihnen als Bauherr. Daher ist eine Bauherren-Haftpflichtversicherung unerlässlich, um finanzielle Risiken abzudecken.

Beitrag

Um den im Versicherungsvertrag festgelegten Schutz zu aktivieren, sind regelmäßige Zahlungen, auch als Beitrag bezeichnet, notwendig. Der Beitrag, oft auch als "Versicherungsbeitrag" oder "Prämie" im Vertrag erwähnt, fungiert als der "Kaufpreis" für die Versicherungsleistungen, die Sie erhalten. Diese Beiträge können in verschiedenen Intervallen wie monatlich, vierteljährlich, halbjährlich oder jährlich fällig werden.

Beitragsanpassung

Genau wie die Preise für Lebensmittel und andere Konsumgüter schwanken, variieren auch die Kosten für Versicherungen. Besonders in der privaten Krankenversicherung können sich die Ausgaben stark ändern, oft durch externe Faktoren wie medizinische Fortschritte. Wenn beispielsweise neue, teurere Behandlungsmethoden verfügbar werden, müssen die Versicherungen mehr ausgeben. Diese veränderten Bedingungen führen zu einer Beitragsanpassung. In diesem Fall werden die Beiträge für alle Versicherten im gleichen Tarif neu kalkuliert und angepasst.

Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass solche Beitragsanpassungen nicht für alle Versicherungsarten zulässig sind. Bei Kapital-Lebensversicherungen und Leibrenten sind sie laut Versicherungsvertragsgesetz nicht möglich.

Beitragserhaltungsgarantie

Die Beitragserhaltungsgarantie spielt eine zentrale Rolle, wenn es um staatlich geförderte Altersvorsorgemodelle wie die Riester-Rente geht. Durch diese Garantie stellt der Staat sicher, dass alle von Ihnen geleisteten Beiträge sowie die zusätzlichen staatlichen Förderungen zum Zeitpunkt der Auszahlung in voller Höhe zur Verfügung stehen. Die Beitragserhaltungsgarantie ist somit ein wichtiger Baustein, der dafür sorgt, dass Ihr investiertes Kapital in der Altersvorsorge geschützt ist.

Natürlich besteht bei einem gut gestalteten Altersvorsorgevertrag auch die Möglichkeit, zusätzliche Erträge zu erzielen. Diese kommen dann zur garantierten Summe hinzu und erhöhen Ihre Auszahlung im Alter. Die Beitragserhaltungsgarantie bietet also nicht nur Sicherheit, sondern auch die Chance auf Mehrwert, weshalb sie ein entscheidender Faktor bei der Wahl der richtigen Altersvorsorge sein sollte.

Beitragsfreistellung in der Lebensversicherung

Es kann passieren, dass das Leben unerwartete Wendungen nimmt und man plötzlich finanziell eingeschränkt ist. In solchen Situationen kann die Beitragsfreistellung in der Lebensversicherung eine hilfreiche Option sein. Anstatt die Police zu kündigen und den gesamten Versicherungsschutz zu verlieren, bietet die Beitragsfreistellung eine Lösung. Sie ermöglicht es dem Versicherten, ab einem bestimmten Zeitpunkt keine Beiträge mehr zu zahlen, während der Todesfallschutz für die Familie und ein gewisser Grad der Altersvorsorge bestehen bleiben.

Diese Variante der Beitragsfreistellung bewahrt den bis dahin aufgebauten Versicherungsschutz und die Kapitalzuwächse, die insbesondere zum Ende der Laufzeit wesentlich sind. Allerdings reduziert sich die ursprünglich vereinbarte Versicherungssumme. Bedenken Sie, dass die Beitragsfreistellung in der Regel nur in Anspruch genommen werden kann, wenn bereits eine Mindestsumme in die Lebensversicherung eingezahlt wurde. Und glücklicherweise sind die meisten finanziellen Engpässe temporär. Sobald sich Ihre Situation verbessert, können Sie den Vertrag in der Regel innerhalb bestimmter Fristen wieder aufnehmen und die Beitragszahlungen fortsetzen.

Beitragszahler

Im Kontext von Versicherungen ist der Beitragszahler in der Regel identisch mit dem Versicherungsnehmer, also der Person, die den Versicherungsvertrag unterzeichnet hat. Allerdings muss der Beitragszahler nicht zwingend der Empfänger der Versicherungsleistungen sein. Diese können auch einer als "versicherte Person" oder "Bezugsberechtigter" bezeichneten dritten Person zukommen. Es besteht also eine gewisse Flexibilität, wer die Versicherungsleistungen erhält, während der Beitragszahler für die finanzielle Abwicklung verantwortlich ist.

Anders sieht es jedoch aus, wenn staatliche Regelungen involviert sind. Bei steuerlich geförderten Altersvorsorgeprodukten wie der Riester-Rente ist es streng geregelt, dass der Beitragszahler und der Leistungsempfänger identisch sein müssen. In solchen Fällen ist eine Übernahme der Beitragszahlungen durch Dritte grundsätzlich nicht möglich. Wer also in diesem Fall die Beiträge entrichtet, ist auch der einzige, der die Vorteile der Riester-Rente nutzen kann.

Beitragszahlungsdauer

Die Beitragszahlungsdauer ist ein zentraler Aspekt im Versicherungswesen und bezieht sich auf den Zeitraum, in dem der Versicherungsnehmer verpflichtet ist, regelmäßige Beiträge für den vereinbarten Versicherungsschutz zu entrichten. Diese Phase beginnt mit dem Start des Vertrags und endet entweder beim Ablauf des Vertrags, wie es beispielsweise in der Berufsunfähigkeitsversicherung bei Erreichen eines festgelegten Alters der Fall ist, oder wenn der Versicherungsfall eintritt.

Es gibt auch Versicherungsmodelle mit einmaliger Prämienzahlung, wie etwa bei Reiseversicherungen. In solchen Fällen zahlt der Kunde eine Einmalprämie, und der Schutz gilt für den vertraglich festgelegten Zeitraum.

Interessant ist, dass der Versicherungsschutz in einigen Fällen sogar nach dem Ende der Beitragszahlungsdauer weiterbestehen kann. Das ist etwa der Fall, wenn der Versicherungsnehmer berufsunfähig wird und die Versicherung die vereinbarte Rente auszahlt.

Zusätzlich bieten einige Versicherungsanbieter flexible Modelle an, bei denen die Beitragszahlungsdauer kürzer als die tatsächliche Vertragslaufzeit ist. Das ermöglicht dem Versicherten, je nach Lebenssituation und Bedarf, individuellere Vereinbarungen zu treffen.

Beleihung

Die Beleihung von Kapital-Lebensversicherungen oder Rentenversicherungspolicen ist eine attraktive Option, um an zusätzliche Finanzmittel zu kommen. Wenn Sie bereits über einen längeren Zeitraum in eine solche Police eingezahlt haben, ermöglicht die Beleihung die Aufnahme eines Kredits zu vergleichsweise günstigen Zinsen. In der Regel können Sie bis zu 90 Prozent des sogenannten Rückkaufswertes als Kredit erhalten.

Der Rückkaufswert Ihrer Versicherung, den Sie für die Beleihung nutzen können, ist in den jährlichen Standmitteilungen zum Versicherungsvertrag aufgeführt. Durch die Beleihung haben Sie die Möglichkeit, finanzielle Engpässe zu überbrücken, ohne die Vorteile und den Schutz Ihrer bestehenden Versicherung zu verlieren.

Berufsgruppen

Die Einstufung in verschiedene Berufsgruppen spielt eine wesentliche Rolle, wenn es um die Berechnung von Versicherungsbeiträgen für Unfall- oder Berufsunfähigkeitsversicherungen geht. Das liegt daran, dass das Risiko für Unfälle oder Erkrankungen je nach Beruf stark variiert. Während Büroangestellte in der Regel ein geringeres Risiko haben, sind zum Beispiel Bauarbeiter deutlich gefährdeter.

Um eine standardisierte Berechnungsgrundlage zu schaffen, haben Versicherungsgesellschaften rund 4.000 Berufe in fünf verschiedene Berufsgruppen kategorisiert. Die Einteilung reicht von Gruppe 1, die Berufe mit dem niedrigsten Risiko für Unfälle oder berufsbedingte Erkrankungen umfasst, bis hin zu Gruppe 5, in der Berufe mit dem höchsten Risiko zu finden sind. Diese Klassifizierung erleichtert nicht nur die Zuordnung der Berufe, sondern sorgt auch dafür, dass die Beiträge für den Versicherungsschutz fair und risikogerecht kalkuliert werden können.

Berufshaftpflichtversicherung

Die Berufshaftpflichtversicherung ist für bestimmte Berufsgruppen wie Ärzte, Hebammen, Rechtsanwälte, Architekten oder Handwerker nahezu unverzichtbar. In diesen Berufen können selbst kleine Fehler zu erheblichen Konsequenzen führen, sei es gesundheitlicher oder finanzieller Natur. Während Mediziner sich dem Risiko von lebensverändernden gesundheitlichen Folgeschäden ausgesetzt sehen, könnten Fehler von Architekten oder Handwerkern beträchtliche finanzielle Schäden nach sich ziehen.

Diese spezialisierte Versicherungsform bietet daher einen auf die jeweilige Berufsgruppe zugeschnittenen Schutz, der die individuellen Risiken abdeckt. Sie stellt sicher, dass die finanziellen Folgen von beruflichen Fehlern oder Unfällen abgemildert werden können, und ermöglicht den Versicherten, ihre Tätigkeit mit größerer Sicherheit auszuüben.

Berufsunfähigkeit in der Lebensversicherung

Wenn es um die finanzielle Absicherung der Familie geht, reicht eine reine Lebensversicherung oft nicht aus. Ein unterschätztes Risiko stellt die Berufsunfähigkeit dar. Statistiken zufolge muss etwa jeder vierte Erwerbstätige vor dem offiziellen Renteneintritt das Berufsleben aufgrund schwerer Krankheiten, Unfälle oder nachlassender körperlicher oder geistiger Fähigkeiten beenden. In solchen Fällen kann eine Lebensversicherung, die eine Berufsunfähigkeitsversicherung einschließt, für die nötige finanzielle Stabilität sorgen. Sie bietet nicht nur Schutz im Todesfall, sondern auch bei Berufsunfähigkeit des Hauptverdieners. Damit bleibt die finanzielle Grundlage der Familie in beiden kritischen Lebenssituationen erhalten.

Besteuerung von Renten aus Lebensversicherungen

Die Besteuerung von Renten aus Lebensversicherungen ist ein wichtiger Aspekt, den Versicherte im Blick haben sollten, insbesondere wenn sie sich für eine monatliche Rentenzahlung anstelle einer Einmalzahlung entscheiden. In diesem Fall gilt eine besondere steuerliche Regelung, die auf einem pauschalierten Ertragsanteil basiert. Dieser Ertragsanteil, der Ihrem persönlichen Steuersatz unterliegt, macht nur einen kleinen Teil der monatlichen Rentenzahlung aus.

Der prozentuale Ertragsanteil, der besteuert wird, hängt vom Alter des Versicherten ab, wenn die Rentenzahlungen beginnen. Konkret bedeutet das: Je jünger Sie bei Beginn der Rentenauszahlung sind, desto höher fällt die steuerliche Belastung aus. Es ist daher ratsam, diesen Faktor bei der langfristigen Planung Ihrer Altersvorsorge durch Lebensversicherungen zu berücksichtigen.

Betriebliche Altersversorgung

Die Betriebliche Altersversorgung, auch als Betriebsrente bekannt, ist mehr als nur ein Zusatz zum regulären Gehalt, den engagierte Arbeitgeber ihren Mitarbeitern bieten. Sie stellt eine wichtige Komponente im Schutz vor Altersarmut dar und geht weit über die staatliche Rente hinaus. Dabei handelt es sich um finanzielle Zuwendungen, die der Arbeitgeber zur langfristigen Absicherung seiner Mitarbeiter beiträgt. Diese Leistungen greifen nicht nur im Alter, sondern können auch im Falle von Invalidität, Erwerbs- oder Berufsunfähigkeit sowie im vorzeitigen Todesfall den Hinterbliebenen eine finanzielle Sicherheit bieten.

Oftmals sind diese Betriebsrenten mit einer speziellen Versicherung verknüpft, die für die gesamte Belegschaft abgeschlossen wird. Das macht sie in der Regel kosteneffizienter und finanziell attraktiver als individuelle Versicherungsverträge. So bietet die Betriebliche Altersversorgung einen Mehrwert sowohl für Arbeitnehmer als auch für Arbeitgeber.

Bewertungsreserven

In der Lebensversicherungsbranche spielen Bewertungsreserven eine wichtige Rolle, besonders wenn es darum geht, die Finanzstabilität über die lange Laufzeit eines Vertrags zu gewährleisten. Versicherungsgesellschaften müssen das Kapital ihrer Versicherten sorgfältig investieren, um später die versprochenen Renten oder Kapitalleistungen zuverlässig auszahlen zu können. Während einige Auszahlungskomponenten fest garantiert sind, können andere, die in Kapitalmärkten investiert sind, variieren.

Bewertungsreserven sind in diesem Zusammenhang von besonderer Bedeutung. Sie stellen die Differenz zwischen dem aktuellen Marktwert der Kapitalanlagen und dem Preis dar, zu dem sie ursprünglich erworben wurden. Bei Beginn der Rentenphase oder bei Vertragsende analysiert die Versicherung die Höhe der vorhandenen Bewertungsreserven. Ein Teil davon wird dann im Rahmen der individuellen Überschussbeteiligung an den Versicherten ausgeschüttet. Das fungiert gewissermaßen als finanzielles "Extra", zusätzlich zu den garantierten Leistungen der Versicherungspolice.

Bezugsberechtigter

In der Welt der Versicherungen ist der Begriff Bezugsberechtigter von großer Bedeutung, insbesondere wenn es um Lebensversicherungen geht. Der Versicherungsnehmer, also die Person, die den Vertrag abschließt, muss nicht zwangsläufig diejenige sein, die die Versicherungsleistung erhält. Stattdessen kann der Versicherungsnehmer eine andere Person als Bezugsberechtigten einsetzen, die im Versicherungsfall die Leistungen erhalten soll.

Es ist wichtig zu beachten, dass steuerlich geförderte Versicherungsverträge bestimmte Voraussetzungen hinsichtlich des Bezugsberechtigten erfüllen müssen. In diesen Fällen schreibt der Staat vor, dass nur nahestehende Personen als Bezugsberechtigte in Frage kommen. Das bedeutet, dass Sie nicht einfach irgendjemanden als Bezugsberechtigten eintragen können, wenn der Vertrag steuerliche Vorteile bieten soll.

Bezugsrecht

Wenn es darum geht, Angehörige im Falle des eigenen Ablebens finanziell abzusichern, ist die Wahl einer Risiko- oder Kapital-Lebensversicherung oft die beste Option. Im Mittelpunkt steht hier das Bezugsrecht, das dem Versicherungsnehmer ermöglicht, eine Person seiner Wahl als Empfänger der Versicherungsleistung im Todesfall zu bestimmen. Interessanterweise kann das Bezugsrecht auch so gestaltet sein, dass der Versicherungsnehmer selbst der Bezugsberechtigte ist. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn er das Ende der Laufzeit seiner Kapital-Lebensversicherung erlebt und die Auszahlung selbst in Anspruch nehmen möchte.

Das Bezugsrecht ist flexibel und kann vom Versicherungsnehmer jederzeit geändert werden. Besonders relevant wird dies bei Lebensereignissen wie einer Scheidung und anschließender Wiederheirat, bei denen der Versicherungsnehmer möglicherweise das Bezugsrecht anpassen möchte. Solche Änderungen können beliebig oft vorgenommen werden.

Es ist wichtig zu betonen, dass der Bezugsberechtigte nicht der Inhaber der Versicherungspolice ist. Alle Rechte und Pflichten aus dem Versicherungsvertrag verbleiben beim Versicherungsnehmer. Das gibt ihm die Flexibilität, die Versicherungsansprüche beispielsweise an eine Bank zu verpfänden oder alle Rechte aus dem Vertrag an einen Dritten abzutreten.

Bonussystem in der Lebensversicherung

Ein Bonussystem in der Lebensversicherung fungiert ähnlich wie Bonuszahlungen in wirtschaftlich erfolgreichen Unternehmen: Es bietet Versicherten die Möglichkeit, von den Überschüssen der Versicherungsgesellschaft zu profitieren. In der Lebens- und Rentenversicherung ist der Bonus ein integraler Bestandteil des Vertrags. Seine Höhe wird jährlich anhand des wirtschaftlichen Erfolgs der Versicherungsgesellschaft festgelegt und kann daher variieren.

Das Bonussystem trägt dazu bei, die Versicherungsleistungen zu erhöhen, indem ein Teil des generierten Überschusses an den Versicherten weitergegeben wird. Diese Bonuszahlungen erhöhen somit automatisch den Versicherungsschutz. Sollte der Versicherte eine Leistung in Anspruch nehmen, wird der Bonus zusätzlich zur ursprünglich vereinbarten Leistung ausgezahlt. Auch beim Rückkauf der Versicherung haben angesammelte Boni einen Einfluss auf den auszuzahlenden Betrag.

Ein wichtiger Aspekt des Bonussystems in der Lebensversicherung ist die sogenannte "Zinseszinswirkung" der Bonuszahlungen. Da jeder Bonus die Gesamtleistung der Versicherung erhöht, fließt dieser Anteil in die Berechnung künftiger Boni ein, was den jährlichen Überschussanteil steigern kann.

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Dauerzulagenantrag

Die Riester-Rente ist ein echter Gewinn - insbesondere für Familien mit Kindern. Denn dank großzügiger staatlicher Förderungen erhalten sie über Jahrzehnte hinweg einen kostenlosen Rendite-Turbo.

Es gibt jedoch eine wichtige Voraussetzung: Um in den Genuss der Riester-Zulagen zu kommen, müssen Interessierte den Antrag auf staatliche Förderung stellen. Hierbei unterstützen seriöse Versicherungsunternehmen ihre Kunden mit einem praktischen Dauerzulagenantrag. Dieser ermöglicht es, die Förderung nicht jedes Jahr erneut beantragen zu müssen, sondern automatisch für die gesamte Ansparphase zu erhalten. Lediglich bei Änderungen der persönlichen Verhältnisse, die Auswirkungen auf die Zulagen haben könnten, ist eine entsprechende Meldung erforderlich. Das könnte beispielsweise die Geburt eines weiteren Kindes oder eine Gehaltserhöhung sein.

Definition Berufsunfähigkeitsversicherung

Die Berufsunfähigkeitsversicherung stellt eine essenzielle Absicherung für Erwerbstätige dar. Vor allem zu Beginn der beruflichen Laufbahn sind die staatlichen Absicherungen bei einer Berufsunfähigkeit infolge von Gesundheitsproblemen oftmals unzureichend. Und selbst mit fortschreitender Berufserfahrung bleibt das finanzielle Risiko hoch, sollte man den Beruf nicht mehr ausüben können.

Eine private Berufsunfähigkeitsversicherung bietet in diesem Fall eine finanzielle Auffanglösung. Sie gewährt dem Versicherten eine monatliche Rente, falls eine Berufsunfähigkeit von mindestens 50 Prozent ärztlich attestiert wird. Bei einer anhaltenden Berufsunfähigkeit von mindestens sechs Monaten wird die Rente oft sogar rückwirkend ausgezahlt, abhängig vom jeweiligen Tarif.

Zusätzlicher Hinweis: Die Einordnung in die Pflegestufe 1 kann bei vielen Verträgen bereits als Berufsunfähigkeit angesehen werden, wobei die genauen Konditionen vertragsabhängig sind.

Definition Lebensversicherung

Eine Lebensversicherung ist für viele Menschen eine entscheidende finanzielle Absicherung, um sich und ihre Familien für die Zukunft zu wappnen. Egal, ob es darum geht, im Alter finanziell abgesichert zu sein oder die Familie nach dem eigenen Ableben nicht in finanzielle Not zu stürzen, die Lebensversicherung bietet verschiedene Lösungen.

Unter dem Begriff Lebensversicherung (oft abgekürzt als LV) verbirgt sich eine Vielzahl von Versicherungsvarianten. Diese sind dazu da, um die "biometrischen Risiken", wie Tod, Krankheit oder Berufsunfähigkeit, zu decken. Auch das Langlebigkeits-Risiko, also das Risiko eines besonders langen Lebens, wird abgesichert. Dabei gibt es verschiedene Modelle der Lebensversicherung:

  • Kapitallebensversicherung: Hierbei handelt es sich um eine Kombination aus Sparvertrag und Todesfallschutz. Man zahlt Beiträge und spart zugleich fürs Alter, während im Todesfall eine vorher festgelegte Summe an die Hinterbliebenen ausgezahlt wird.

  • Risikolebensversicherung: Im Vordergrund steht hier der Todesfallschutz ohne Sparanteil. Sie ist günstiger in der Prämie, da keine Altersvorsorge angespart wird.

  • Berufsunfähigkeitsversicherung: Diese Lebensversicherung garantiert eine monatliche Rente, falls man seinen Beruf aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausüben kann.

  • Riester- oder Basisrente: Das sind staatlich geförderte Lebensversicherungen, die insbesondere für Familien mit Kindern durch staatliche Zulagen attraktiv sein können.

  • Private Rentenversicherung: Auch wenn sie keine staatliche Förderung genießen, können sie durch flexiblere Anlagemöglichkeiten attraktiv sein.

  • Betriebliche Altersversorgung: Hierbei handelt es sich um Gruppenverträge, die Unternehmen für ihre Mitarbeiter abschließen.

Der große Pluspunkt bei der Entscheidung für eine Lebensversicherung ist die Möglichkeit, bereits in jungen Jahren erhebliche Risiken abzudecken – und das kurz nach dem Vertragsabschluss. Das ist mit herkömmlichem Sparen nicht möglich.

 

Definition Risikolebensversicherung

Die Risikolebensversicherung stellt eine zentrale Absicherung dar, um die finanziellen Folgen eines plötzlichen Todes abzufedern. Während der Verlust eines geliebten Menschen bereits schmerzhaft genug ist, kann der Wegfall des Hauptverdieners für Angehörige eine zusätzliche finanzielle Belastung darstellen. Insbesondere junge Familien könnten ohne diese Absicherung vor erheblichen finanziellen Schwierigkeiten stehen. Mit der Risikolebensversicherung leisten Versicherte regelmäßige Beitragszahlungen, um im Todesfall eine festgelegte Summe an die Hinterbliebenen auszahlen zu lassen. Ein Vorteil dieser Auszahlung ist, dass sie nicht der Einkommensteuer unterliegt.

Beim Abschluss einer Risikolebensversicherung bestimmt der Kunde die gewünschte Todesfallsumme und die Laufzeit des Vertrages. Endet der Vertrag und der Versicherte lebt noch, verfällt die Versicherung. In solchen Fällen haben viele Menschen bis dahin andere finanzielle Sicherheiten aufgebaut, etwa durch Renten, Geldanlagen oder Immobilien.

Es gibt auch Modelle, bei denen Personen das Risiko des Todes absichern und gleichzeitig Geld ansparen. Diese Verträge, bei denen zusätzlich zu der Todesfallabsicherung ein Sparanteil integriert ist, werden als Kapital-Lebensversicherung bezeichnet.

Definition Versicherungsbedingungen

Das ist die Kurzbezeichnung für die Allgemeinen Versicherungsbedingungen (AVB)

Direktgutschrift

Erfolgreiche Lebensversicherungsunternehmen erzielen Jahr für Jahr mit intelligenten und risikoarmen Anlagen hohe Überschüsse. Diese sollen auch nach Jahrzehnten eine sichere Versorgung gewährleisten, unabhängig von Kosten, Wirtschaftslage oder Zinsentwicklungen. Aus diesem Grund werden die meisten Überschüsse in die Rückstellung für Beitragsrückerstattung eingezahlt. Während der Auszahlungsphase erhalten die Kunden ihre individuellen Überschussanteile daraus.

Zusätzlich können Teile der Überschüsse direkt den Versicherungsnehmern gutgeschrieben werden - dies nennt man Direktgutschriften. Die Versicherungsunternehmen informieren ihre Kunden über die Höhe dieser Gutschriften in den jährlichen Standmitteilungen.

Doppelversicherung

Doppelten Schutz zu haben, kann in einigen Fällen sinnvoll sein, aber es ist wichtig, bei Versicherungen aufmerksam zu sein. Eine Doppelversicherung, bei der ein Risiko durch zwei verschiedene Policen abgedeckt wird, kann zu Problemen führen. Es ist ratsam zu wissen, ob eine Doppelversicherung besteht, um unnötige Kosten zu vermeiden.

Ein Beispiel für eine Doppelversicherung ist, wenn frisch Verheiratete jeweils ihre eigene Hausratversicherung behalten. Im Schadensfall erhalten Versicherungsnehmer nur eine Entschädigung aus einem der Verträge, auch wenn es manchmal betrügerische Versuche gibt, mehrfache Schäden geltend zu machen.

Es ist jedoch wichtig zu betonen, dass eine doppelte Versicherung nicht immer von Vorteil ist. In den meisten Fällen kann es zu unnötigen Kosten und Komplikationen führen. Deshalb ist es ratsam, bestehende Versicherungsverträge zu überprüfen und sicherzustellen, dass keine Doppelversicherung besteht.

Um mögliche Probleme zu vermeiden, ist es empfehlenswert, einen kompetenten Versicherungsberater hinzuzuziehen. Durch regelmäßige Überprüfungen aller Versicherungsverträge können potenzielle Risiken minimiert und Einsparungen erzielt werden.

Dynamik

Die Dynamik ist ein wichtiges Instrument, um mit der Preisentwicklung Schritt zu halten und finanziell abgesichert zu bleiben. Insbesondere in der Lebensversicherung und Unfallversicherung kann die dynamische Anpassung von Beiträgen und Versicherungssumme sinnvoll sein.

Bei der Lebensversicherung besteht die Möglichkeit, vertraglich festzulegen, dass die Beiträge regelmäßig an die allgemeine Preisentwicklung angepasst werden. Dabei dient in der Regel die Steigerung des Höchstbeitrags in der gesetzlichen Rentenversicherung als Maßstab, wobei mindestens eine jährliche Erhöhung von fünf Prozent erfolgt.

Auch in der Unfallversicherung kann die Dynamik genutzt werden, um Beiträge und Versicherungssumme entsprechend anzupassen. Allerdings werden bestimmte Leistungen, wie beispielsweise Bergungskosten und kosmetische Operationen, nicht dynamisch verändert.

Die dynamische Anpassung sorgt dafür, dass der Versicherungsschutz den steigenden Anforderungen gerecht wird und dass die Versicherungsleistungen auch in Zukunft ausreichend sind. Es ist jedoch wichtig, die Vertragsbedingungen genau zu prüfen und zu verstehen, welche Leistungen dynamisch angepasst werden und welche nicht.

E

Erhöhungsoption

Eine Erhöhungsoption ist eine äußerst nützliche Klausel in Versicherungsverträgen. Mit dieser Option, die bereits bei Vertragsabschluss vereinbart wird, haben Sie die Möglichkeit, Ihren Versicherungsschutz zu erhöhen, ohne erneut den gesamten Abschlussprozess durchlaufen zu müssen. Dies bietet Ihnen große Vorteile in bestimmten Lebenssituationen.

Wenn Sie beispielsweise heiraten, Kinder bekommen oder sich selbstständig machen, können Sie mit der Erhöhungsoption Ihren Versicherungsschutz sogar maximal verdoppeln, ohne sich erneut einer Gesundheitsprüfung unterziehen zu müssen. Dies ermöglicht Ihnen, Ihren Versicherungsschutz an Ihre aktuellen Bedürfnisse anzupassen, ohne zusätzliche Kosten oder den Aufwand eines neuen Antragsverfahrens.

Die Nutzung der Erhöhungsoption kann im Laufe der Vertragslaufzeit zu erheblichen Einsparungen führen, oft im Bereich von mehreren tausend Euro an Beiträgen. Es ist daher ratsam, bereits bei Vertragsabschluss auf eine solche Option zu achten, um flexibel auf zukünftige Veränderungen reagieren zu können und gleichzeitig finanziell optimal abgesichert zu sein.

Eine Erhöhungsoption bietet Ihnen die Möglichkeit, Ihren Versicherungsschutz individuell anzupassen, ohne dabei zusätzliche Hürden überwinden zu müssen. Informieren Sie sich daher bei Ihrer Versicherung über die Verfügbarkeit und Bedingungen einer solchen Option, um von den Vorteilen und Einsparungen profitieren zu können.

Erlebensfallsumme

Eine Lebensversicherung dient dazu, die Angehörigen im Falle des Ablebens des Versicherten abzusichern. Doch auch für die Versicherten selbst kann die Erlebensfallsumme von großer Bedeutung sein, wenn sie den Ablauf der Versicherungsdauer noch erleben. Bei einer Erlebensfallversicherung wird dem Versicherungsnehmer nämlich zum vereinbarten Zeitpunkt, dem sogenannten Endalter, die Erlebensfallsumme von der Versicherung ausgezahlt.

Erweiterte Deckung

Die erweiterte Deckung einer Versicherung bietet einen umfassenderen Schutz als eine herkömmliche Feuerversicherung. Sie beinhaltet zusätzliche Absicherungen gegen spezifische Risiken, die von einer Feuerversicherung nicht abgedeckt werden. Dazu gehören zum Beispiel politische Risiken wie Aussperrung, böswillige Beschädigungen, innere Unruhen und Streiks. Darüber hinaus bietet die erweiterte Deckung Schutz vor Fahrzeuganprall, Rauch und Überdruckschallwellen. Durch die Wahl einer erweiterten Deckung können Versicherungsnehmer sicherstellen, dass sie umfassend vor verschiedensten Gefahren geschützt sind.

Europäischer Unfallbericht

Die Versicherungsbranche wird oft fälschlicherweise dafür kritisiert, komplizierte Formulare zu verwenden. Doch im Gegenteil, Versicherungsunternehmen erleichtern ihren Kunden oft den Stress im Schadensfall erheblich, indem sie gemeinsame Formulare entwickeln. Eines der bekanntesten ist der Europäische Unfallbericht. Dieser standardisierte Bericht vereinfacht die Schadensabwicklung erheblich, insbesondere für Reisende im europäischen Ausland. Der Aufbau des Formulars ist überall gleich, und es stehen Ausfüllhilfen in verschiedenen Sprachen zur Verfügung. Dadurch können Unfallbeteiligte, auch wenn sie unterschiedliche Sprachen sprechen, problemlos einen Bericht zur Schadenregulierung ausfüllen. Der Europäische Unfallbericht erleichtert die Abwicklung von Unfällen und trägt dazu bei, dass Kunden im Schadensfall schnell und effizient unterstützt werden.

Extended Coverage

Erweiterung zur Feuerversicherung aus sog. politischen Gefahren, wie Aussperrung, böswillige Beschädigung, innere Unruhen, Streik, Fahrzeuganprall, Rauch und Überdruckschallwellen.

F

Fahrlässig, grob

Wichtige Information zur Schadenregulierung in der Versicherungswirtschaft: Grob fahrlässiges Handeln kann die Erstattung von Schäden erschweren. Es gibt zwei wesentliche Bereiche, in denen Sie die Regeln kennen sollten - Hausrat- und Wohngebäudeversicherung sowie Kraftfahrzeugschutz.

Beispielweise kann bei einem Autounfall mit grob fahrlässigem Verhalten, wie dem Telefonieren ohne Freisprecheinrichtung oder in alkoholisiertem Zustand, eine Mitverantwortung entstehen, selbst wenn der Gegner die Vorfahrt missachtet hat. In solchen Fällen könnte der Versicherer möglicherweise nicht den gesamten Schaden übernehmen. Ähnlich verhält es sich beispielsweise bei einem Urlaub, bei dem ein Dachfenster gekippt bleibt und es zu Schäden durch Regen oder Einbruch kommt. Der Versicherer könnte die Regulierung für einen Teil der Schäden ablehnen.

Es ist also wichtig, grob fahrlässiges Verhalten zu vermeiden, da es zu einer Mithaftung oder sogar alleinigen Schuld führen kann. Seien Sie sich der Regeln bewusst, um im Schadenfall optimal abgesichert zu sein.

Fahrradversicherung

Der Drahtesel ist nur noch selten aus billigem Metall: Viele Menschen besitzen sehr teure Fahrräder, gerade wegen der enormen Verbreitung von Pedelecs mit Elektroantrieb oder Renn- und Mountainbikes. Diese edlen Gefährte verdienen einen eigenen Versicherungsschutz: die Fahrrad-/E-Bike-Versicherung. Dabei werden Beschädigungen des versicherten Fahrrades oder gar der Totalverlust abgesichert, die durch Raub, Verwechslung, Unterschlagung, Brand, Diebstahl, Blitzschlag oder Unfälle entstehen können. Den Versicherungsschutz können Sie dabei genau auf einzelne Komponenten rund um das Gefährt zuschneiden.

Auch die normale Hausratversicherung schützt Ihre Fahrräder/Bikes - allerdings zum Beispiel bei Diebstahl nur, wenn das Rad aus einem verschlossenen Keller, Fahrradkeller oder der Wohnung geklaut wurde. Wer auch anderswo etwa gegen Diebstahl abgesichert sein möchte, braucht zumindest eine Zusatzklausel in seiner Hausratversicherung.

Feuerrohbauversicherung

Dieser Begriff mag zwar lang sein, aber er ist von großer Bedeutung für alle, die ein Haus bauen. Jeder Bauherr muss seinen Rohbau gegen Schäden durch Brand, Blitzschlag oder Explosion auf der Baustelle versichern. In der Regel ist dieser Schutz ohnehin unverzichtbar, da die meisten Hausbanken eine solche Versicherung für die Bewilligung eines Baudarlehens verlangen. Für eine zusätzliche Sicherheit (bei der größten Investition im Leben vieler Menschen) empfiehlt es sich, bereits zu Baubeginn eine Wohngebäudeversicherung abzuschließen, bei der die Feuerversicherung für den Rohbau normalerweise enthalten ist.

Forderungsausfalldeckung

Die Forderungsausfalldeckung ist eine nützliche Ergänzung zur Jagdhaftpflichtversicherung und übernimmt die Kosten für Schäden, die ein Dritter dem Versicherten zufügt. Normalerweise sollte die Jagdhaftpflichtversicherung des Schadenverursachers für die Schadensersatzforderungen aufkommen. Falls der Verursacher jedoch keinen eigenen Versicherungsschutz hat oder nicht in der Lage ist, den Schaden zu begleichen, tritt die Forderungsausfalldeckung in Kraft.

Die Forderungsausfalldeckung wird wirksam,

  • wenn der Geschädigte den Schadenverursacher identifizieren kann.
  • wenn der Versicherte gerichtlich einen Titel erwirkt hat, der den Verursacher zur Zahlung verpflichtet.
  • wenn kein anderer Versicherungsschutz für den entstandenen Schaden greift.

G

Garantiezins

Der Garantiezins, auch bekannt als Höchstrechnungszins, ist eine besondere Eigenschaft klassischer Kapital-Lebensversicherungen, die vom deutschen Staat festgelegt wird. Mit dem Garantiezins erhalten Sie bei Abschluss einer traditionellen Lebens- oder Rentenversicherung eine Mindestverzinsung auf Ihr Kapital für die gesamte Laufzeit garantiert. Das Bundesfinanzministerium legt den Garantiezins für alle betroffenen Lebensversicherungen verbindlich fest und aktualisiert ihn alle paar Jahre basierend auf dem allgemeinen Niveau europäischer Staatsanleihen in den vergangenen zehn Jahren. Dementsprechend kann der Garantiezins bei einem neuen Vertrag niedriger oder höher sein als bei einem zehn Jahre alten Vertrag.

Der Garantiezins ist jedoch nicht die einzige Rendite für Ihre Versicherungspolice. Zusätzlich zum Höchstrechnungszins erhalten Sie auch laufende Überschussbeteiligungen und bei Vertragsablauf eine Schlussüberschussbeteiligung. Die Gesamtverzinsung setzt sich aus all diesen Komponenten zusammen. So können Sie sich auf eine attraktive Rendite für Ihre Versicherung verlassen.

Gefahrerhöhung

Versicherungen bieten Ihnen Leistungen an, falls ein versicherter Schaden eintritt. Um angemessen kalkulieren zu können und hohe Verluste zu vermeiden, müssen die Unternehmen die Wahrscheinlichkeit solcher Schäden berücksichtigen. Daher benötigen sie realistische Informationen, um Ihr individuelles Risiko zu versichern. Allerdings können sich die Gefahren für einen Schaden erhöhen, zum Beispiel wenn Sie nach Vertragsabschluss eine Werkstatt Ihres Handwerksunternehmens in Ihr Wohnhaus einbauen. In der Wohngebäude- und Hausratversicherung müssen Sie solche Gefahrerhöhungen Ihrem Versicherer melden, damit er den Preis entsprechend neu berechnen kann, dem die Sachwerte Ihres Hauses ausgesetzt sind. Das Versäumen einer Meldung kann schwerwiegende Folgen haben, da der Versicherer im Schadenfall Leistungen kürzen oder im Extremfall die gesamte Zahlung verweigern darf. Es ist daher wichtig, Gefahrerhöhungen rechtzeitig zu melden, um den Versicherungsschutz aufrechtzuerhalten.

Gefährdungshaftung

Besitzen Sie einen schützenden Dackel? Sind Sie ein begeisterter Mountainbiker oder Taucher? Oder nutzen Sie häufig Ihr Auto? Dann spielt der Begriff der Gefährdungshaftung eine wichtige Rolle in Bezug auf Ihre Versicherung. Denn bei einer Vielzahl durchaus erlaubter Tätigkeiten oder Besitztümer geht allein durch ihre Existenz eine statistisch erfassbare Gefährdung für die Umgebung aus. Dackelhalter haben beispielsweise im Durchschnitt mehr mit Schäden durch Bisse zu tun als Besitzer von Zierfischen. Wenn eine solche Gefährdungshaftung vorliegt, haften Sie als Träger dieses Risikos auch für Schäden, die durch Ihren Hund verursacht werden, selbst wenn Sie nicht am Schaden beteiligt waren oder ihn direkt verursacht haben.

Gesamtverzinsung

Wenn Sie nach Ablauf einer Kapital-Lebensversicherung Geld von Ihrem Versicherer erhalten, bekommen Sie das eingezahlte Kapital sowie eine Rendite. Die Gesamtverzinsung setzt sich in der Regel aus drei Komponenten zusammen: dem Garantiezins, der laufenden Überschussbeteiligung und dem Schlussüberschuss. Die Höhe der letzten beiden Teile der Gesamtverzinsung kann variieren, während der Garantiezins bereits bei Vertragsabschluss für die gesamte Laufzeit festgelegt wird.

Grüne Karte

Wer in den Urlaub mit seinem Auto ins Ausland fährt, der sollte immer seine “Internationale Versicherungskarte für den Kraftverkehr” dabeihaben. Die kennen Sie gar nicht? Wahrscheinlich deswegen, weil der Begriff “Grüne Karte” viel verbreiteter ist. Unter dieser Bescheinigung versteht man in der Versicherungsbranche den Schutz in der Kfz-Haftpflichtversicherung, die den Bestimmungen des jeweiligen Gastlandes entspricht. Zudem stehen in der Grünen Karte die wichtigsten Angaben über Sie als Halter, Ihr Auto und die Versicherung, bei der Sie das Fahrzeug abgesichert haben. Auf der Rückseite der Grünen Karte steht auch noch detailliert, in welchen Ländern sie gilt. Und was kostet die internationale Bescheinigung? Nichts. Ihr Versicherer gibt Sie Ihnen zur Haftpflicht kostenlos dazu.

H

Haftpflicht

Wenn Sie jemandem Schaden zufügen, sind Sie dazu verpflichtet, diesen zu ersetzen. Dieses Prinzip der Haftpflicht gilt weltweit. In Deutschland ist die Haftpflicht im Bürgerlichen Gesetzbuch festgelegt. Laut Paragraph 823, Absatz 1 sind Verursacher verpflichtet, diverse Schäden - seien sie an Leben, Körper, Gesundheit, Freiheit, Eigentum oder einem anderen Recht - zu kompensieren. Egal, ob diese Schäden vorsätzlich oder fahrlässig verursacht wurden. Es gibt keine festgelegte Obergrenze für den Schadenersatz, weshalb Gerichte Schadenersatz in Millionenhöhe verhängen können. Aus diesem Grund zählt die Haftpflichtversicherung zu den essentiellen Versicherungen, die jeder haben sollte

Haftpflichtversicherung

Die Haftpflichtversicherung ist ein essenzieller Schutz für Sie und Ihre Familie gegen Schadenersatzansprüche. Sie tritt insbesondere dann in Aktion, wenn Sie Gegenstände beschädigen oder zerstören. Aber auch bei gravierenderen Fällen, etwa wenn Sie für Verletzungen oder gar den Tod einer Person verantwortlich gemacht werden und dieser Behandlungskosten, Verdienstausfall oder Schmerzensgeld fordert, bietet die Haftpflichtversicherung Sicherheit. Der Versicherungsvertrag definiert, welche Schadensfälle abgedeckt sind. Hat man einen Schaden verursacht, prüft die Haftpflichtversicherung zunächst die Verantwortlichkeit und anschließend die Höhe der Kostenübernahme. Es gibt verschiedene Arten von Haftpflichtversicherungen - von der allgemeinen für gängige Lebensrisiken bis hin zu spezifischeren wie der Kfz-Haftpflichtversicherung, Haus- und Grundbesitzer-Haftpflichtversicherung oder der Berufshaftpflichtversicherung.

Hagelschäden

Hagelschäden können verheerend sein! Wenn ein heftiger Hagelsturm aufzieht, bringen die herabfallenden Eiskörner oft immense Kräfte mit sich und können erhebliche Schäden an Ihrem Eigentum hinterlassen. Das Bewusstsein für die Gefahr von Hagelschäden und die richtige Versicherung sind daher unerlässlich. Je nachdem, welcher Bereich von Hagelschäden betroffen ist, gibt es unterschiedliche Versicherungen, die Abhilfe schaffen:

  • Die Hausratversicherung deckt Hagelschäden am Wohnungsinventar.
  • Bei Hagelschäden am Gebäude selbst hilft die Wohngebäudeversicherung.
  • Hagelschäden am Fahrzeug? Dafür ist die Kaskoversicherung zuständig.
  • Landwirte kennen die verheerenden Auswirkungen von Hagelschäden nur zu gut, weshalb es spezielle Hagelversicherungen für die Landwirtschaft gibt.

Haus- und Grundbesitzerhaftpflichtversicherung

Sie bauen gerade Ihr Haus? Gerade in dieser Phase können teure Schäden entstehen, wie z.B. wenn ein Passant wegen Baustellen-Kies auf dem Gehweg vor Ihrem Haus ausrutscht und sich verletzt. Daher ist es essentiell, bereits weit vor dem Einzug eine Haus- und Grundbesitzerhaftpflichtversicherung abzuschließen. Wenn Sie Ihre Immobilie vermieten, hebt dies die Wichtigkeit dieser Versicherung weiter hervor. Als Vermieter und Eigentümer tragen Sie die Verantwortung dafür, dass Dritte keinen Schaden erleiden. Informieren Sie sich jetzt über die Haus- und Grundbesitzerhaftpflichtversicherung und schützen Sie sich vor unvorhersehbaren Vorfällen.

Hotelkosten

Manchmal führen unerwartete Vorkommnisse in Ihrer Wohnung dazu, dass Sie vorübergehend auf ein Hotel ausweichen müssen – sei es aufgrund eines Wasserschadens oder eines Brands. In solchen Situationen können Hotelkosten schnell ansteigen. Glücklicherweise übernimmt die Hausratversicherung in vielen Fällen diese Hotelkosten. Dies gilt insbesondere, wenn Ihr Wohnraum vollständig unbewohnbar ist oder der teilweise bewohnbare Bereich Ihnen nicht zumutbar ist, beispielsweise, wenn Sie dort keine funktionsfähige Toilette haben. Das Bewusstsein dafür, dass Hotelkosten durch Ihre Versicherung gedeckt sein können, bietet eine wertvolle Beruhigung in solch stressigen Zeiten.

Hundehalter-Haftpflichtversicherung

Immer wieder hört man von Vorfällen, bei denen Hunde, ob Kampfhunde oder das liebe Haustier, Schäden verursachen. Ob ein unerwartetes Beißen aus Schreck oder das versehentliche Umstoßen einer wertvollen Vase - als Hundebesitzer sind Sie in der Pflicht, für diese Schäden aufzukommen. Dabei können die finanziellen Belastungen schnell erheblich werden, da Sie mit Ihrem gesamten Vermögen haften. Hundehalter unterliegen grundsätzlich der Gefährdungshaftung und sind unabhängig von eigenem Verschulden für das Verhalten ihres Tieres verantwortlich. Hier kommt die Hundehalter-Haftpflichtversicherung ins Spiel. Diese wichtige Versicherung deckt folgende Schäden ab:

  • Sachschäden, wie zum Beispiel an einer wertvollen Vase oder einem beschädigten Teppich.
  • Personenschäden, darunter fallen Behandlungskosten, Schmerzensgeld oder benötigte Hilfsmittel.
  • Vermögensschäden, die aufgrund von Sach- oder Personenschäden entstehen. Dies kann beispielsweise ein Verdienstausfall sein, wenn jemand infolge des Vorfalls arbeitsunfähig wird.

Ein Hinweis zur Hundehalter-Haftpflichtversicherung: Bundesländer wie Hamburg, Thüringen, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Berlin sehen sie als obligatorisch für alle Hundebesitzer an.

Hybrid-Modell

Das Hybrid-Modell der Bayerischen:

Höchstrechnungszins

siehe Garantiezins

I

Invalidität in der Sachversicherung

Invalidität in der Sachversicherung ist ein zentrales Thema für viele Menschen. Wenn jemand infolge eines Unfalls auch nach einem Jahr seine körperliche oder geistige Leistungsfähigkeit ganz oder teilweise verliert, wird er als invalide eingestuft. Durch den Abschluss einer privaten Unfallversicherung haben Sie die Möglichkeit, sich gegen die finanziellen Konsequenzen einer solchen Invalidität abzusichern. Lösungen wie eine festgelegte Invaliditätssumme oder eine spezielle Unfall-Rente sind dabei zentrale Bestandteile. Dabei lässt sich die Höhe der Leistungen im Rahmen der Invalidität in der Sachversicherung individuell an Ihre Bedürfnisse anpassen.

J

Jagdhaftpflichtversicherung

Das Jagen birgt Risiken – und nicht nur für das Wild. Aus diesem Grund ist es für Jäger essentiell, eine Jagdhaftpflichtversicherung abzuschließen. Diese spezielle Versicherung deckt während der Jagdausübung entstandene Schäden, sei es an Personen, Sachen oder Vermögen, zuverlässig ab. Unter den Begriff 'Sachen' fallen dabei auch die Hunde anderer Jäger, was in der Jagdhaftpflichtversicherung berücksichtigt wird.

Ein entscheidender Aspekt dieser Versicherung ist die Absicherung von Schäden, die im Zusammenhang mit der Nutzung von Schusswaffen und den eigenen Jagdhunden entstehen. Die Jagdhaftpflichtversicherung bietet hier einen umfassenden Schutz.

Jagdliche Einrichtungen

Jagdliche Einrichtungen wie beispielsweise Hochsitze sind essenzielle Bestandteile der Jagdausstattung. Doch wenn durch diese Einrichtungen, etwa durch herabfallende Teile, Personen verletzt werden, greift die Haftpflichtversicherung. Es ist daher wichtig, sich stets über den Zustand und die Sicherheit von jagdlichen Einrichtungen zu informieren und notwendige Vorkehrungen zu treffen.

K

Kapitalabfindung in der Leibrentenversicherung

In der Leibrentenversicherung, oft auch als Lebensversicherung bekannt, haben Sie die Wahl, ob Sie die vereinbarte Summe am Ende der Laufzeit als Kapitalabfindung in der Leibrentenversicherung erhalten möchten oder lieber als lebenslange Rente. Diese Entscheidung kann steuerliche Auswirkungen haben. Es ist wichtig zu beachten, dass das Wahlrecht für die Kapitalabfindung in der Leibrentenversicherung nur innerhalb bestimmter Fristen wahrgenommen werden kann. Sollten Sie sich für eine Kapitalabfindung in der Leibrentenversicherung entscheiden und diese wird ausgezahlt, endet der Vertrag.

Kapitalanlagen

Wie schaffen es Versicherungsgesellschaften, einen bedeutenden Haftpflichtschaden zu decken, obwohl Sie nur für kurze Zeit Beiträge gezahlt haben? Der Schlüssel liegt in klugen Kapitalanlagen. Versicherer müssen die potenziellen Schadensrisiken aller Kunden sorgfältig kalkulieren und die eingesammelten Beiträge intelligent anlegen, um einen Mehrwert zu schaffen. Dies ermöglicht es ihnen, beispielsweise Zinsen für Lebensversicherungen auf Kapitalbasis verlässlich auszuschütten.

Solche Kapitalanlagen müssen strengen Vorschriften folgen, um sicherzustellen, dass Kunden ihre vereinbarten Leistungen erhalten. Das Versicherungsaufsichtsgesetz regelt präzise, wie das Kapital der Versicherten sicher und gleichzeitig rentabel investiert werden darf. Diese Kapitalanlagen garantieren auch, dass Versicherer bei großen Schadensfällen, wie Naturkatastrophen, immer liquide sind.

Darüber hinaus generieren Versicherer eigene Mittel durch ihre Kapitalanlagen, die gemäß genauen Vorgaben als Sicherheit zurückgehalten werden müssen. Das Risiko, das mit einer Anlage verbunden ist, bestimmt, wie viele Eigenmittel dafür hinterlegt werden müssen. Das Solvency-II-Programm legt dabei strenge staatliche Regeln für die Kapitalanlagen der Versicherer fest.

Insgesamt betonen Kapitalanlagen bei Versicherungsgesellschaften das zentrale Unternehmensziel: Sicherheit für die Kunden. Und das ist garantiert.

Kapitalertragsteuer

Bei Kapital-Lebensversicherungen, Rentenversicherungen und fondsgebundenen Lebensversicherungen kann man von steuerlichen Vorteilen profitieren, wenn man sie über einen längeren Zeitraum hält. Das liegt daran, dass man mit diesen Versicherungen langfristig und nicht spekulativ für das Alter vorsorgt. Wer jedoch die Voraussetzungen des Einkommensteuergesetzes nicht einhält, für den werden die Zinserträge kapitalertragsteuerpflichtig. Aktuell liegt der Satz für die Kapitalertragsteuer bei 25 Prozent, wobei noch der Solidaritätszuschlag hinzukommen kann.

Kapitalversicherung auf Tod und Erleben (gemischte Kapital-Lebensversicherung)

Die Kapitalversicherung auf Tod und Erleben (gemischte Kapital-Lebensversicherung) stellt die traditionelle Form der Lebensversicherung dar. Sie dient nicht nur dem Aufbau einer individuellen Altersvorsorge für den Fall, dass der Versicherungsnehmer das Ende der Vertragslaufzeit erlebt (Erlebensfall), sondern sichert auch die finanzielle Unterstützung der Angehörigen im Fall seines Todes ab. Es ist somit eine kombinierte Absicherung für beide Szenarien.

Kapitalversicherung mit festem Auszahlungstermin

Die Kapitalversicherung mit festem Auszahlungstermin repräsentiert eine bewährte Form der Lebensversicherung. Bei dieser Versicherungsvariante wird bereits bei Vertragsabschluss ein genau definierter Auszahlungstermin festgelegt. Sollte der Versicherte vor diesem Termin versterben, sind keine weiteren Beitragszahlungen erforderlich. Dennoch profitieren die Angehörigen von der garantierten Summe durch den Todesfallschutz. Häufig ist diese Art der Versicherung auch unter dem Namen Termfix-Versicherung bekannt.

Karenzzeit

Die Karenzzeit in einer Versicherung definiert den Zeitraum zwischen einem Schadensfall, beispielsweise einer Krankheit, und dem Beginn der Leistungszahlung durch die Versicherung. Für Freiberufler kann es besonders vorteilhaft sein, wenn die Versicherung sofort nach dem Krankheitsbeginn leistet. Doch solch ein sofortiger Schutz ist oft mit höheren Beiträgen verbunden. Daher entscheiden sich viele Kunden bewusst für eine Karenzzeit. Während dieser Phase werden keine Leistungen gezahlt, was die Versicherungsprämien reduziert. Eine solche Regelung kann besonders sinnvoll sein, wenn man für kurze Krankheitszeiten über ausreichend eigene Rücklagen verfügt oder vom Arbeitgeber eine Lohnfortzahlung erhält. Die Karenzzeit ermöglicht es, den Versicherungsschutz individuell an die eigenen Bedürfnisse und finanziellen Möglichkeiten anzupassen.

Kaskoversicherung

Die Kaskoversicherung gilt als eine der grundlegendsten und wichtigsten Versicherungen für Fahrzeughalter. Neben der obligatorischen Kfz-Haftpflicht, die Schäden am fremden Fahrzeug abdeckt, bietet die Kaskoversicherung einen erweiterten Schutz für Ihr eigenes Fahrzeug. Dabei wird zwischen zwei Hauptarten unterschieden:

  • Teilkaskoversicherung: Diese sichert Sie gegen Diebstähle, sei es das gesamte Auto oder wertvolle Teile wie Navis und Infotainmentsysteme, ab. Zusätzlich bietet sie Schutz bei Unwetterschäden.

  • Vollkaskoversicherung: Hier erhalten Sie einen umfassenderen Schutz. Neben den Vorteilen der Teilkasko deckt diese Variante auch Schäden am eigenen Auto, für die Sie selbst verantwortlich sind, sowie Vandalismusschäden ab.

Ein weiterer Punkt, der oft übersehen wird: Die Kaskoversicherung ist nicht nur für PKWs verfügbar. Auch für Ihr Motorrad, Ihren Privatflieger oder Ihr Hausboot kann eine solche Absicherung sinnvoll sein. Mit der Kaskoversicherung sind Sie rundum geschützt.

 

Kfz-Sonderzubehör

Für Liebhaber von individuellen Fahrzeugen bieten wir Versicherungsschutz für Kfz-Sonderzubehör basierend auf dem Neuwert. Dazu zählen:

  • Audio- und Videosysteme wie Radios oder fest eingebaute Navigationssysteme sowie andere technische Kommunikations- und Leitsysteme.
  • Alle zugelassenen Modifikationen im Bereich Fahrwerk, Triebwerk, Auspuff, Innenraum oder Karosserie, die im Rahmen des Tunings vorgenommen wurden. Hierzu gehören Veränderungen, die die Motorleistung, das Motordrehmoment oder das Fahrverhalten optimieren und somit zur Wertsteigerung des Fahrzeugs beitragen.
  • Besondere Akzente setzen wir auch beim Schutz von individuellen Sonderlackierungen, besonderen Beschriftungen und speziellen Oberflächenbehandlungen, die speziell für das Fahrzeug angefertigt wurden.

Vertrauen Sie auf unsere Expertise im Bereich Kfz-Sonderzubehör, um Ihr individuell gestaltetes Fahrzeug umfassend zu schützen.

Kündigung

Die Kündigung eines Versicherungsvertrages kann aus verschiedenen Gründen erforderlich werden. Bei Kfz-Versicherungen haben diese Verträge in der Regel eine Laufzeit von einem Jahr und verlängern sich automatisch, wenn keine Kündigung erfolgt. Im Gegensatz dazu sind Vorsorgeverträge wie Renten- oder Kapital-Lebensversicherungen auf längere Zeiträume ausgelegt. Aber auch diese können, wie alle Verträge, gekündigt werden.

Durch eine Kündigung wird das bestehende Rechtsverhältnis zwischen Versichertem und Versicherer beendet. Dies bedeutet, dass sowohl der Schutz als auch die Beitragspflichten erlöschen.

Möchten Sie einen Vertrag kündigen, sollten Sie dies schriftlich tun und dabei die im Vertrag unter dem Abschnitt "Kündigung" angegebene Frist beachten. Bei vielen Sachversicherungen liegt diese Frist bei drei Monaten, bei Kfz-Versicherungen meistens bei einem Monat vor Ablauf des Versicherungsjahres.

Bei Lebensversicherungen können Kündigungen je nach Zahlungsweise nach einem Monat, vierteljährlich, halbjährlich oder jährlich vorgenommen werden.

Eine außerordentliche Kündigung kann in besonderen Fällen erfolgen, beispielsweise nach einem Schadensfall, wenn das versicherte Risiko wegfällt oder wenn die Prämie bei unveränderten Leistungen steigt.

Bevor Sie jedoch zur Kündigung schreiten, sollten Sie Alternativen in Betracht ziehen. Es könnte finanziell sinnvoller sein, den Vertrag ruhen zu lassen, anstatt ihn sofort zu kündigen. Konsultieren Sie daher Ihren Versicherungsberater, um mögliche steuerliche Folgen oder den Verlust von Kapital- oder anderen Leistungen zu prüfen. Ein Wechsel zu einer anderen Versicherungsgesellschaft kann ebenfalls nachteilig sein, insbesondere wenn sich Beiträge aufgrund des höheren Eintrittsalters erhöhen oder bestimmte Leistungen aufgrund einer Gesundheitsprüfung wegfallen.

L

Lebenserwartung

Die Lebenserwartung ist ein wesentlicher Faktor, wenn es um Versicherungskalkulationen geht. Auch wenn es für viele ein sensibles Thema ist, müssen Versicherungsgesellschaften darauf basierend ihre Tarife und Beiträge in Lebens- oder Rentenversicherungen festlegen. Sie müssen sicherstellen, dass sie nicht bei einer Vielzahl von Verträgen ins Minus geraten, denn dies hätte Auswirkungen auf die Kosten für neue Versicherte.

Um die Lebenserwartung zu kalkulieren, nutzen die Unternehmen statistische Methoden und betrachten Gruppen mit ähnlichen Voraussetzungen. Schließlich ist es unmöglich, das genaue Alter einer Person vorherzusagen. Hier kommen die Generationensterbetafeln ins Spiel. Diese Tabellen zeigen für jeden Geburtsjahrgang die Sterblichkeitsraten in bestimmten Altersgruppen.

Es ist interessant zu beobachten, dass sich die Lebenserwartung von Frauen und Männern über die Jahre hinweg unterschiedlich entwickelt hat. Dies berücksichtigen die Versicherungen in ihren Kalkulationen. Ein erfreulicher Trend, den man in den letzten Jahrzehnten beobachten konnte, ist, dass die Menschen generell immer älter werden. Faktoren wie verbesserte Arbeitsbedingungen, Fortschritte in der Medizin und ein insgesamt gestiegener Lebensstandard tragen dazu bei, dass die Lebenserwartung stetig ansteigt.

Leibrente

Die Leibrente stellt eine attraktive private Ergänzung zur gesetzlichen Rente dar, die jedem Monatlich zuverlässig zugeht, unabhängig davon, wie alt man wird. Zahlreiche private Renten- und Lebensversicherungen bieten solch eine Leibrente an. Wenn über die Jahre Beiträge für diese Leibrente eingezahlt werden, sprechen Fachleute oft von einer "aufgeschobenen Leibrente". Im Kontrast dazu gibt es die "sofort beginnende Leibrente", bei der durch eine höhere Einmalzahlung direkt mit den monatlichen Auszahlungen begonnen wird.

Leistungsdauer

Die Leistungsdauer ist ein Schlüsselbegriff, den man im Kontext bestimmter Versicherungen oft hört. Aber welche Versicherung ist hier im Spiel? Bei der für Berufstätige essenziellen Berufsunfähigkeitsversicherung nimmt die Leistungsdauer eine zentrale Position ein. Die Absicht dieser Versicherung ist es, dem Versicherten eine angemessene Rente zu garantieren, selbst wenn staatliche Zahlungen minimal ausfallen. Es ist wichtig, dass diese Berufsunfähigkeitsrente über einen Zeitraum hinweg gezahlt wird, der bis zum Erreichen des regulären Rentenalters reicht und somit die gesetzliche Rente einsetzt. Auf diese Weise ist auch für die finanzielle Sicherheit der Familienmitglieder gesorgt. Jener Zeitraum, der von Beginn der Berufsunfähigkeit bis kurz vor Eintritt der gesetzlichen Rente reicht, ist bekannt als Leistungsdauer. Diese wird in den Vertragskonditionen zwischen Versicherung und Kunde festgelegt. Ein weiterer Vorteil: Während der Leistungsdauer sind keine weiteren Beitragszahlungen für die Berufsunfähigkeitsversicherung erforderlich.

Leistungsstaffel

Wenn Sie eine Zahnzusatzversicherung in Erwägung ziehen, sollten Sie sich mit dem Begriff Leistungsstaffel vertraut machen. Bei vielen Versicherern gibt es in den anfänglichen Jahren nach Vertragsabschluss bestimmte Erstattungslimits, die als Leistungsstaffeln bezeichnet werden.

Betrachten Sie die Leistungsstaffel bei der Zusatzversicherung ZAHN - beachten Sie, dass diese Limits höher sind als bei vielen Konkurrenten! Die Erstattungshöhe in den Startjahren ist abhängig von der Anzahl Ihrer fehlenden Zähne:

 

0-1 fehlender Zahn: Leistungsstaffel 1

1. Kalenderjahr: 1.250 EUR

1.-2. Kalenderjahr: 2.500 EUR

1.-3. Kalenderjahr: 3.750 EUR

1.-4. Kalenderjahr: 5.000 EUR

 

2-3 fehlende Zähne: Leistungsstaffel 2

1. Kalenderjahr: 300 EUR

1.-2. Kalenderjahr: 600 EUR

1.-3. Kalenderjahr: 900 EUR

1.-4. Kalenderjahr: 1.200 EUR

 

Ab dem fünften Kalenderjahr oder wenn ein Unfall vorliegt, werden diese Erstattungsgrenzen aufgehoben.

M

Mallorca-Police

Wenn Sie glauben, Versicherungsbegriffe klingen immer langweilig und unverständlich, dann lassen Sie sich von der Mallorca-Police eines Besseren belehren. Mit dieser Zusatzklausel können Sie Ihren Kfz-Versicherungsschutz im Ausland beim Fahren eines Mietwagens optimieren. Ein Unfall mit einem Leihfahrzeug im Ausland kann teuer werden, da viele ausländische Kfz-Haftpflichtversicherungen nur den im jeweiligen Land festgelegten Mindestbetrag decken. Dieser kann oftmals niedriger als der deutsche Standard sein. Dank der Mallorca-Police profitieren Sie jedoch von einer Deckung, die sich an den in Deutschland geltenden Mindestdeckungssummen orientiert.

Massenunfall

Ein Massenunfall, wie er beispielsweise am Ende eines Autobahnstaus in Form einer Massenkarambolage vorkommen kann, ist für alle Beteiligten ein Albtraum. Hinzu kommt die Sorge um eine zügige Schadensregulierung durch die Versicherung. Insbesondere bei solchen Massenunfällen kann es schwierig werden, die genauen Umstände und Verantwortlichkeiten zu klären. Wer möchte schon jahrelang auf die Klärung und Auszahlung der Versicherungssumme warten?

Zum Glück haben Kfz-Versicherer eine Vereinbarung für solche Fälle getroffen, um eine schnellere und unkompliziertere Schadenregulierung zu ermöglichen. Bei einem Massenunfall meldet sich jeder Fahrer direkt bei seinem eigenen Kfz-Versicherer, der dann alle Schäden – sowohl Personen- als auch Sachschäden – des Fahrers und der Insassen übernimmt. Dies gilt auch, wenn der Fahrer nur eine Haftpflichtversicherung besitzt.

Aber was definiert genau einen Massenunfall in versicherungstechnischen Begriffen? Es muss eine Beteiligung von mindestens 40 Fahrzeugen am gleichen Ort und Zeitpunkt vorliegen. In besonders komplexen Situationen können jedoch bereits 20 Fahrzeuge ausreichen. Entscheidend ist, dass die Polizei nicht eindeutig bestimmen kann, wer den Unfall verursacht hat.

Mehrfachversicherung

Mindestdeckungssumme

Unfälle im Straßenverkehr können hohe Kosten verursachen, besonders wenn dauerhafte Verletzungen und lebenslange Betreuung die Folge sind. Daher hat der Gesetzgeber eine Mindestdeckungssumme in der Kfz-Haftpflichtversicherung festgelegt, um sicherzustellen, dass ein Großteil der Schäden durch die Versicherung gedeckt wird. Die Mindestdeckungssumme liegt bei Personenschäden bei 7,5 Millionen Euro. Bei Sachschäden müssen Versicherungen bis zu einer Mindestdeckungssumme von 1,12 Millionen Euro aufkommen. Für Vermögensschäden, die beispielsweise aus den anderen Schadenarten resultieren, setzt der Gesetzgeber eine Mindestdeckungssumme von 50.000 Euro fest.

Während dies die gesetzlichen Mindestanforderungen sind, bieten Versicherungsgesellschaften oftmals Verträge mit noch höheren Deckungssummen an. Durch Zusatzoptionen wie die Mallorca-Police kann die Mindestdeckungssumme auch auf Mietfahrzeuge im Ausland erweitert werden. Es lohnt sich also, nach mehr als nur dem Minimum zu suchen.

N

Nachgelagerte Besteuerung

Während der aktiven Berufsjahre haben viele Menschen ein höheres Einkommen und zahlen dementsprechend auch mehr Steuern. Daher kann es herausfordernd sein, zusätzliches Geld für das Alter zu sparen. Hier kommt das Prinzip der Nachgelagerten Besteuerung ins Spiel. Der Staat unterstützt das Sparen für das Alter, indem er bestimmte Sparformen steuerlich begünstigt. Einzahlungen in solche Sparpläne werden während der Einzahlungsphase nicht besteuert. Erst bei der Auszahlung im Rentenalter, wenn in der Regel ein niedrigeres Einkommen und somit auch ein geringerer Steuersatz vorliegt, wird die Nachgelagerte Besteuerung fällig. Besonders Lebensversicherungen sowie Riester- und Basisrenten profitieren von diesem Modell. Ebenso wird die Nachgelagerte Besteuerung bei der betrieblichen Altersversorgung angewandt, was langfristig zu erheblichen Steuervorteilen führen kann.

Neuwert

Bei Abschluss einer Hausratversicherung oder Wohngebäudepolice stößt man unweigerlich auf den Begriff Neuwert. Aber was genau bedeutet das? Der Neuwert gibt an, welchen Betrag man benötigt, um einen identischen Gegenstand im brandneuen Zustand wiederzubeschaffen. Betrachtet man beispielsweise ein Haus, bezieht sich der Neuwert nicht nur auf die aktuellen Kosten für Baustoffe und Materialien, sondern auch auf die Löhne von Handwerkern, Architektengebühren sowie Planungskosten. Dieser Wert kommt besonders zum Tragen, wenn das versicherte Objekt umfassend beschädigt oder vollständig zerstört ist.

Dagegen definiert der Wiederbeschaffungswert den Betrag für die Anschaffung eines gleichwertigen, nicht notwendigerweise neuen Gegenstandes. Ein weiterer Begriff, der in diesem Zusammenhang auftaucht, ist der Zeitwert. Hierbei handelt es sich um den Wert, den ein Gegenstand zum Zeitpunkt seiner Zerstörung noch hatte. Eine Versicherung, die lediglich den Zeitwert ersetzt, ist in der Regel günstiger im Beitrag, kann jedoch im Schadensfall zu einer geringeren Auszahlung führen als eine, die den Neuwert abdeckt.

Neuwertentschädigung

 

Abhängig von Ihrem ausgewählten Versicherungstarif bietet die Neuwertentschädigung den Vorteil, dass Sie bei Verlust oder Zerstörung Ihres Fahrzeugs innerhalb festgelegter Zeiträume den vollen Neupreis zurückerstattet bekommen. Mit der Neuwertentschädigung sichern Sie sich somit finanziell ab und können im Schadensfall den Wertverlust Ihres Fahrzeugs minimieren.

O

Ombudsmann

In den meisten Fällen ist der Vorgang bei einem Versicherungsschaden unkompliziert: Ein Schaden tritt ein, die Versicherung begleicht ihn. Doch was passiert, wenn Kunde und Versicherung nicht einer Meinung sind? In solchen Fällen bietet der Ombudsmann für Versicherungen als neutraler Schlichter eine Anlaufstelle. Ursprünglich stammt das Konzept des Ombudsmanns aus Skandinavien, wo solche Schlichtungsverfahren schon seit längerem etabliert sind. Bei Beschwerden von Verbrauchern gegenüber ihren Versicherungsanbietern tritt der Ombudsmann kostenlos als Vermittler auf. Wenn der Streitwert unter 10.000 Euro liegt, kann der Ombudsmann eine bindende Entscheidung treffen. Versicherungen sind dann verpflichtet, entsprechend zu handeln und gegebenenfalls zu zahlen. Sollte der Ombudsmann jedoch zu dem Schluss kommen, dass das Versicherungsunternehmen korrekt gehandelt hat, erläutert er dem Kunden seine Entscheidungsgründe. Hier erreichen Sie den Ombudsmann.

P

Pensionskasse

In vielen großen Unternehmen und für bestimmte Berufsgruppen bietet die Pensionskasse eine attraktive Möglichkeit, eine betriebliche Altersversorgung aufzubauen. Bei der Pensionskasse handelt es sich um eine Einrichtung, die entweder von einem Einzelunternehmen oder einer Arbeitgebergruppe getragen wird. Die finanziellen Beiträge für diese Altersvorsorge stammen sowohl von den Arbeitgebern als auch den Erträgen, die hauptsächlich den Versicherten zugutekommen.

Wie klassische Versicherungsunternehmen steht auch die Pensionskasse unter der rechtlichen Beaufsichtigung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). Dies gewährleistet, dass die Versicherten ihre zugesagten Leistungen aus der Pensionskasse sicher erhalten. Arbeitnehmer und ihre Hinterbliebenen haben einen Rechtsanspruch auf festgelegte Leistungen aus der Pensionskasse.

Um die Sicherheit der Einlagen zu gewährleisten, legen Pensionskassen ihre Vermögenswerte so an, dass Verluste nahezu ausgeschlossen sind. Dadurch ist sichergestellt, dass Versicherte auch nach vielen Jahren noch zuverlässig ihre versprochene Rente aus der Pensionskasse erhalten, selbst wenn das Unternehmen, das die Kasse ursprünglich eingerichtet hat, nicht mehr existiert.

Personenbezogenes Bezugsrecht

 

Das Personenbezogene Bezugsrecht bestimmt, wer im Falle einer Auszahlung aus einer Lebens- oder Rentenversicherung als Empfänger des Geldes vorgesehen ist. Bei diesem Personenbezogenen Bezugsrecht kann es sich um eine konkret benannte Person handeln oder auch um einen definierten Personenkreis, beispielsweise "die Kinder" oder "die Eltern". Es ist essentiell, dieses Recht in der Versicherung klar zu definieren, um sicherzustellen, dass die Leistung im Bedarfsfall auch tatsächlich an die gewünschten Personen geht. Das Personenbezogene Bezugsrecht gibt dem Versicherungsnehmer die Sicherheit, dass die Versicherungssumme im Leistungsfall den richtigen Personen zugutekommt.

Pferdehalter-Haftpflichtversicherung

Als Besitzer eines Pferdes, Maultiers oder Esels sollten Sie sich über die Pferdehalter-Haftpflichtversicherung informieren. Eine herkömmliche private Haftpflichtversicherung deckt nicht automatisch die Schäden ab, die durch diese Tiere verursacht werden könnten. Mit der speziellen Pferdehalter-Haftpflichtversicherung sind Sie gegen mögliche finanzielle Folgen abgesichert, die durch Ihr Tier entstehen. Ohne eine solche Versicherung könnten hohe Kosten auf Sie zukommen, die Sie aus Ihrem eigenen Vermögen decken müssten - und das auch dann, wenn Sie keine Schuld am entstandenen Schaden haben. Eine Pferdehalter-Haftpflichtversicherung übernimmt in der Regel die Kosten für Personen-, Sach- oder Vermögensschäden, die Ihr Tier verursacht. Es ist also für jeden Pferdehalter unerlässlich, eine solche Versicherung abzuschließen.

Pflichtversicherung

Es gibt Versicherungen, die wir aus eigener Initiative abschließen, um uns vor bestimmten Risiken zu schützen. Doch in einigen Fällen schreibt der Gesetzgeber eine Pflichtversicherung vor, um sowohl den Einzelnen als auch die Allgemeinheit zu schützen. Wer beispielsweise ein Auto anmelden möchte, kommt um die Kfz-Haftpflicht, eine Form der Pflichtversicherung, nicht herum. Aber nicht nur im Straßenverkehr gibt es solche verbindlichen Vorschriften. Auch Vereinssatzungen können eine Pflichtversicherung vorsehen, beispielsweise für Mitglieder, die riskante Sportarten wie Autorennen ausüben. Ebenso sind manche Berufsgruppen, darunter Wirtschaftsprüfer, Piloten oder Ärzte, durch gesetzliche Regelungen zur Pflichtversicherung angehalten. Und in vielen Bundesländern gibt es mittlerweile die Vorgabe, dass Hundebesitzer eine Haftpflichtversicherung für ihre Vierbeiner besitzen müssen. Es ist also wichtig, sich über die Pflichtversicherung im jeweiligen Kontext zu informieren.

Pickup Service

Wenn Sie mit Ihrem Fahrrad oder E-Bike eine Panne haben oder in einen Unfall verwickelt sind, ist unser Pickup Service immer für Sie da - zu jeder Tages- und Nachtzeit. Schnell, zuverlässig und kompetent sorgt unser Pickup Service dafür, dass Sie nicht im Stich gelassen werden. Oft wird dieser Service auch als Schutzbrief bezeichnet. Egal, wo Sie sind: Mit dem Pickup Service können Sie sicher sein, immer die Unterstützung zu erhalten, die Sie brauchen.

Q

R

Rechnungsgrundlagen

Bei der Kalkulation von Versicherungstarifen spielt die Einschätzung zukünftiger Risiken und Kosten eine entscheidende Rolle. Versicherungsgesellschaften müssen abwägen, wie groß die Wahrscheinlichkeit eines Schadens ist, wie hoch die damit verbundenen Kosten ausfallen könnten und wie sich die Zinsen ihrer Investitionen entwickeln. Für eine solide Finanzplanung und um die Verträge aller Versicherten zu sichern, stützen sich diese Unternehmen auf die Rechnungsgrundlagen. Diese Rechnungsgrundlagen sind essenziell, um jeden einzelnen Versicherungsvertrag korrekt zu kalkulieren.

Regionalklasse

In der Autoversicherung beeinflusst die Regionalklasse maßgeblich die Prämienhöhe. Abhängig von der Regionalklasse, in der Ihr Fahrzeug zugelassen ist, kann sich Ihr Beitrag erhöhen oder verringern. Dies liegt daran, dass Versicherer die in einer bestimmten Region auftretenden Schäden erfassen und als Basis für die Tarifkalkulation nutzen. Dabei gibt die Regionalklasse an, wie schadensanfällig eine Region ist.

Regelmäßige Neuberechnungen der Regionalklassen sorgen dafür, dass die Beiträge für die Kfz-Haftpflicht sowie Voll- und Teilkasko sich je nach Region ändern können. Ein weiterer Indikator für die Beitragsberechnung ist die Typklasse, die berücksichtigt, wie häufig ein bestimmtes Fahrzeugmodell in Unfälle verwickelt ist und welche Kosten daraus resultieren.

Das Fahrverhalten in einem spezifischen Zulassungsbezirk hat einen erheblichen Einfluss auf die Regionalklasse. Bei der Haftpflichtversicherung beispielsweise wird die Gesamtsumme der Schäden in Beziehung zur Anzahl der in dieser Region zugelassenen Fahrzeuge gesetzt. Auch die durchschnittlichen Schadenskosten werden berücksichtigt. Für Kaskoversicherungen werden zusätzlich Risiken wie Sturm-, Hagel-, Diebstahlschäden oder Wildunfälle in die Kalkulation einbezogen.

Regress

Wenn sich jemand versichert, erwartet er im Schadensfall Unterstützung, meistens in finanzieller Form. Doch auch die Versicherung hat in diesem Vertragsverhältnis Sicherheitsvorkehrungen. Verstößt ein Versicherungsnehmer grob fahrlässig gegen seine Pflichten und verursacht dadurch einen Schaden, hat die Versicherungsgesellschaft das Recht, einen Teil der Zahlung zurückzuhalten. Ein typisches Beispiel ist ein Autofahrer, der unter erheblichem Alkoholeinfluss einen Unfall verursacht. In solchen Fällen kann die Versicherung bis zu 5.000 Euro zurückfordern. Diesen Vorgang der Rückforderung bezeichnet man als Regress.

Reihenbezugsrecht

Das Reihenbezugsrecht legt fest, welche Person oder Personenkreis bei Eintritt des Versicherungsfalls eine fällige Versicherungsleistung erhält. Nach dem festgelegten Reihenbezugsrecht sind folgende Personen in der genannten Reihenfolge bevorzugt berechtigt:

Reiseversicherungen

Wenn es um den Schutz während des Reisens geht, sind Reiseversicherungen unverzichtbar. Es gibt verschiedene Policen, die speziell darauf ausgelegt sind, Reisende in verschiedenen Situationen zu schützen - sei es vor der Reise, währenddessen oder danach. Hier sind die drei bekanntesten Reiseversicherungen:

  1. Reiserücktrittskostenversicherung: Diese Versicherung springt ein, wenn Sie aus spezifischen Gründen wie Krankheit oder dem Tod eines nahen Angehörigen die Reise nicht antreten können. Sie übernimmt die Stornierungskosten, die je nach Zeitpunkt bis zu 100 Prozent des Reisepreises ausmachen können.
  2. Reiseabbruchversicherung: Wenn ein unvorhergesehenes Ereignis dazu führt, dass Sie Ihre Reise frühzeitig beenden müssen, deckt diese Versicherung zusätzliche Kosten, beispielsweise für einen plötzlichen Rückflug. Auch bereits gezahlte, aber nicht genutzte Reiseleistungen werden erstattet.
  3. Reisegepäckversicherung: Diese Versicherung greift, wenn Ihr Gepäck beschädigt, gestohlen oder verloren geht, sei es der Koffer, die Laptoptasche oder auch der Inhalt des Gepäcks wie ein beschädigter Fön.

Häufig werden Reiseversicherungen für einen bestimmten Zeitraum oder sogar nur für eine bestimmte Reise abgeschlossen. Es lohnt sich auch zu prüfen, ob solche Versicherungen bereits in Pauschalreisen oder bestimmten Zahlungsmitteln wie Kreditkarten enthalten sind.

Rentenfaktor

Der Rentenfaktor ist ein zentraler Begriff, wenn es um die private Rentenversicherung geht. Er wurde von Versicherungsmathematikern entwickelt, um Klarheit darüber zu schaffen, wie hoch die spätere Rente ausfallen wird. Mit einer privaten Rentenversicherung können Sie neben der gesetzlichen Rente eine zusätzliche finanzielle Absicherung für das Alter schaffen. Aber wie genau wird die Höhe der monatlichen Rente berechnet? Hier kommt der Rentenfaktor ins Spiel.

Der Rentenfaktor gibt schon bei Vertragsbeginn an, welchen Rentenbetrag Sie für je 10.000 Euro Einzahlung erhalten werden. Ein Rentenfaktor von 27 bedeutet beispielsweise, dass Sie für jeden angesparten Betrag von 10.000 Euro eine monatliche Rente von 27 Euro erhalten werden. Bei einem Kapital von 100.000 Euro wären dies 270 Euro monatliche Rente und bei 500.000 Euro wären es 1.350 Euro, die Ihnen monatlich als Rente ausgezahlt werden.

Bei klassischen Rentenversicherungen gibt der Rentenfaktor eine recht verlässliche Auskunft über die spätere Rente, abgesehen von nicht garantierten Überschussbeteiligungen. Bei fondsgebundenen Rentenversicherungen hingegen ist der endgültige Rentenwert abhängig von der Entwicklung des jeweiligen Fonds.

Es ist wichtig zu wissen, dass der Rentenfaktor während der Ansparphase nur dann geändert werden kann, wenn dies im Vertrag ausdrücklich vorgesehen ist. Selbst in solchen Fällen muss ein unabhängiger Treuhänder bestätigen, dass alle Voraussetzungen für die Änderung des Faktors gegeben sind. Nachdem die Rente beginnt, steht der Rentenfaktor fest und somit auch die Höhe Ihrer privaten Rente.

Rentengarantiezeit

Die Rentengarantiezeit ist ein wichtiger Bestandteil vieler privater Rentenversicherungen. Sie stellt sicher, dass die Rente auch dann weitergezahlt wird, wenn der Versicherungsnehmer kurz nach dem Rentenbeginn verstirbt. Doch was genau verbirgt sich hinter diesem Begriff? Die Rentengarantiezeit definiert einen festgelegten Zeitraum, für den die Rente nach Vertragsbeginn mindestens ausgezahlt wird. Nehmen wir an, die Rentengarantiezeit in einem Vertrag ist auf zehn Jahre festgelegt. Sollte der Versicherungsnehmer bereits ein Jahr nach Rentenbeginn sterben, würden aufgrund der Rentengarantiezeit seine Erben oder festgelegte Bezugsberechtigte die Rente für die verbleibenden neun Jahre weiterhin erhalten.

Rentenlücke

 

Die Rentenlücke ist eine finanzielle Herausforderung, die vielen Menschen im Alter bevorsteht. Während die meisten im Berufsleben eine gesetzliche Rente oder für Beamte eine staatliche Pension erhalten, deckt diese oft nicht das letzte Bruttogehalt ab. Obwohl mit dem Ruhestand manche finanzielle Belastungen, wie beispielsweise die Wohnungskosten oder Kinderunterhalt, entfallen können, reicht die gesetzliche Rente häufig nicht aus, um den gewohnten Lebensstandard zu halten. Die Rentenlücke bezeichnet genau diese finanzielle Differenz zwischen dem erwarteten Altersgehalt und den tatsächlichen Lebenskosten. Um sich auf diese Rentenlücke vorzubereiten und sie zu schließen, sollten bereits in jüngeren Jahren Maßnahmen wie private Renten- oder Lebensversicherungen in Betracht gezogen werden.

Rentenversicherung, private

Die private Rentenversicherung gewinnt in der heutigen Zeit immer mehr an Bedeutung. Angesichts der drohenden Rentenlücke erkennen viele die Notwendigkeit, neben Kapitalanlagen und Immobilien, auch in eine private Rentenversicherung zu investieren. Ein solcher Vertrag garantiert dem Versicherungsnehmer eine lebenslange Rente. Dabei profitiert er nicht nur von seinen regelmäßigen Beiträgen, die verzinst werden, sondern auch von einer Beteiligung an den Überschüssen, die das Versicherungsunternehmen generiert. In einigen Fällen wird die private Rentenversicherung sogar staatlich gefördert. Sobald die Rentenzahlungen beginnen, entfallen die Beitragszahlungen für den Kunden, und er erhält regelmäßige Auszahlungen.

Zusätzlich zur privaten Rentenversicherung besteht die Möglichkeit, eine Kapital-Lebensversicherung zu verrenten. Hierbei unterscheidet sich die Lebensversicherung insofern, als sie im Todesfall vor Rentenbeginn eine garantierte Auszahlung an die Hinterbliebenen vorsieht.

Restschuldversicherung

 

Wenn Menschen langfristige finanzielle Verpflichtungen eingehen, wie beispielsweise für den Kauf eines Eigenheims oder eines Autos, kann der plötzliche Tod des Hauptverdieners eine finanzielle Belastung für die Familie darstellen. Gerade bei langfristigen Krediten kann die Fähigkeit der Hinterbliebenen, weiterhin die monatlichen Raten zu bedienen, beeinträchtigt sein. Das Risiko von hohen finanziellen Verlusten, Zwangsversteigerungen oder sogar privater Insolvenz steigt. Um solche Szenarien zu vermeiden, gibt es die Restschuldversicherung. Diese spezielle Versicherungsform deckt im Todesfall die verbleibende Kreditschuld ab. Während höhere potenzielle Auszahlungen natürlich zu höheren monatlichen Prämien führen, bieten sie gleichzeitig ein deutlich erhöhtes Maß an finanzieller Sicherheit für die Angehörigen.

Riester-Rente

Seit 2002 bietet die Riester-Rente eine besondere Möglichkeit, staatlich geförderte private Altersvorsorge zu betreiben. Insbesondere für Geringverdiener und Familien mit Kindern stellt sie eine attraktive Option dar, um effizient Vermögen für das Alter anzusparen. Das Riester-Modell sieht gezielte staatliche Zulagen vor, die speziell diese Bevölkerungsgruppen unterstützen. Aktuell erhalten alle Riester-Sparer eine Grundzulage von 154 Euro jährlich. Hinzu kommen Kinderzulagen: Für jedes Kind gibt es 300 Euro zusätzlich, wobei für vor 2008 geborene Kinder eine Zulage von 185 Euro pro Jahr vorgesehen ist. Interessant dabei ist, dass diese Zulagen direkt zur Aufstockung des angesparten Kapitals verwendet werden und nicht von der Höhe des eigenen Beitrags abhängen.

Aber nicht nur für Geringverdiener ist die Riester-Rente vorteilhaft. Auch Besserverdienende können durch die Riester-Rente steuerliche Vorteile genießen. Die gezahlten Beiträge und erhaltenen Zulagen können als Altersvorsorgeaufwendungen in der Steuererklärung geltend gemacht werden. Sollte die resultierende Steuerersparnis den Wert der erhaltenen Zulagen übersteigen, kann sich die Steuerschuld entsprechend reduzieren. Das macht die Riester-Rente zu einem interessanten Instrument der Altersvorsorge für eine breite Bevölkerungsschicht.

Risikozuschlag

Versicherungen sind darauf bedacht, ihre Tarife sorgfältig zu kalkulieren, um allen Kunden rentable Angebote zu unterbreiten. Die Bewertung individueller Risiken spielt dabei eine zentrale Rolle. Risikozuschläge kommen ins Spiel, wenn ein erhöhtes Risiko für den Eintritt eines Versicherungsfalls vorliegt. Das bedeutet, dass versicherungsmathematische Analysen das individuelle Risiko eines jeden Kunden berücksichtigen und den Tarif entsprechend anpassen. Nehmen wir als Beispiel jemanden, der leidenschaftlich gerne Gleitschirmfliegt oder Motorradrennen fährt. Das Risiko für einen Unfall ist bei solchen Aktivitäten deutlich höher als etwa bei einem Schachspieler. Infolgedessen wird dem Extremsportler in der Regel ein Risikozuschlag für seine Unfallversicherung berechnet.

Rückkaufswert in der Lebensversicherung

Der Rückkaufswert in der Lebensversicherung ist ein zentraler Begriff, den jeder Versicherte kennen sollte. Es handelt sich hierbei um den Betrag, den der Versicherungsnehmer erhält, falls er sich entscheidet, seinen Vertrag vorzeitig zu kündigen. Schon nach dem ersten oder zweiten Versicherungsjahr kann eine Lebensversicherung einen solchen Rückkaufswert aufweisen. In den Anfangsjahren ist dieser Wert jedoch meistens geringer als die Summe der bis dato eingezahlten Beiträge.

Doch warum ist das so? Bei einer kapitalbildenden Lebensversicherung teilt sich der Beitrag in verschiedene Anteile auf: den Sparanteil, den Risikoanteil und den Kostenanteil. Während der Sparanteil für die Bildung der vereinbarten Versicherungssumme zuständig ist, dient der Risikoanteil der Absicherung, beispielsweise im Falle des Todes des Versicherten. Der Kostenanteil deckt sowohl Abschluss- als auch Verwaltungskosten ab. Der Rückkaufswert in der Lebensversicherung setzt sich hauptsächlich aus der Prämienreserve zusammen, die durch Ansparung des Sparanteils gebildet wird. Allerdings kann von diesem Wert noch ein vertraglich vereinbarter Rückkaufsabzug vorgenommen werden. Mit steigender Laufzeit des Vertrages verbessert sich das Verhältnis des Rückkaufswertes zu den geleisteten Beiträgen.

Bevor Versicherungsnehmer jedoch über eine Kündigung nachdenken, sollten sie sich unbedingt beraten lassen. Alternativen, wie etwa das Aussetzen der Beiträge, könnten in vielen Fällen sinnvoller sein.

Rückstellung für Beitragsrückerstattung

Die Rückstellung für Beitragsrückerstattung ist ein wichtiger Aspekt in der Finanzwelt von Versicherungsgesellschaften. Es handelt sich hierbei um einen speziellen Bilanzposten, den Versicherer verwenden, um Gelder für zukünftige Rückerstattungen von Beiträgen an ihre Versicherten zu reservieren. Einige Versicherungsverträge sehen vor, dass Versicherten Beiträge in Form von Ausschüttungen zurückerstattet werden. Um zu verstehen, wie viel eine Versicherungsgesellschaft hierfür vorsieht, können Interessierte die Bilanz des Unternehmens einsehen. Dort wird deutlich, welcher Betrag unter dem Posten Rückstellung für Beitragsrückerstattung für diese Zwecke zurückgelegt wird. Das gibt einen Einblick darüber, wie verantwortungsvoll und vorausschauend eine Versicherungsgesellschaft agiert.

Rückversicherung

Rückversicherung spielt eine entscheidende Rolle im Versicherungssektor, da sie als eine Art "Versicherung für Versicherer" fungiert. Wenn beispielsweise ein Versicherungsunternehmen hauptsächlich in einem bestimmten geografischen Gebiet tätig ist und ein großes Naturereignis unerwartet hohe Schadensersatzansprüche auslöst, könnte dies die finanzielle Stabilität des Unternehmens bedrohen. Um solchen finanziellen Risiken entgegenzuwirken, wenden sich diese Unternehmen an Rückversicherer. Rückversicherungsgesellschaften operieren global und können daher das Risiko verteilen, indem sie potenzielle hohe Verluste in einem Teil der Welt mit Bereichen ausgleichen, die weniger betroffen sind. Durch diese globale Diversifizierung können Rückversicherer die Stabilität und Nachhaltigkeit des gesamten Versicherungsmarktes sicherstellen.

Rürup-Rente

Die Rürup-Rente, benannt nach dem Ökonomen Bert Rürup, ist ein staatlich gefördertes privates Vorsorgeprodukt, speziell entwickelt, um das Altersvorsorgesystem in Deutschland zu ergänzen. Wer in Deutschland lebt und sich für die Rürup-Rente entscheidet, schließt einen speziellen Vorsorgevertrag ab, in den er regelmäßig Beiträge leistet. Im Gegenzug erhält er später eine staatlich garantierte lebenslange Rente, auch Leibrente genannt, ergänzt durch eventuelle Überschussbeteiligungen. Ein Hauptvorteil dieses Vorsorgemodells ist die steuerliche Begünstigung, was es besonders attraktiv für Selbstständige macht. Das Hauptziel der Rürup-Rente ist es, die Lücke zwischen der gesetzlichen Rente und dem gewünschten Lebensstandard im Alter zu schließen. Zudem bietet die Rürup-Rente verschiedene Zusatzoptionen, durch die Risiken wie Berufs- oder Erwerbsunfähigkeit während der Beitragszahlungsphase abgedeckt werden können.

S

Schadenfreiheitsrabatt

Der Schadenfreiheitsrabatt belohnt Autofahrer, die verantwortungsbewusst fahren und keine Unfälle verursachen. Wer im Straßenverkehr unfallfrei bleibt, kann bei seiner Kfz-Versicherung von dieser Vergünstigung profitieren. Jedes unfallfreie Jahr ab dem 1. Januar sorgt dafür, dass der Versicherungsbeitrag für das kommende Jahr reduziert wird. Diese Prämienreduktion ist als Schadenfreiheitsrabatt in der Kfz-Haftpflicht- und Vollkaskoversicherung bekannt.

Die genaue Berechnung dieses Rabatts kann in den Allgemeinen Versicherungsbedingungen des jeweiligen Kfz-Versicherers nachgeschlagen werden. Um jedoch von diesem Rabatt zu profitieren, muss der Versicherungsschutz mindestens ein halbes Jahr bestanden haben. Doch Vorsicht: Wenn Sie im vorangegangenen Jahr einen Schaden melden, kann dies eine Rückstufung des Schadenfreiheitsrabatts zur Folge haben, wodurch die Versicherungsprämie steigt. Es könnte also in manchen Fällen vorteilhafter sein, kleinere Schäden selbst zu begleichen, um den wertvollen Schadenfreiheitsrabatt nicht zu verlieren.

Schadenminderungspflicht

Schadenminderungspflicht: Was bedeutet das für Versicherungsnehmer? Ein 'Augen zu und durch'-Ansatz ist bei Schäden keineswegs empfehlenswert. Die Schadenminderungspflicht besagt, dass Versicherungsnehmer aktiv dafür Sorge tragen müssen, dass ein bereits entstandener Schaden nicht durch Nachlässigkeit weiter ausufert. Beispielsweise, wenn ein Sturm Dachschindeln entfernt hat, liegt es im Rahmen der Schadenminderungspflicht des Versicherten, das Dach zumindest vorübergehend zu versiegeln. Denn bei Nichtbeachtung der Schadenminderungspflicht könnte eindringendes Wasser bei nachfolgendem Regen den Schaden immens vergrößern.

Schlussüberschuss

Ein zentrales Element bei einer Kapital-Lebensversicherung ist der Schlussüberschuss. Neben den garantierten Erträgen, die Versicherungsnehmern von Anfang an zugesichert werden, gibt es die Möglichkeit zusätzlicher Renditen. Wenn der Versicherer das eingezahlte Kapital erfolgreich anlegt, generiert dies einen Überschuss. Ein Anteil dieses Überschusses wird dem Versicherungsvertrag jährlich gutgeschrieben. Aber besonders relevant ist der Anteil, der bis zum Ende des Vertrages akkumuliert und als Schlussüberschuss bezeichnet wird. Dieser Schlussüberschuss stellt einen Bonus dar, der dem Kunden bei Vertragsende zusätzlich ausgeschüttet wird. Während der Laufzeit des Vertrages wird die potenzielle Höhe des Schlussüberschusses jährlich vorhergesagt, aber die endgültige Festlegung erfolgt erst bei Vertragsende

Selbsttötung

In älteren Kriminalfilmen oder Dramen wird manchmal eine tragische Geschichte dargestellt: Eine Person schließt eine hohe Lebensversicherung ab und begeht kurze Zeit später eine Selbsttötung, sodass die Hinterbliebenen finanziell profitieren. Doch in der Realität sind solche Szenarien selten und nicht so einfach. Vor allem, wenn eine Selbsttötung innerhalb der ersten drei Jahre nach Abschluss der Lebensversicherung geschieht. Denn in solchen Fällen zahlt die Versicherung oftmals nicht aus, da der richtige Begriff "Selbsttötung" in den meisten Versicherungsverträgen spezifiziert ist. Jedoch gibt es in Paragraf 8 der Allgemeinen Versicherungsbedingungen eine Ausnahme: Sollte die Selbsttötung in einem Zustand erfolgen, der "die freie Willensbestimmung aufgrund einer krankhaften Störung der Geistestätigkeit" ausschließt, dann ist eine Auszahlung der Deckungssumme durch die Versicherung möglich.

Sofortrente

Die Sofortrente ist eine besondere Art von Versicherungsvertrag, die ihrem Namen alle Ehre macht. Sie garantiert dem Versicherten eine lebenslange Rentenzahlung. Entscheidet sich jemand für eine Sofortrente, investiert er einen oftmals größeren Betrag in eine vertrauenswürdige Versicherungsgesellschaft. Als Gegenleistung beginnt diese Gesellschaft sofort, monatlich einen festen Rentenbetrag auszuzahlen. Das Besondere an der Sofortrente ist, dass sie unkündbar ist und die Rentenzahlungen lebenslang garantiert sind – selbst wenn die ursprünglich eingezahlte Summe rechnerisch bereits verbraucht sein sollte. Viele ältere Menschen entscheiden sich für eine Sofortrente, insbesondere wenn sie größere Summen, beispielsweise aus einer Erbschaft, einem Immobilienverkauf oder einer Lebensversicherung, erhalten haben. Mit der Sofortrente haben sie finanzielle Sicherheit und müssen sich nicht mehr um Anlageentscheidungen sorgen.

Sonderausgabenabzug

Das Finanzamt bietet mit dem Sonderausgabenabzug eine Möglichkeit für Steuerzahler, beim Sparen für das Alter unterstützt zu werden. Wer in Modelle wie die Riester- oder Basisrente investiert, profitiert hierbei besonders. Bei der Einkommensteuer können die Einzahlungen und auch die staatlichen Zulagen durch den Sonderausgabenabzug steuersenkend angegeben werden. Alle diese Beträge können Sie direkt als Sonderausgaben in der Anlage AV der Einkommensteuererklärung anführen. Ein weiterer Vorteil: Das Finanzamt führt eine Günstigerprüfung durch und überprüft, ob der Steuervorteil aus dem Sonderausgabenabzug größer ist als die erhaltenen Zulagen. Falls der Sonderausgabenabzug für Sie persönlich vorteilhafter ist, wird Ihnen automatisch die zusätzliche Steuerermäßigung gewährt.

Sparzulage

Um die Bürger zu ermutigen, privat für das Alter vorzusorgen, bietet der Staat die Sparzulage als Anreiz an. Dieses staatliche Förderinstrument kommt insbesondere Niedrigverdienern und Familien zugute. Viele Versicherer bieten Produkte an, die von der Sparzulage profitieren. Speziell bei den Vermögenswirksamen Leistungen variieren die Einkommensgrenzen für den Anspruch auf die Sparzulage je nach Anlageart. Beim zu versteuernden Jahres-Einkommen sind die Grenzen 20.000 Euro für Ledige und 40.000 Euro für Verheiratete bei Wertpapiersparverträgen. Bei Bausparverträgen sind es 17.900 Euro für Ledige und 35.800 Euro für Verheiratete. Investiert man in Aktienfonds, kann man jährlich maximal 400 Euro durch eine Sparzulage von 20 Prozent fördern lassen. Bei Bausparverträgen liegt die maximale jährliche Förderung bei 470 Euro, wobei die Sparzulage neun Prozent beträgt. (Stand: Dezember 2018)

Standmitteilung

Bei einer Lebens- oder Rentenversicherung blickt man oftmals auf die garantierte Summe am Ende der Vertragslaufzeit. Doch darüber hinaus gibt es variierende Leistungen wie Überschüsse, die sich je nach wirtschaftlichen Faktoren ändern können. Um Versicherungsnehmern Klarheit über die erwarteten Leistungen zu geben, versenden Versicherer jährlich eine Standmitteilung. In dieser Standmitteilung wird detailliert aufgeführt, welche Summe oder Rente nach Ablauf des Vertrags zu erwarten ist. Sie unterteilt sich in garantierte und unverbindliche Leistungen, um eine klare Übersicht zu bieten. Ein weiterer wichtiger Punkt in der Standmitteilung ist die Information über das bis dato angesparte Vorsorgevermögen. Dies ist besonders relevant, falls man überlegt, den Vertrag vorzeitig zu beenden. Insgesamt dient die Standmitteilung nicht nur der Transparenz, sondern auch als Hilfsmittel, um die eigene Altersvorsorge im Blick zu behalten und eventuell anzupassen.

Steuern bei Lebens- und Rentenversicherungen

In diesem Versicherungs-Wiki streben wir Klarheit und Präzision an, besonders wenn es um Steuern bei Lebens- und Rentenversicherungen geht. Ein detailliertes Verständnis erfordert jedoch eine ausführliche Betrachtung, da die steuerlichen Regelungen in Bezug auf Lebens- und Rentenversicherungen von verschiedenen Faktoren abhängen:

  • Ob weiterhin in den Vertrag eingezahlt wird,
  • Ob bereits Auszahlungen aus dem Vertrag erfolgen,
  • Das Datum des Vertragsabschlusses und
  • Das Alter des Versicherten bei Kapitalerhalt.

Jeder dieser Punkte beeinflusst, ob und in welchem Umfang Steuern bei Lebens- und Rentenversicherungen anfallen. Deshalb gliedern wir diesen Artikel nach den steuerlich relevantesten Phasen.

Steuern in der Ansparphase

Für viele, die bereits seit längerem einen Renten- oder Lebensversicherungsvertrag besitzen, sind die Steuern in der Ansparphase von Bedeutung. Hat man die Police vor dem 1. Januar 2005 abgeschlossen, dann können Beiträge, ähnlich wie Beiträge zu Arbeitslosen-, Unfall-, Haftpflicht- und Krankenversicherungen, als Vorsorgeaufwendungen in den Sonderausgaben der Einkommensteuer aufgeführt werden. Bis zu einem gewissen Höchstbetrag sind diese steuerlich absetzbar. Wurde der Vertrag jedoch nach diesem Datum abgeschlossen, fallen Steuern in der Ansparphase an und Beiträge für Renten- und Lebensversicherungen müssen aus dem Nettoeinkommen entrichtet werden. Eine steuerliche Absetzbarkeit dieser Beiträge als Sonderausgaben ist dann nicht möglich. Dennoch gibt es Ausnahmen: Bei staatlich geförderten Riester- und Basisrenten können die Beiträge weiterhin über den Sonderausgabenabzug in der Einkommensteuererklärung geltend gemacht werden.

Steuern in der Auszahlungsphase

Die Steuern in der Auszahlungsphase hängen stark vom Zeitpunkt des Vertragsabschlusses und der Art der Auszahlung (Einmalbetrag oder Rente) ab. Bei Einmalzahlungen von Kapital aus Lebensversicherungen gilt: Wenn Sie den Vertrag vor dem 1. Januar 2005 abgeschlossen haben und er mindestens zwölf Jahre Laufzeit sowie einen Mindesttodesfallschutz von 60 Prozent aufweist, sind Sie von den Steuern in der Auszahlungsphase befreit. Verträge, die ab dem 1. Januar 2005 geschlossen wurden und bei denen Sie mindestens zwölf Jahre eingehalten haben und über 60 Jahre alt sind (bei Verträgen ab 2012: 62 Jahre), unterliegen besonderen Regeln: Die Hälfte des Ertrags ist steuerpflichtig und muss mit Ihrem individuellen Steuersatz versteuert werden. Der Begriff "Erträge" definiert die Differenz zwischen der Gesamtsumme der Beiträge, die Sie während der Vertragslaufzeit eingezahlt haben, und der am Ende fälligen Versicherungsleistung. Ein weiterer wichtiger Hinweis: Um von dieser Steuervergünstigung zu profitieren, muss die Todesfalleistung mindestens 50 Prozent der Beitragsleistung betragen. Das gilt für Verträge, die nach dem 31.03.2009 geschlossen wurden.

Stornoabzug

Wenn Sie eine Lebensversicherung (oder eine andere sogenannte kapitalbildende Versicherung) vorzeitig kündigen, dann verlangt der Versicherer dafür Stornogebühren. Er hatte ja kalkuliert, länger mit dem Geld arbeiten zu können. Diese Stornokosten zieht das Unternehmen direkt vom Wert des Vertrages ab, den der am Zeitpunkt der Kündigung hatte. Diese Verrechnung nennt sich Stornoabzug.

T

Typklasse

Bei der Wahl eines Autos spielt natürlich das Modell eine Rolle, aber wussten Sie, dass die Typklasse des Fahrzeugs auch maßgeblich für die Kfz-Versicherungsprämie ist? Allein in der Kompaktklasse gibt es über 40 verschiedene Marken, und jedes Modell weist unterschiedliche Unfallstatistiken auf. Versicherer kategorisieren daher Autos in unterschiedliche Typklassen, um sicherzustellen, dass Unfallhäufigkeiten bestimmter Modelle nicht die Tarife für alle Autofahrer in die Höhe treiben.

Die Einstufung in eine Typklasse erfolgt nach einer Analyse der Fahrzeugschäden und den daraus resultierenden Reparaturkosten der letzten drei Jahre. Ein Modell mit weniger Schäden als im Durchschnitt der Vorjahre wird in eine günstigere Typklasse eingestuft und umgekehrt.

Es ist jedoch wichtig zu betonen, dass die Typklasse nur eines von mehreren Kriterien ist, die die Höhe Ihrer Kfz-Versicherungsprämie bestimmen. Individuelle Faktoren, wie Fahrerfahrung oder vorherige Schadensmeldungen, fließen ebenfalls in die Kalkulation ein. Neben der Typklasse spielt auch die Regionalklasse, welche die Schadensbilanz eines bestimmten Gebiets widerspiegelt, eine entscheidende Rolle bei der Festlegung des Versicherungsbeitrags.

 

U

Umweltbasis-Deckung

In Zeiten erhöhten Umweltbewusstseins und gesetzlicher Auflagen sind Unternehmen immer mehr gefordert, Verantwortung für Umweltschäden zu übernehmen. Genau hier setzt die Umweltbasis-Deckung (UHV/USV) an.

Die UHV, auch Umwelthaftpflicht genannt, ist eine sinnvolle Erweiterung der betrieblichen Haftpflichtversicherung. Sie deckt Haftpflichtansprüche ab, die durch Umwelteinwirkungen entstehen. Unternehmen sind damit vor finanziellen Ansprüchen geschützt, die aufgrund von umweltbedingten Schäden an Dritten entstehen.

Doch es gibt noch die USV, die Umweltschadenversicherung. Diese spezielle Versicherung schützt vor Schäden an der Umwelt selbst, insbesondere an geschützten Arten oder natürlichen Lebensräumen. Wenn solche Schäden auf den Grundstücken oder Gewässern des Versicherungsnehmers verursacht werden, greift die Umweltbasis-Deckung (UHV/USV) und sorgt dafür, dass die notwendigen Wiederaufbau- und Wiederherstellungsmaßnahmen finanziell gedeckt sind.

Unfall-Krankenhaustagegeld mit Genesungsgeld

Nach einem Unfall kann ein Krankenhausaufenthalt finanzielle Belastungen verursachen, sowohl durch entgangenes Einkommen als auch durch zusätzliche Kosten. Hier kommt das Unfall-Krankenhaustagegeld mit Genesungsgeld ins Spiel. Diese spezielle Absicherung bietet, beispielsweise bei der Bayerischen, ein tägliches Krankenhaustagegeld für jeden Tag, den Sie im Krankenhaus verbringen – und das bis zu einer beeindruckenden Dauer von drei Jahren. Doch damit nicht genug: Sobald Sie das Unfall-Krankenhaustagegeld beziehen, profitieren Sie zusätzlich vom vertraglich festgelegten Genesungsgeld. Dies wird Ihnen für die gleiche Anzahl von Kalendertagen ausgezahlt, für die Sie bereits das Krankenhaustagegeld erhalten haben. So sorgt das Unfall-Krankenhaustagegeld mit Genesungsgeld dafür, dass Sie sich nach einem Unfall voll und ganz auf Ihre Erholung konzentrieren können.

Unterversicherung

Es ist entscheidend, seine Versicherung regelmäßig zu überprüfen und aktuell zu halten, um im Schadenfall nicht von finanziellen Einbußen betroffen zu sein. Neue Anschaffungen wie ein modernes Badezimmer, wertvolle Gegenstände oder hochwertige Möbel können den Wert des versicherten Hausrats erhöhen. Wird dieser erhöhte Wert nicht in der Versicherung berücksichtigt, kann dies zu einer Unterversicherung führen. Eine Unterversicherung liegt vor, wenn die festgelegte Versicherungssumme unter dem tatsächlichen Neuwert des Hausrats liegt. Im Falle eines Schadens kann dies bedeuten, dass die Entschädigung durch die Versicherung reduziert wird, da die Unterversicherung nicht den kompletten Wert abdeckt.

V

Verkehrsopferhilfe (VOH)

Die Verkehrsopferhilfe (VOH) tritt in Situationen ein, die eigentlich nicht auftreten sollten. Denn gesetzlich sind alle Fahrzeughalter verpflichtet, ihre Kraftfahrzeuge zumindest haftpflichtversichert zu haben. Dennoch gibt es Fälle, in denen Geschädigte von einem nicht versicherten Verkehrsteilnehmer Schäden erleiden oder in denen der Verursacher eines Unfalls nicht identifiziert werden kann. Für solche Szenarien wurde die Verkehrsopferhilfe (VOH) ins Leben gerufen. Dieser Verein agiert seit 1963 als Sicherheitsnetz für Verkehrsteilnehmer und übernimmt die Kosten, als hätte der Unfallverursacher die gesetzliche Mindestdeckungssumme als Versicherungsschutz. Bei nicht versicherten oder nicht ermittelbaren Schädigern ist die VOH eine wichtige Anlaufstelle für Geschädigte.

Verkehrssicherungspflicht

Wer ein Eigenheim besitzt, trägt nicht nur Verantwortung für die Sicherheit innerhalb seiner vier Wände. Die Verkehrssicherungspflicht verpflichtet den Haus- und Grundstückseigentümer auch dazu, Gefahren zu vermeiden, die im öffentlichen Bereich direkt an seinem Besitz auftreten könnten. Sei es durch eine herabfallende Dachschindel, die ein Fahrzeug beschädigt, oder ein rutschiger Gehweg vor der Haustür, auf dem ein Passant wegen nicht gestreuten Glatteises ausrutscht. Die Verkehrssicherungspflicht stellt sicher, dass Grundstückseigentümer rechtlich haftbar gemacht werden können, wenn von ihrem Eigentum Gefahren ausgehen. Um sich vor potenziellen Schadenersatzforderungen zu schützen, sollten Eigentümer daher über eine private Haftpflichtversicherung oder eine spezielle Versicherung für Haus- und Grundbesitz nachdenken.

Verlängerungsphase

In Phasen finanzieller Stabilität kann es vorkommen, dass man feststellt, man benötigt sein Erspartes nicht sofort. Dank flexibler Versicherungsangebote können Kunden in solchen Situationen ihre Policen anpassen. Bei der aufgeschobenen Privatrentenversicherung beispielsweise besteht die Möglichkeit, in die Verlängerungsphase zu gehen. Das bedeutet, man kann den Start der Rentenzahlung bis zu fünf Jahre über das ursprünglich vereinbarte Datum hinauszögern, ohne zusätzliche Beiträge leisten zu müssen. Für den Eintritt in die Verlängerungsphase sollte das Alter der versicherten Person zwischen 55 und 65 Jahren liegen, zum Zeitpunkt, an dem die Rentenzahlung ursprünglich beginnen sollte.

Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung

Die Bedeutung einer privaten Haftpflichtversicherung kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Doch sie deckt nicht alle Schadensarten ab, insbesondere nicht solche, die im beruflichen Kontext entstehen. Hier kommt die Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung ins Spiel, die für Berufsgruppen wie Steuerberater und Rechtsanwälte unerlässlich ist. Wenn Freiberufler oder Selbstständige in ihrer beruflichen Tätigkeit einen reinen Vermögensschaden verursachen, der nicht mit Personen- oder Sachschäden verbunden ist, bietet die Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung den nötigen finanziellen Schutz. Für andere Arten von Schäden gibt es entsprechende, spezifische Versicherungslösungen.

Versicherungsbetrug

Ein kaputtes Handy durch einen Sturz ist zweifellos ärgerlich. Aber der Gedanke, den Schaden durch Täuschung gegenüber der Versicherung abzudecken, ist nicht nur unethisch, sondern auch illegal. Wenn jemand vorsätzlich einen Schaden erfindet oder manipuliert, um von seiner Versicherung Geld zu erhalten, handelt es sich um Versicherungsbetrug. Es gibt sogar organisierte Gruppen, die komplexe Versicherungsbetrug-Szenarien ausarbeiten, beispielsweise fingierte Unfälle, um beträchtliche Geldbeträge zu erschwindeln. Solche betrügerischen Aktivitäten schaden nicht nur der Versicherungsgesellschaft, sondern letztlich auch den ehrlichen Versicherungsnehmern. Die Folge sind oft höhere Prämien für alle. Der Versicherungsbetrug ist vor allem in der Schaden- und Unfallversicherung verbreitet, und daher haben viele Versicherungsunternehmen spezielle Systeme und Maßnahmen entwickelt, um solche Betrugsversuche zu erkennen und zu verhindern – alles zum Schutz der aufrichtigen Kunden.

Versicherungsdauer

Die Versicherungsdauer ist ein zentraler Bestandteil jeder Police und bestimmt den Zeitraum, in dem der Versicherungsschutz gilt. Ein häufiges Beispiel hierfür ist die Kapital-Lebensversicherung: Wird sie mit 25 Jahren abgeschlossen und zahlt die vereinbarte Versicherungssumme mit 65 Jahren aus, so endet die Versicherungsdauer und somit auch der Todesfallschutz. Die Versicherungsdauer legt fest, innerhalb welchen Zeitraums ein Versicherungsfall eintreten muss, damit der Schaden durch die Versicherung abgedeckt wird. Es handelt sich um eine zentrale Vereinbarung zwischen dem Versicherungsnehmer und dem Versicherungsunternehmen, die den Schutz und die Bedingungen des Vertrages definiert.

Versicherungsfall

Der Versicherungsfall tritt in unterschiedlichsten Lebenssituationen ein, ob erfreulich oder bedauerlich. Es kann die Auszahlung einer Lebensversicherung über 100.000 Euro sein, ein Brandschaden am Eigenheim, das bereitgestellte Startkapital für den Beginn einer Ausbildung oder die Unfähigkeit, den eigenen Beruf wegen Krankheit auszuführen. Jede dieser Situationen, ob positiv oder negativ, wird durch den Eintritt eines Versicherungsfalls gekennzeichnet. Bei unerwünschten Ereignissen, wie beispielsweise einem Unfall, informiert der Kunde in der Regel seinen Versicherer über den eingetretenen Versicherungsfall. Denn es ist die Aufgabe des Versicherers, im Falle eines Versicherungsfalls die im Vertrag festgelegte Leistung zu erbringen. Es handelt sich hierbei um ein zentrales Konzept im Versicherungswesen, das die Bedingungen und den Schutz definiert, den der Kunde durch seine Versicherungspolice erhält.

Versicherungspflichtgrenze

In der gesetzlichen Krankenversicherung spielt die Versicherungspflichtgrenze eine zentrale Rolle. Diese Grenze entspricht dem, was man als Jahresarbeitsentgeltgrenze bezeichnet. Die Versicherungspflichtgrenze legt fest, ab welchem Einkommen Arbeitnehmer die Option haben, von der gesetzlichen in die private Krankenvollversicherung zu wechseln. Nur wenn das Jahresgehalt über dieser festgelegten Versicherungspflichtgrenze liegt, besteht in der Regel die Möglichkeit, zwischen der gesetzlichen und der privaten Krankenversicherung zu wählen. Liegt das Einkommen eines Arbeitnehmers unter der Versicherungspflichtgrenze, bleibt er automatisch in der gesetzlichen Krankenversicherung pflichtversichert. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass für Selbstständige, Freiberufler und Beihilfeberechtigte keine Versicherungspflichtgrenze gilt. Sie können sich unabhängig von ihrem Einkommen entscheiden, ob sie sich gesetzlich oder privat versichern möchten.

Versicherungsschein

Der Versicherungsschein ist ein essenzielles Dokument im Versicherungswesen. Er dient als schriftlicher Beleg für den abgeschlossenen Versicherungsvertrag und bestätigt dessen Rechtsgültigkeit. Nach erfolgreichen Vertragsverhandlungen erhalten Versicherte in der Regel ihren Versicherungsschein postalisch, oft zusammen mit einem Begleitschreiben. Es ist ratsam, diesen Versicherungsschein sicher zu verwahren, obwohl die Informationen heutzutage natürlich auch in digitaler Form bei der Versicherung gespeichert sind. Jeder Versicherte sollte wissen, wo sein Versicherungsschein liegt, da er die konkreten Vertragsdetails beinhaltet.

Versorgungslücke

In der heutigen Zeit erleben viele Menschen einen langen und aktiven Ruhestand, wobei die Lebenserwartung stetig steigt. Doch die gesetzliche Rente allein genügt oftmals nicht, um den bisherigen Lebensstandard aufrechtzuerhalten oder zusätzliche Wünsche zu finanzieren. Hinzu kommt der Faktor der Geldentwertung durch die Inflation, die an den Ersparnissen und Einkünften zehrt. Dieses Defizit zwischen dem gewünschten finanziellen Polster für den Ruhestand und den real verfügbaren Einkünften wird als Versorgungslücke bezeichnet. Um diese Versorgungslücke erfolgreich zu schließen, ist es ratsam, bereits frühzeitig - idealerweise Jahrzehnte vor dem Renteneintritt - private Vorsorgemaßnahmen zu treffen. Unterstützung gibt es dabei sowohl vom Staat in Form von Zuschüssen und steuerlichen Vorteilen als auch vom Arbeitgeber durch Beiträge zur betrieblichen Altersvorsorge. Es lohnt sich, diese Angebote in Anspruch zu nehmen und so einem sorgenfreien Alter entgegenzusehen.

Verzinsliche Ansammlung

In vielen Lebensversicherungs-Verträgen stolpert man über den Begriff Verzinsliche Ansammlung. Er bezieht sich auf die Methode, wie mit den generierten Überschüssen umgegangen wird. Im Kontext der verzinslichen Ansammlung legt der Versicherer die zugeteilten Überschussanteile wieder an, wodurch sie Verzinsung erlangen. Dieses Vorgehen kann sich finanziell auszahlen. Bei Vertragsende kommt nämlich nicht nur die ursprüngliche Versicherungssumme zur Auszahlung, sondern auch das durch die verzinsliche Ansammlung erworbene Überschussguthaben.

Vorvertragliche Anzeigepflicht

Um Versicherungsbeiträge maßgeschneidert zu kalkulieren und unnötig hohe Kosten für alle Versicherten zu vermeiden, benötigen Versicherer detaillierte Informationen über das individuelle Risiko jedes Vertragspartners. Daher ist es Aufgabe des Versicherungsnehmers, beim Vertragsabschluss alle relevanten Informationen preiszugeben, die er kennt und die für den Versicherer von Bedeutung sein könnten. Beispielsweise könnten das Vorerkrankungen oder bereits bestehende Schäden an einem Fahrzeug sein. Dank dieser Informationen kann der Versicherer eine objektive Risikoeinschätzung vornehmen. Diese Pflicht zur Information, die von der Antragstellung bis zur Annahme des Antrags besteht, wird als Vorvertragliche Anzeigepflicht bezeichnet.

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Wartezeiten

Bei dem Abschluss von Privatversicherungen, insbesondere in Bereichen wie der Kranken- oder Rechtsschutzversicherung, stoßen Versicherungsnehmer häufig auf das Konzept der Wartezeiten. Diese Wartezeiten legen fest, dass, obwohl Versicherungsnehmer bereits zur Zahlung von Prämien oder Beiträgen verpflichtet sind, der Versicherer noch keine Ansprüche erfüllen muss. Wartezeiten dienen dazu, das subjektive Risiko zu reduzieren – etwa wenn jemand einen Vertrag abschließt, weil er einen bevorstehenden Schadenfall erwartet. Dies stellt sicher, dass der Versicherungsnehmer zumindest eine Mindestleistung erbringt und ermöglicht es den Versicherungen, die Prämien für alle Beteiligten attraktiver zu gestalten. Ein typisches Beispiel hierfür ist die private Krankenversicherung: Sie hat eine allgemeine Wartezeit von gesetzlich vorgegebenen drei Monaten. Darüber hinaus gibt es individuelle Wartezeiten, die je nach gewähltem Tarif und Art der abgedeckten Leistung variieren können.

Widerrufsrecht

Wenn Sie einen Versicherungsvertrag abschließen und später Bedenken haben, brauchen Sie sich keine Sorgen zu machen. Dank des Widerrufsrechts haben Sie die Möglichkeit, den Vertrag innerhalb einer bestimmten Frist rückgängig zu machen. Bei den meisten Versicherungsverträgen, die eine Laufzeit von über einem Jahr haben, können Sie den Vertrag innerhalb von 14 Tagen nach Unterzeichnung ohne Angabe von Gründen widerrufen. Bei Lebensversicherungen haben Sie sogar eine Widerrufsfrist von 30 Tagen ab dem Zeitpunkt, an dem Sie den Versicherungsschein erhalten haben. Dieses Widerrufsrecht gilt unabhängig davon, ob Sie den Vertrag direkt beim Versicherungsvertreter, online, per Telefon oder über eine App abgeschlossen haben. Eine Ausnahme gibt es jedoch: Wenn Sie einen sofortigen Versicherungsschutz benötigen, beispielsweise bei einem Carsharing-Angebot, können Sie diesen Schutz nicht nach zwei Wochen widerrufen. Das ist verständlich, denn Sie haben ja bereits den sofortigen Schutz in Anspruch genommen.

Wiederbeschaffungswert

Bei Versicherungen spielt der Wert eines Gegenstands eine entscheidende Rolle, insbesondere wenn es um Schäden oder Diebstahl geht. Hier kommt der Wiederbeschaffungswert ins Spiel. Er stellt den Betrag dar, den man aufwenden muss, um einen verlorenen oder beschädigten Gegenstand durch einen gleichwertigen zu ersetzen, und zwar genau zum Zeitpunkt des Schadens. Entscheiden Sie sich für eine Versicherung, die den Wiederbeschaffungswert berücksichtigt, erhalten Sie im Schadenfall genau diesen Betrag.

Neben dem Wiederbeschaffungswert sind auch der Zeitwert und der Neuwert relevante Bewertungskriterien in der Versicherungswelt.

Wohngebäudeversicherung

Für Hausbesitzer ist der Wiederbeschaffungswert ihres Eigentums ein kritischer Faktor, der oft übersehen wird. Dieser Wert bezieht sich darauf, wie viel es kosten würde, das Gebäude zum Zeitpunkt eines Schadens erneut zu erwerben. Genau hier kommt die Wohngebäudeversicherung ins Spiel. Sie schützt Eigentümer vor den finanziellen Konsequenzen, die durch Sachschäden am Wohngebäude entstehen können. Diese Schäden können erheblich sein, weshalb die Versicherung nicht nur das Gebäude selbst, sondern auch alle fest eingebauten Elemente abdeckt.

Die Hauptgefahren, die den Wiederbeschaffungswert eines Hauses beeinflussen können und von der Wohngebäudeversicherung abgedeckt werden, sind:

  • Blitzschlag
  • Explosionen
  • Stürme (ab Windstärke 8) und Hagel
  • Wasserschäden durch Leitungen
  • Überspannung
  • Feuer

Aber auch in Regionen, die durch besondere Naturrisiken gekennzeichnet sind, kann der Wiederbeschaffungswert eines Gebäudes gefährdet sein. Hier bietet sich die Elementarschadenversicherung als erweiterte Deckung an. Diese Zusatzversicherung, wie beispielsweise die Elementar SOLO der Bayerischen, schützt den Wiederbeschaffungswert in solchen spezifischen Szenarien.

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Zahnzusatzversicherung - Zahnreinigung

Eine professionelle Zahnreinigung (PZR) ist nicht nur gut für die Gesundheit Ihrer Zähne, sondern auch für das Erscheinungsbild Ihres Lächelns. Allerdings werden die Kosten für eine Zahnreinigung nicht von den gesetzlichen Krankenkassen getragen. Hier bietet die Zahnzusatzversicherung Zahnreinigung optimale Unterstützung.

Wenn Sie eine regelmäßige, 1- bis 2-mal jährliche, professionelle Zahnreinigung planen, die Karies und Zahnfleischentzündungen vorbeugt, ist es ratsam, eine Zahnzusatzversicherung speziell für Zahnreinigung in Erwägung zu ziehen. Die gute Nachricht: Alle unsere Tarife bieten eine Abdeckung für die Kosten einer PZR.

Vorteile der Zahnzusatzversicherung für Zahnreinigung:

  • Professionelle Zahnreinigung ist in all unseren Tarifen enthalten.
  • Sie können die Leistungen jedes Jahr nutzen.
  • Keine Wartezeiten für die professionelle Zahnreinigung.

Zahnzusatzversicherung ohne Wartezeit

Wenn es um Ihre Zähne geht, möchten Sie sicherlich keine Zeit verlieren. Genau hier kommt die Zahnzusatzversicherung ohne Wartezeit ins Spiel. Einige Versicherer setzen nach Vertragsabschluss eine Wartezeit von bis zu acht Monaten an, in der sie keine Kosten übernehmen. Doch nicht bei uns: Wir verzichten in allen Tarifvarianten auf eine Wartezeit.

Zahnzusatzversicherung: Implantate

Zu den gängigsten Formen des Zahnersatzes gehören Inlays, Brücken und Kronen, aber vor allem die Implantate aus Titan oder Keramik sind gefragt. Aufgrund der hohen Kosten, die eine Behandlung mit solch einem Zahnersatz mit sich bringt, empfiehlt es sich, eine Zahnzusatzversicherung für Implantate zu berücksichtigen. Unser Einsteigertarif Smart erstattet beispielsweise jeweils 75 % der Kosten bei Implantaten sowie bei der Regelversorgung.

Zeitwert

Wenn es darum geht, den Wert eines versicherten Gegenstands zu bestimmen, spielt der Zeitwert eine entscheidende Rolle. Er repräsentiert den tatsächlichen Wert, den ein Artikel oder ein Gegenstand im Moment des Schadens hatte. In einfachen Worten: Der Zeitwert gibt an, wie viel Ihr Objekt kurz vor dem Schadenereignis noch wert war, unter Berücksichtigung von Alter, Abnutzung und allgemeiner Nutzung. Dieser Wert ist entscheidend, um den Ausgleich zu berechnen, den die Versicherung im Schadensfall leistet. Neben dem Zeitwert gibt es auch Begriffe wie den Neuwert und den Wiederbeschaffungswert, die in verschiedenen Versicherungssituationen eine Rolle spielen können. Es ist wichtig, diese Unterschiede zu verstehen, um sicherzustellen, dass Sie den richtigen Schutz für Ihre Bedürfnisse haben.

Zentralruf

Bei einem Autounfall, insbesondere im Ausland, ist schnelle und klare Information entscheidend. Hier kommt der Zentralruf der Autoversicherer ins Spiel, ein zentrales System, das von Autoversicherern eingerichtet wurde, um den Versicherten das Leben leichter zu machen. Mit Hilfe des Zentralrufs können Sie die Versicherungsinformationen des Unfallverursachers abrufen. Wenn Sie beispielsweise in einem EU-Land, Island, Norwegen, Liechtenstein oder der Schweiz auf einen Unfallbeteiligten treffen, ermittelt der Zentralruf prompt die entsprechende Versicherung oder den zuständigen Schadenregulierer in Deutschland.

Falls Sie diese Dienstleistung nutzen möchten, hier sind die Kontaktdaten des Zentralrufs:

  • Bei Anrufen aus Deutschland: 0800 – 250 260 0
  • Bei Anrufen aus dem Ausland: 0049 (40) 300 330 300
  • Mobil über Smartphone: mobile.zentralruf.de

Bitte beachten Sie: Der Kontakt zum Zentralruf ersetzt nicht die offizielle Schadensmeldung bei Ihrer eigenen Versicherung. Dies ist ein zusätzlicher Schritt, um den Prozess der Schadensregulierung zu beschleunigen.