Kirchensteuerabzug

Fragen und Antworten

Bisher konnten Kirchensteuerpflichtige wählen, ob bei der Auszahlung von Kapitalerträgen die auf die Abgeltungssteuer entfallende Kirchensteuer einbehalten und abgeführt wird oder ob dies über Ihre persönliche Einkommensteuererklärung erfolgen soll. Dieses Wahlrecht entfällt ab dem 01. Januar 2015. Wir sind verpflichtet die Kirchensteuer automatisch einzubehalten und an das Finanzamt abzuführen.

Nachfolgend finden Sie die wichtigsten Fragen beantwortet. Im Internet sind weitere Informationen auf der Seite des Bundeszentralamts für Steuern hinterlegt, welche detailliert Auskunft geben.

Ist die geplante Änderung für Sie relevant?

Für Sie ist die geplante Änderung nur dann relevant, wenn Sie einer kirchensteuerpflichtigen Religionsgemeinschaft angehören und Abgeltungssteuer auf Kapitalerträge zahlen.

Was ändert sich für Kunden ohne Religionszugehörigkeit?

Für Kunden ohne Religionszugehörigkeit ändert sich nichts.

Was ändert sich für Kunden mit einer Religionszugehörigkeit?

Kirchensteuer auf abgeltend besteuerte Kapitalerträge wird ab dem 01. Januar 2015 automatisch einbehalten und abgeführt. Zur Vorbereitung dieses automatischen Abzugs der Kirchensteuer sind wir gesetzlich verpflichtet, bei der Auszahlung von Kapitalerträgen beim Bundeszentralamt für Steuern die Religionszugehörigkeit unserer Kunden abzufragen.

Die Abfrage erfolgt bei einem Versicherungsvertrag bei einer bevorstehenden Auszahlung aus dem Vertrag (sog. Anlassabfrage), im Übrigen grundsätzlich im Zeitraum vom 1. September bis zum 31.Oktober mit Wirkung für das Folgejahr (sog. Regelabfrage). Für Angehörige einer steuererhebenden Religionsgemeinschaft teilt uns das Bundeszentralamt für Steuern die Religionsgemeinschaft und den gültigen Kirchensteuersatz mit.

Was müssen Sie tun?

Sie müssen nichts weiter tun. Wir werden alle notwendigen Schritte zur Umsetzung der gesetzlichen Änderung für Sie ausführen.

Was können Sie tun, wenn Sie mit dieser Vorgehensweise nicht einverstanden sind?

Sofern die Kirchensteuer von uns nicht automatisch abgeführt werden soll, können Sie einer Übermittlung Ihrer Religionszugehörigkeit beim Bundeszentralamt für Steuern widersprechen (Sperrvermerkserklärung). In diesem Fall wird die Kirchensteuer von dem für Sie zuständigen Finanzamt erhoben.

Für den Widerspruch müssen Sie einen amtlich vorgeschriebenen Vordruck verwenden, den Sie auf „www.formulare-bfinv.de”, unter dem Stichwort „Kirchensteuer” finden.

Der Vordruck ist ausgefüllt und unterschrieben rechtzeitig beim Bundeszentralamt für Steuern einzureichen. Rechtzeitig ist bei einer Anlassabfrage spätestens zwei Monate vor unserer Abfrage beim Bundeszentralamt für Steuern. Bei einer Regelabfrage ist der Eingang Ihrer Sperrvermerkserklärung bis spätestens zum 30. Juni eines Jahres beim Bundeszentralamt für Steuern erforderlich.

Eine Sperrvermerkserklärung kann ausschließlich direkt beim Bundeszentralamt für Steuern eingereicht werden. Bis zu Ihrem Widerruf ist dadurch die Übermittlung Ihrer Religionszugehörigkeit für die aktuelle und alle folgenden Abfragen gesperrt.

Was passiert wenn Sie Widerspruch einlegen?

Wir werden daraufhin keine Kirchensteuer für Sie abführen. Das für Sie zuständige Finanzamt wird durch das Bundeszentralamt für Steuern über Ihre Sperre informiert und ist gesetzlich gehalten, Sie aufzufordern, Angaben zur Abgeltungssteuer zu machen und darauf dann Kirchensteuer zu erheben.

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