Lexikon

Sprechen Sie Versicherungsdeutsch? Wir leider manchmal schon, auch wenn wir unverständliche Fachausdrücke so gut es geht vermeiden wollen. Für diese Fälle haben wir die wichtigsten Versicherungsbegriffe in unserem Lexikon für Sie zusammengestellt und erläutert.

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Abrufoption

In der Rentenversicherung: Sobald das Deckungskapital einschließlich des Überschussguthabens, jedoch ohne Schlussüberschussanteile, größer ist als die garantierte Kapitalabfindung der versicherten Rente zum vereinbarten Rentenbeginntermin, kann ein neuer, früherer Rentenbeginn abgerufen werden. In der Lebensversicherung: Sobald das Deckungskapital einschließlich des Überschussguthabens, jedoch ohne Schlussüberschussanteile, größer ist als die garantierte Kapitalabfindung, kann ein neuer Auszahlungstermin festgelegt werden.

Abruftermin

s. Abrufoption

Abtretung

Eine Abtretung ist das Übertragen der Rechte und Ansprüche aus einem Versicherungsvertrag vom Verfügungsberechtigten auf einen Dritten.

Allgefahren-Deckung

Bei einer „Allgefahren-Deckung“ handelt es sich um den umfangreichsten Versicherungsschutz, der versichert werden kann. Er geht erheblich über die Leistungen einer klassischen oder auch verbesserten Versicherung hinaus.

Auf die gewohnte Aufzählung von versicherten Gefahren wie z. B. Feuer, Leitungswasser oder Sturm wie in herkömmlichen Hausrat- und Wohngebäude-Versicherungen wird verzichtet, da grundsätzlich alle Gefahren - auch bislang unbekannte bzw. unbenannte - im Versicherungsschutz enthalten sind. Alle Schäden an versicherten Sachen durch Zerstörung, Beschädigung oder Abhandenkommen sind versichert, sofern sie nicht explizit vom Versicherungsschutz ausgeschlossen sind.Dies ist von besonderem Vorteil bei Schadenereignissen, die von der Definition in den Versicherungsbedingungen abweichen. Denn es besteht keine Garantie, dass der Versicherer in diesem Fall den Schaden ersetzt. Einzig Risiken, die sich in keiner Versicherung kalkulieren lassen, können auch im Rahmen der Allgefahren-Deckung nicht in den Vertrag aufgenommen werden. Dazu zählen z.B. Schäden durch Kriegsereignisse oder Unfälle in Kernkraftwerken.

Auch „erweiterte Elementarschäden“ sind abgesichert

Schäden durch Naturgewalten werden auch Elementarschäden genannt. In den Absicherungen für Hausrat und Wohngebäude sind Beschädigungen z.B. durch Sturm und Hagel üblicherweise versichert. Die finanziellen Folgen aus "erweiterten Elementargefahren" wie z.B. Starkregen, Rückstau, Überschwemmung, Erdbeben oder Steinschlag sind aber nicht enthalten. Ausreichenden Schutz dagegen bietet oft nur eine Elementar-Schaden-Versicherung. Im Rahmen der Allgefahren-Deckung der Bayerischen sind grundsätzlich alle Gefahren abgesichert. Das schließt auch Schäden durch „erweiterte Elementargefahren“ bzw. die finanziellen Folgen aus Naturkatastrophen (erweiterte Elementarschäden – ohne Sturmflut- und Grundwasserschäden) ein. Die Allgefahren-Deckung enthält somit automatisch eine Elementar-Schaden-Versicherung.

Selbstbehalt in Allgefahren-Deckung der Bayerischen

Die Allgefahren-Deckung greift grundsätzlich erst ab Schäden über 5.000 EUR, da ein Selbstbehalt in dieser Höhe besteht. Auf Wunsch kann die Selbstbeteiligung auf 10% des Schadens reduziert werden (für Hausrat: mind. 250 EUR - max. 2.500 EUR; für Wohngebäude: mind. 500 EUR - max. 5.000 EUR).
Dieser Selbstbehalt gilt nur für die Risiken im Rahmen der Allgefahren-Deckung. Ein eventuell vereinbarter niedrigerer Selbstbehalt im Rahmen der eigentlichen Hausrat- oder Wohngebäude-Versicherung bleibt davon unberührt.

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Alterseinkünftegesetz

Mit dem Alterseinkünftegesetz setzte die Bundesregierung ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts um. Das Gericht hatte im März 2002 entschieden, dass die unterschiedliche Besteuerung von Beamtenpensionen und Renten aus der gesetzlichen Rentenversicherung mit dem Gleichheitsgrundsatz des Grundgesetzes unvereinbar ist. Der Gesetzgeber wurde deshalb dazu verpflichtet, spätestens mit Wirkung ab 2005 die Besteuerung neu zu regeln und eine Gleichbehandlung aller Versorgungsempfänger sicherzustellen.

Zugleich hat der Gesetzgeber die Gelegenheit genutzt, die Bedingungen für die Altersvorsorge zu verbessern und die Attraktivität der privaten kapitalgedeckten Altersvorsorge (so genannte "Riester-Rente") zu erhöhen.

So führt nun zum Beispiel die bessere steuerliche Anerkennung von Beiträgen zur gesetzlichen Rentenversicherung zu einer spürbaren Entlastung der rentenversicherungspflichtigen Angestellten. Diese Entlastung soll auch dazu beitragen, die zukünftig zu erwartende Versorgungslücke im Alter durch geeignete private Vorsorgemaßnahmen zu schließen.

Alterungsrückstellung

Mit zunehmendem Alter des Versicherten wächst das Krankheitsrisiko. Trotzdem erhöht sich der Beitrag aus diesem Grunde nicht. Um die im fortgeschrittenen Lebensalter gestiegenen Leistungen ohne Beitragserhöhungen finanzieren zu können, bildet die private Krankenversicherung die sog. Alterungsrückstellung. Dazu werden in der ersten Phase des Vertrags höhere Beiträge erhoben als es zur momentanen Risikodeckung notwendig wäre. Durch die verzinsliche Anlage dieser Beitragsteile wird die später benötigte finanzielle Reserve aufgebaut.

Ambulante Behandlung

Unter ambulanter Behandlung versteht man die ärztliche Behandlung in der Praxis des niedergelassenen Arztes bzw. Zahnarztes, Heilpraktikers oder im Ambulatorium eines Krankenhauses. Im Gegensatz dazu spricht man bei ärztlicher Einweisung in die Station eines Krankenhauses oder Sanatoriums von stationärer Behandlung.

Anfechtung

Verletzt der Versicherungsnehmer die vorvertragliche Anzeigepflicht, so kann der Versicherer die Annahme des Vertrages anfechten, d.h. der Vertrag ist von Anfang an nichtig (Rücktritt vom Vertrag).

Arbeitsunfähigkeit

Arbeitsunfähig im Sinne der gesetzlichen Krankenversicherung ist, wer nicht oder nur mit Gefahr, seinen Zustand zu verschlimmern, fähig ist, seiner bisher ausgeübten Erwerbstätigkeit nachzugehen. Arbeitsunfähigkeit im Sinne der privaten Krankenversicherung ist gegeben, wenn die versicherte Person ihre berufliche Tätigkeit nach medizinischem Befund vorübergehend in keiner Weise ausüben kann, sie auch nicht ausübt und keiner anderen Erwerbstätigkeit nachgeht.

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